Gründungsprotokoll

"Nachdem in Donzhausen und Umgebung von Jünglingen, welche sich namentlich mit dem Sticken beschäftigten, der Wunsch geäussert worden ist, es möchte zur allseitigen Ausbildung des Körpers ein Turnverein gegründet werden, hat Joh. Krapf, Stickfabrikant, an sämtliche Personen, welche nach seiner Meinung Interesse für das Turnen zeigten, eine Einladung ergehen lassen. Der Zudrang von Donzhausen speziell war nicht gross, desto mehr Verstärkung kam von Heimenhofen und Sulgen. Die Leitung wurde Lehrer Schär übertragen. Sofort wurden Statuten geschaffen und in Beratung gezogen.“

 

Mit diesen Sätzen beginnt das Gründungsprotokoll des am 26. März 1881 ins Leben gerufenen Turnverein Donzhausen. An dieser Sitzung wurden auch die ersten Statuten geschaffen.

 

  1. In der Gemeinde Donzhausen bildet sich ein Turnverein.
  2. Zweck des Vereins: Ausbildung und Kräftigung des Körpers.
  3. Mitglied des Vereins kann jeder Einwohner sein, der sich für die Wirksamkeit des Vereins interessiert und in bürgerlichen Rechten und Ehren steht.
  4. Das Eintrittsgeld richtet sich nach dem jeweiligen Kassastand.
  5. Der jährliche Beitrag eines Mitgliedes beträgt 6 Fr. oder monatlich 50 Rp.
  6. Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit gestattet. Austrittsgeld von 2 Fr. ist nicht zu entrichten bei Wegzug oder Krankheitsfall. Der Austretende verliert zudem seinen Kassenanteil.
  7. Das gänzlich unentschuldigte Fernbleiben bei einer Probe oder Ver-sammlung wird mit 20 Rp., eine Verspätung von einer Viertelstunde nach Appell mit 10 Rp. gebüsst.
  8. Der Verein versammelt sich in der Woche regelmässig zweimal, aussergewöhnliche Fälle vorbehalten.
  9. Als erste Pflicht eines Mitgliedes gilt unbedingter Gehorsam, ausser diesem niemals etwas Tüchtiges geleistet wird.
  10. Der Verein wählt seinen Präsidenten und Kassier.
  11. Diese Statuten können jederzeit revidiert werden.
  12. Der Verein beschliesst über Annahme der Statuten, sowie ihrer Revision. Vorstehende Statuten sind in der Versammlung vom 26. März 1881 beraten und angenommen worden. Folgende Mitglieder haben sie unterzeichnet: 1. Joh. Krapf, 2. M. Kaiser, 3. Wilhelm Herzog, 4. Albert Munz, 5. Paul Füllemann, 6. J. Berger, 7. R. Belz, 8. Klemenz Hinterhauser, 9. Jean Kunz, 10. E. Gimmi, 11. Joh. Kunz, 12. Fritz Gruber, 13. Lebrecht Oeli, 14. Johann Messmer.

Johann Krapf wurde zum Präsidenten und Joh. Messmer zum Kassier gewählt. Man beschliesst folgende Turngeräte anzuschaffen: 1 Reck, 1 Barren, 1 Stemmbalken, 1 Springel, 2 Sprungbretter, 1 Reckstange und 14 Stäbe. Zur Abzahlung wird am 13. April mit der Leihkasse Bischofszell ein Vertrag über 150 Fr. unterschrieben. In der 1. Hauptversammlung vom 22. Mai werden Johann Krapf, als Präsident, J. Schär als Aktuar, J. Messmer als Kassier, sowie W. Herzog und J. Kunz als Beisitzer gewählt. Es sind nun 16 Mitglieder und 9 Passivmitglieder im Verein.

Es werden die üblichen Turnkleider bestimmt: Hose, Schärpe, Turnband mit Kreuz und bei Ausmärschen Linsenhut. Bereits in der Kommissionssitzung vom 12. Juni werden die Statuten revidiert und an der 2. Hauptversammlung vom 2. Juli 1881 abgenommen. Als neuer Kassier wird W. Herzog gewählt. Turnfahrt geht nach Ermatingen. Am 2. Oktober findet die 3. Hauptversammlung statt. Als Rechnungsrevisoren werden Jean Kunz und M. Kaiser gewählt. Für den Winter stellt Herr Kunz die Scheune als Turnlokal zur Verfügung. Übungszeit im Winter, Sonntagabend 08.00 Uhr.

Der Rücktritt

Präsident Joh. Krapf tritt zurück und der bisherige Aktuar J. Schär wird Präsident. Neuer Aktuar Wilh. Keller, Beisitzer J. Kunz und E. Gimmi. Bestand 12 Aktiv- und 3 Passivmitglieder. Kassabestand 33 Fr. 70 Rp.

Am 14. Mai findet in Donzhausen ein Schauturnen statt, mit den Ehren-vereinen Sulgen und Bürglen. Es spielt die Musikgesellschaft Sulgen-Heimenhofen. Reingewinn Fr. 30.

Der Beschluss wird gefasst dem Thurg. Kantonalturnverein beizutreten. Grösstenteils zu Fuss gings ans Turnfest nach Eschlikon und wieder zurück. Schauturnen mit Amriswil und dem Seminarturnverein Kreuzlingen. Passivbeitrag wird auf 1 Fr. im Vierteljahr festgelegt.

„Ein Trinkhorn für Fr. 45 wird gekauft. An der Hauptversammlung vom 8. Oktober ist kein Protokoll vorhanden da sich der Aktuar seines Amtes entledigt hat. „

Der Turnverein soll fortan Heimenhofen heissen

Präsident J. Schär tritt zurück. Es wird Wilh. Keller gewählt und als neuer Aktuar E. Gimmi. Beschluss: Der Turnverein soll fortan Heimenhofen heissen, da die Sympathie für das Turnen in Heimenhofen und Umgebung grösser ist als in Donzhausen. Bestand: 19 Aktiv- und 21 Passiv-mitglieder. Am 14. April wird mit Joh. Leumann schon wieder ein neuer Kassier gewählt. 8. August: Vorturner Lehrer Schär tritt aus. Emil Gimmi übernimmt dieses Amt und Jean Kunz wird 2. Vorturner. Am 7. Oktober wird Lehrer J. Schär zum ersten Ehrenmitglied ernannt und eine neue Turnordnung mit 22 Artikeln wird angenommen.

Zum ersten Mal tritt der Verein mit 8 Mann im Sektionswettkampf an und zwar am Kantonal-Preisturnfest in Steckborn. Es wird Rang 11 von 12 Sektionen erreicht.

Die erste Fahne wird bei Maler Berliat bestellt. Kostenpunkt 200 Fr. Die Kasse wird nicht belastet, da genug Spenden eingegangen sind.

Fahnenweihe am 23. September. Festpräsident ist Widmer von Altishausen und Festredner Gemeindeammann Opprecht. Fünf umliegende Vereine wurden eingeladen. Festumzug Heimenhofen - Andwil und zurück.

„Am Turnerball wird Karl Vollenweider von den Frauenzimmern zum Ballkönig gewählt.“

Der erste Eklat

Bestand: 18 Aktive, 5 Mitturner, 28 Passive und 1 Ehrenmitglied. Am Bodenseeturnfest in Arbon wird wegen schlechter Witterung in der Halle geturnt. Im Nationalturnen am Schwingfest auf dem Nollen belegt Jean Kunz den 2., Fritz Berger, Ernst Rüdt und Gottfried Kunz Rang 3. Präsident Wilh. Keller tritt am 6. Juli zurück, sein Nachfolger heisst Gustav Krapf. Es wird in den Hülfsverein für verunglückte Turner eingetreten.

„Der erste grosse Eklat des noch jungen Vereins. Am 6. Juli werden Ehren-mitglied J. Schär und Ex-Präsident Wilh. Keller wegen Ehrenkränkungen des Vereins ausgeschlossen.“

 

Abmarsch zur Turnfahrt nach Herisau

Ein Jahr ohne Rücktritte aus dem Vorstand. Am Kantonal-Preis-turnfest in Kreuzlingen ist Heimenhofen im 2. Rang von 9 Sektionen zu finden. Im Nationalturnen holen sich 5 Turner den Kranz. Die Fahnenweihe mit Kreisturnfest in Sulgen, am 27. September sieht Gottfried Kunz und Max Madach im 1. und 2. Rang im Kunstturnen.

„Am Montag 6. September ist um 00.30 Uhr Abmarsch zur Turnfahrt nach Herisau - Teufen - Schäflisegg - St.Gallen - Kronbühl - Heimenhofen. Ankunft Dienstag 08.00 Uhr.“

 

Das Schauturnen

An der Jahresversammlung vom 3. Januar tritt Kassier J. Leumann zurück, Joh. Klarer wird gewählt. Kassabestand 13 Fr. 70 Rp. J. Etter, Fabrikant und David Kunz (Vater) werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Beim Eidg. Turnfest in Basel gewinnt J. Kunz im Nationalturnen einen Preis.

Der Verein führt ein Schauturnen durch und nimmt, zusammen mit 20 weit-eren Sektionen, an einem Schauturnen in Bürglen teil. Der Einladung zur Fahnenweihe des Turnverein Oberaach-Schrofen wird Folge geleistet.

Anschaffungen: 1 Turnpferd, dank Vermächtnis von Gebr. Etter, sowie 20 Turnerhüte.

Zürcher Kant. Turnfest und am St. Galler Kantonalturnfest

Präsident Gustav Krapf tritt an der Jahresversammlung zurück und wird durch J. Leumann ersetzt, der aber bereits am 2. Oktober durch Emil Gimmi abgelöst wird. Oberturner wird Heinrich Metzger, ein Mann, der neben der Arbeit im Turnverein Heimenhofen, auch in den Verbänden seinen Mann stellen wird. E. Gimmi und G. Krapf werden bei Stickfabrikant J. Etter vorstellig, betreffs Bau eines Turnlokals. Herr Etter stellt am 30. Dezember ein heizbares Turnlokal zur Verfügung, was dankbar angenommen wird.

Teilnahme am Zürcher Kant. Turnfest und am St. Galler Kantonalturnfest. Am Kantonal-Preisturnfest in Frauenfeld belegt Heimenhofen den 1. Rang im Sektionsturnen und Jean Kunz gewinnt Nationalturnen und Schwingen. Es holen sich verschiedene Turner, in den Wettkämpfen Kunst-, National-, und Spezialturnen, Kränze und Preise, ebenso am Jubiläum 25 Jahre Turnverein Konstanz.

 

Der Fahnen-Fond

Bestand: 20 Aktive, 1 Mitturner, 32 Passive und 3 Ehrenmitglieder. An der Jahresversammlung wird ein Kassabestand von Fr. 54.56 ausgewiesen und beschlossen von den geliehenen 200 Fr. Herr Etter, Fr. 50 mit Fr. 5 Zins zurückzuzahlen. Das Tragen des Turnbandes ist nicht mehr obligatorisch. Neben dem Turnlokal wird ein Sommerturnplatz erstellt.

Wiederum holen sich verschiedene Turner Kränze und Preise, dies beim Kunst- und Nationalturnen auf dem Nollen und beim Ostschweiz. Schwingfest in Schönenwegen-Straubenzell. Am Eidg. Turnfest in Luzern erringt G. Kunz den 2. Preis im Spezialturnen. Am Schauturnen in Heimenhofen werden Geräteübungen und Pyramiden gezeigt. Das Programm wird abends bei bengalischer Beleuchtung wiederholt.

Zur Turnfahrt wird am 22. Juli um 01.00 Uhr abmarschiert über Bischofszell - Gossau - Herisau - Appenzell - Gäbris - Appenzell - Erlen. Herisau - Appenzell und Appenzell - Erlen per Bahn. Am 7. Oktober wird ein Fahnen-Fond gegründet. Herr Leumann in Pra (Italien), einem ehemaligen Heimenhofer, wird ein Bittschreiben zugestellt.

Turnfahrt mit Dampfboot

An der Jahresversammlung wird Gottfried Kunz zum neuen Aktuar gewählt. Der Vorstand erhält den Auftrag, mit Fahnenmacher Libisziwiki Bischofszell, über eine neue Fahne zu verhandeln. Von den Schulden bei J. Etter werden wiederum Fr. 50 mit Fr. 5 Zins zurückbezahlt.

In diesem Jahr werden das Ostschweiz. Schwingfest in Wil und das St. Galler Kantonalturnfest mit Einzelturnern besucht. Turnfahrt zu Fuss nach Konstanz und nachher per Dampfboot nach Diessenhofen um den Turntag des Kreises Seerücken zu besuchen. Für das Schauturnen am 5. Mai erscheinen erstmals Inserate im Thurg. Anzeiger und Thurgauer Zeitung und 500 Prospekte werden gedruckt.

Aus der “Hülfskasse“ für verunglückte Turner erhalten Wormser, Happerswil Fr. 20.– und G. Krapf Fr. 5.–.

Gewinn Sektionswettkampf

Es werden wieder Fr. 50 Schulden bei J. Etter abbezahlt, bei einem Kassabestand von 163 Fr. 90 Rp. und die Zeitschrift „der Vorturner“ wird abonniert. Giacomo Leumann wohnhaft in Pra (Italien) und Emil Gimmi werden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Leumann war nie Mitglied, zeigte sich aber in finanzieller Hinsicht immer grosszügig. Für Reinigung des Turnlokals erhalten 3 Turner einen Silberlöffel im Wert von Fr. 2 - 3.–.

Am Kantonal-Preisturnfest in Arbon gewinnt Heimenhofen den Sektionswettkampf, Gust. Krapf das Kunst- und Gottfr. Kunz das Ringturnen. Verschiedene Turner gewinnen Preise am Ostschweizer Schwingfest in Flawil, am Schaffh. Kantonalturnfest in Hallau sowie am Zürcher Kantonalturnfest in Enge.

Eidg. Turnfest Genf

Präsident Emil Gimmi tritt an der Jahresversammlung zurück. Sein Nachfolger heisst Johann Klarer. Otto Krapf wird neuer Kassier.

Das Eidg. Turnfest findet in Genf statt. Neben Fahrt und Festkarte erhält jeder Turner noch Fr. 15.–. Am 17. Juli fährt man per Bahn nach Zürich, wo

übernachtet wird. 18. Juli, Zürich ab 06.30, Genf an 16.00 Uhr. Der Verein erhält den silbernen Lorbeer als Sektionspreis, Einzelpreise gehen an G. Krapf, E. Grundlehner und D. Kunz.

Schauturnen am Auffahrtstag mit Turnen und Reigen. Eintritt 50 Rp.

Fahnenweihe mit Einzelturnen in Amriswil

David Kunz wird Nachfolger des zurücktretenden Ernst Gimmi als Aktuar. Bestand: 15 Aktive, 43 Passive und 5 Ehrenmitglieder.

Sportliche Höhepunkte: Fahnenweihe mit Einzelturnen in Amriswil und Kant. Schauturnen in Steckborn mit Barrenübungen. Schauturnen am 8. Mai unter Mitwirkung der Musikgesellschaft Heimenhofen. Turnen und Reigen, am

Abend bei bengalischer Beleuchtung. Ein neuer Barren wird angeschafft.

Gewinn TV Heimenhofen Sektionswettkampf

Die Jahresversammlung erfolgt bereits am 26. Dezember 1892. Joh. Klarer tritt als Präsident zurück, sein Nachfolger ist Otto Krapf. Als Kassier wird Otto Neuweiler gewählt. Vereinsstempel und Fahnenfutter werden angeschafft und die Turnstunden auf Dienstag und Freitag festgelegt.

Am Kantonal-Preisturnfest in Aadorf gewinnt Heimenhofen den Sektionswettkampf und G. Kunz das Schwingen. Ehrengabe an dieses Turnfest, 6 Silberlöffel. Einzelturner nehmen am Nordostschweizer Schwingfest in Rorschach und am Ostschweiz. Turnfest in Chur mit wenig Erfolg teil. Auf Anfrage von Major Nater beteiligt sich der Verein am Abendprogramm der Gewerbeausstellung in Frauenfeld.

Kreisturntag in Tägerwilen

Kassabestand Fr. 35.10. Gottfried Kunz wird vom Kantonalturn-verein für 3 Jahre als Vorturner und Kursleiter gewählt.

Fahnenweihe in Arbon und Kreisturntag in Tägerwilen stehen auf dem Programm. Für das Eidg. Turnfest vom 5. - 8. August in Luzern werden schwarze Strümpfe angeschafft. Im Sektionsturnen werden Reck und Stabübungen mit dem Eichenkranz belohnt. Heimweg über Tellsplatte und Rütli. Grosser Empfang durch die Musikgesellschaft Sulgen-Heimenhofen und eine jubelnde Menge.

Schauturnen Heimenhofen

Am 6. Januar treten Präsident, Aktuar und Kassier zurück. Es werden neu gewählt: Johann Fei als Präsident, Reinh. Brugger als Aktuar und Heinrich Metzger übernimmt zusätzlich noch das Amt des Kassiers. Gustav Krapf wird Ehrenmitglied und E. Gimmi wird zum Kassier des Kantonalturnvereins gewählt. Ein Amt, das er bis 1902 ausübt.

Einzelturner nehmen am Nordostschweizer Schwingfest in Neumünster und am Kant. Schauturnen in Weinfelden teil. Am 3. und 9. Juni wird in Heimenhofen ein Schauturnen durchgeführt, mit Turnen, Pyramiden und Reigen. Eintritt nachmittags 50 und abends 20 Rp.

Fabrikant Etter erhält als Geschenk Trinkgläser und Oberturner Metzger eine silberne Uhrenkette. Neujahrsgeschenk von Giacomo Leumann Fr. 30.–.

Keine Veränderung im Vorstand

Bestand am 5. Januar, 10 Aktive, 2 Mitturner, 31 Passive und 5 Ehrenmitglieder. Ausnahmsweise gibt es keine Veränderung im Vorstand.

Am Kant. Preisturnfest in Bischofszell, 3. Rang von 23 Sektionen. Verschiedene Einzelturner sind erfolgreich.

Turnfahrt in Zivilkleidern, zu Fuss nach Romanshorn, zurück nach Erlen mit der Bahn.

Herr Leumann spendet Fr. 20.–. Es wird beschlossen, bei Fotograf Wegmann in Romanshorn ein Vereinsbild erstellen zu lassen und für Oberturner Metzger ein Neujahrsgeschenk von Fr. 15.– zu kaufen.

Kreisturntag Seerücken in Berg

Heinrich Metzger übernimmt neben dem Amt des Oberturners auch noch das des Präsidenten. Joh. Schär löst ihn als Kassier ab.

Es wird am Kreisturntag Seerücken in Berg teilgenommen und im Mai ein Schauturnen durchgeführt. Turnfahrt über Wasserauen-Meglisalp auf den Säntis und zurück über den blauen Schnee-Wildkirchli-Meglisalp nach Wasserauen.

Heinrich Metzger erhält für den Besuch eines 4-tägigen Oberturnerkurses Fr. 15.– und als Neujahrsgeschenk Fr. 18.50.

Nordostschweizer Schwingfest in Aadorf

E. Gimmi wird für zwei Jahre in die technische Kommission des Thurg. Kantonalturnvereins gewählt. An der Jahresversammlung wird ein Vorschlag von Fr. 68.15 ausgewiesen. Am 10. Juli tritt Heinrich Metzger als Präsident zurück. Der bisherige Aktuar Reinhard Brugger löst ihn ab und Paul Häberli übernimmt von R. Brugger den Aktuar.

Teilnahme von Einzelturnern am Nordostschweizer Schwingfest in Aadorf und an der Fahnenweihe in Ermatingen. Ans Kant. Schauturnen in Münchwilen wird per Fuhrwerk angereist. Die Sektionsübungen am Reck und mit den Keulen nehmen einen glänzenden Verlauf. 3. Rang von 21 Sektionen.

In diesem Jahr werden 12 Keulen und eine Feder für den Fähnrich angeschafft.

Preisturnfest in Amriswil

Nach nur 7 Monaten tritt Paul Häberli als Aktuar zurück. Ernst Kobi übernimmt diese Aufgabe.

Am Kantonalen Preisturnfest in Amriswil klassiert sich Heimenhofen im 2. Rang von 28 Sektionen. Nur Arbon weist 0.29 Punkte mehr auf.

Für dieses Turnfest schenkt Giacomo Leumann Fr. 20.–.

Turnfahrt führt nach Bad Ragaz und zur Taminaschlucht

Bestand an der Jahresversammlung: 15 Aktive, 5 Mitturner, 35 Passive und 6 Ehrenmitglieder. Johann Gimmi wird zum Ehrenmitglied ernannt.

Heimenhofen führt am 4. Juni den Kreisturntag Seerücken durch. Das OK setzt sich aus Präsident Emil Gimmi, Aktuar Lehrer Straub, Kassier Lebrecht Brauchli, Polizeiaufsicht Alfred Gimmi und Turnen Reinhard Brugger zusammen. Festkarte Fr. 2. Es werden 170 Kränze bestellt. Für die Festwirtschaft hat sich nur J. Schwarz beworben. Er erhält den Zuschlag unter folgenden Bedingungen: Es werden Wein und Bier offen ausgeschenkt. Der Festwirt übernimmt die Bestuhlung und die Überdeckung der Festwirtschaft. Ebenso hat er die Verköstigung der Festmusik zu übernehmen und für Freinacht und

Tanzbewilligung zu sorgen. Festzug der teilnehmenden Vereine mit Männerchor, Schützen- und Musikgesellschaft. Grosser Erfolg in turnerischer wie organisatorischer Hinsicht. Vorschlag von Fr. 375.40.

Die Turnfahrt führt nach Bad Ragaz und zur Taminaschlucht.

Turnfahrt zu Fuss über Altnau nach Uttwil

Heinrich Metzger übernimmt wieder zusätzlich das Präsidium und am 6. Oktober löst Ernst Brugger den bisherigen Kassier Joh. Schär ab. Lebrecht Brauchli wird Ehrenmitglied.

Teilnahme an der Fahnenweihe in Sulgen und am Kant. Schauturnen in Ermatingen. Anreise nach Ermatingen per Velo. 5. Rang von 21 Sektionen.

Turnfahrt zu Fuss über Altnau nach Uttwil, wo im Hotel du Lak das Mittagessen eingenommen wird. Anschliessend Gondelfahrten und Kaffeejass.

Betreffs Turnlokal wird die Ortsgemeinde Andwil angefragt, zu welchem Preis man das Bachmannsche Haus kaufen oder pachten könnte. Heinrich Metzger erhält für die grosse Mühe und Aufopferung 20 Fr. als Neujahrsgeschenk.

 

Es wird eine Vereinstrommel angeschafft

E. Fey löst Ernst Kobi als Aktuar und Ernst Brugger Joh. Schär als Kassier ab. Ernst Brugger tritt aber bereits am 12. Oktober wieder zurück. Sein Nachfolger heisst Gottfried Müller.

Am Kant. Preisturnfest in Kreuzlingen ist der Verein nicht sehr erfolgreich, nur 16. Rang von 26 Vereinen. Am Nordostschweizer Kunst- und Nationalturntag nehmen einige Einzelturner teil. Zwei Turnfahrten finden in diesem Jahr statt. Im April auf den Nollen und im Juni auf das Hörnli.

Am 16. Februar findet die erste Abendunterhaltung in der Schifflistickerei Etter statt. Programm: Turnen, Lieder und Deklamationsvorträge. Nach dem Nachtessen wird bis in den Morgen getanzt.

Es wird eine Vereinstrommel angeschafft und Lehrer Straub erhält für die Gesangsleitung an der Abendunterhaltung Fr. 5.–. Gründung einer Reisekasse für das Eidg. Turnfest 1903.

Ein ganz spezielles Jahr für den Turnverein

Ein ganz spezielles Jahr für den Turnverein. Emil Schwarz baut in Heimenhofen, für die damals enorme Summe von Fr. 7000. – ein Turn- und Vereinslokal, das am 5. Juli mit einem grossen Fest eingeweiht wird. Der schöne und grosszügige Neubau sucht in Turnerkreisen seinesgleichen. E. Schwarz wird zum Ehrenmitglied ernannt.

Zum ersten Mal wird ein Aktivmitglied, am 25. Januar, wegen schlechtem Turnstundenbesuch ausgeschlossen, aber bereits am 6. Februar wieder einstimmig aufgenommen.

Am Kreisturnfest in Neuwilen nehmen nur Einzelturner teil. In der 4. Kategorie am Eidg. Turnfest in Zürich wird die Sektion mit dem Eichenkranz ausgezeichnet. Grosses Fest, nach der Rückkehr, im neuen Vereinslokal, mit einer Rede von Lehrer Straub. Guter Besuch des Schauturnens unter Mitwirkung der Musikgesellschaft Sulgen-Heimenhofen.

Am 12. Juli wird beschlossen, von Herrn Zingg in Heimenhofen Fr. 60. – zu verlangen wegen Schimpfworten über den Verein. An einer Sitzung mit dem Vorstand nimmt er die Worte zurück und bezahlt Fr. 10.–.

 

Kant. Schauturnen in Berg auf dem 2. Rang

Der Verein besteht aus 12 Aktiven, 2 Mitturnern, 44 Passiven und 9 Ehrenmitgliedern. Albert Bissegger löst Gottfried Müller als Kassier ab.

Das Kant. Schauturnen in Berg beendet der Verein im 2. Rang. Im Januar und im Dezember finden je Schauturnen mit Kindervorstellung statt. Zwei Turnfahrten werden zu Fuss durchgeführt. Ziele: Insel Mainau und Märstetten.

„Gustav Krapf wird vor den Vorstand geladen, um die Schimpfworte über den Verein zurückzunehmen und den Klägern die Friedensrichterkosten zu bezahlen“.

Kantonal-Preisturnfest bei strömendem Regen in Romanshorn

Jakob Leumann wird zum Aktuar gewählt.

Das Kantonal-Preisturnfest findet bei strömendem Regen in Romanshorn statt. In der 2. Kategorie (8 -19 Turner) belegt Heimenhofen den 8. Rang von 24 Sektionen. Die Turnfahrt führt zu Fuss nach Waldkirch-Arbon und zurück.

Es wird beschlossen, mit E. Schwarz endlich einen Vertrag wegen des Turnlokals abzuschliessen.

Jubiläum 25 Jahre TV Heimenhofen

Jubiläum 25 Jahre TV Heimenhofen. Unter Mitwirkung von Musikgesellschaft Berg und Männerchor Andwil wird am 4. März, um 14.00 Uhr, das 25-jährige Bestehen gefeiert. Passivmitglied Johann Klarer verliest einen Bericht über die Tätigkeit des Vereins, wie er nicht besser hätte sein können.

Zu Wort kommen auch noch die ersten beiden Oberturner Lehrer Schär und Emil Gimmi. Abends 8.30: Zweiter Teil mit Musik- und Gesangsvorträgen, sowie Turnproduktionen bei bengalischer Beleuchtung. Mit Tanz bis in den Morgen endet dieses Jubiläum.

Der Kreisturntag in Bürglen wird nur von Einzelturnern besucht. Beschluss: Für das Eidg. Turnfest in Bern wird dem Oberturner und den mitwirkenden Passivmitgliedern Festkarte und Fahrt, den Aktiven die Festkarte und 5 Fr. an die Fahrt bezahlt. „Sollte die Kasse nicht genügen, soll der Kassier irgendwo 50 Fr. ausleihen, was er auch tun musste“. Am Fest wird die gute Arbeit mit dem Eichenkranz belohnt. Vier Turnfahrten, alle zu Fuss, werden durchgeführt: Ziele: Uttwil, Nollen, Bischofszell und Bussnang.

Schauturnen am Auffahrtstag mit der Musikgesellschaft Hugelshofen

An der Jahresversammlung wird Walter Krapf zum neuen Kassier gewählt und Heinrich Hungerbühler zum Ehrenmitglied ernannt.

Schauturnen am Auffahrtstag mit der Musikgesellschaft Hugelshofen. Das gemischte Programm findet guten Anklang und macht sich damit auch in der Kasse bemerkbar. An der Schulhauseinweihung in Andwil beteiligt sich der Verein mit 5 Nummern. Zwei Turnfahrten zu Fuss: Ziele sind Altnau und Sitterthal.

Beschluss: „Sollte ein Turner an den Ball vom 2. November kein Fräulein mitbringen, hat er als Strafe trotzdem zwei Nachtessen zu bezahlen“.“Der Ball ist dann sehr gemütlich und dauert bis in den Morgen. Es ist aber nicht notiert, ob Strafen ausgesprochen werden mussten. Nachtessen 2 Fr. 20 Rp.

Kantonal-Preisturnfest in Weinfelden

Bestand: 13 Aktive, 47 Passive und neun Ehrenmitglieder. Zum ersten Mal seit 1897 ist im Protokoll der Jahresversammlung wieder ein Kasabestand notiert, Fr. 1244.05.

Das Kantonal-Preisturnfest findet in Weinfelden statt. In der 2. Kategorie wird der 2. Rang unter total 24 Sektionen erreicht.

Am 13. Dezember findet eine Abendunterhaltung statt. Eintritt 40 Rp. Der Saal wird dank dem guten Programm vollständig gefüllt. Ein Vereinsphoto wird bei Studer Weinfelden gemacht und von allen Mitgliedern auch gekauft. Drei Turnfahrten mit folgenden Zielen, die zu Fuss erreicht werden: Nollen, Bischofszell und Romanshorn.

Gründung einer Krisenkasse am 16. August mit einem Beitrag vom Fr. 1 pro Monat. Spezieller Kassier Emil Fey. „Neujahrsgeschenk an Oberturner Metzger Fr. 20.“

 

Kreisturntag in Oberhofen-Illighausen

Kreisturntag in Oberhofen-Illighausen. Versch. Turner holen Ehrenmeldungen im Einzelturnen, unter anderen Emil und Ernst Fey. Die Turnfahrt mit dem militärischen Vorunterricht zusammen führt nach Güttingen und zurück.

Beschlüsse: Es wird eine zweite Lampe für das Turnlokal angeschafft und der Beitrag in die Krisenkasse neu auf 50 Rp. festgelegt.

Kant. Turnfahrt führt nach Haidenhaus

Kassabestand Fr. 1375.82. Karl Forster wird neuer Aktuar. Am Kant. Einzelwettturnen erreichen 15 Turner Diplome oder Ehrenmeldungen. Es finden zwei Passivabende unter Mitwirkung der Musikgesellschaft Berg und dem Gesangsquartett Mettler statt. 12 Nummern werden gezeigt und das Theaterstück „Alles us luuter Liebi“ aufgeführt. „Jedes Aktiv- und Passiv-mitglied ist berechtigt, eine Dame frei einzuführen“.

Die Kant. Turnfahrt führt nach Haidenhaus. Zusätzlich 3 Turnfahrten mit den Zielen Pelagiberg, Ermatingen und Märwil, alles zu Fuss.

Beschlüsse: Man bewirbt sich für das Kant. Einzelwettturnen und es wird eine Gesangssektion mit 18 Mitgliedern gegründet.

Neuer Holzboden im Turnlokal

Höhepunkte in diesem Jahr sind das Kantonal Preisturnfest in Tägerwilen (2. Kat. 2.Rang von 19 Sektionen) und die Fahnenweihe des Turnverein Altnau. Die Turnfahrt führt, teilweise zu Fuss, teilweise per Bahn nach Herisau.

Im Turnlokal wird ein neuer Holzboden eingebaut, auf dem Schulhausplatz werden vier Recksäulen aufgestellt und Strohhüte für die Turner mit breitem Turnerband angeschafft. Eine Anfrage betreffend Gründung eines Kreisturnverbandes Oberthurgau wird ablehnend beantwortet.

Ehrenkranz und Diplom

Unten links liegend: Jakob Bär, 1. Reihe stehend: vierter v. links: Emil Fey, 5. Heinrich Metzger, 6. ... Krapf, 8. Otto Brüschwiler, 9. Fritz Straub

Oberturner Heinrich Metzger feiert ein bisher einmaliges Jubiläum im Thurgau, 25 Jahre Oberturner. Er wird zum Ehrenmitglied ernannt und erhält einen Ehrenkranz und ein Diplom.

21 Aktive, 2 Mitturner, 62 Passive und 7 Ehrenmitglieder gehören dem Verein an. Trotz negativer Antwort im letzten Jahr wird dem neu gegründeten Kreis-turnverband Oberthurgau beigetreten, Heinrich Metzger nimmt im Vorstand Einsitz als Kassier, ein Amt das er bis 1929 ausübt. Mit 29 Einzelturnern wird am Kreisturntag in Schönenberg mitgemacht. Vom Eidg. Turnfest in Basel kehrt man mit einem Lorbeerkranz zurück. Die Gemeinde stiftet ein Nachtessen.

Turnfahrten nach Sitterdorf und auf den Nollen. Ein Schauturnen und zwei Passiv- und Familienabende runden das Jahresprogramm ab.

 

Das Mobiliar wird zum ersten Mal versichert

Teilnahme an einem Schauturnen in Altnau, 2. Kat. Rang 2 im Sektionsturnen. Am Jubiläumsturnfest mit int. Einzelwettturnen erringen vier Turner das Diplom. Schauturnen im Dezember mit Geräteturnen, Parterre-Gymnastik, Reigen und dem Theater „Überlistet, oder wie man eine böse Frau kuriert.“ Turnfahrten nach Arbon und Waldstatt, grösstenteils zu Fuss.

Die Gemeinde stiftet Fr. 200.– für die Anschaffung von Geräten. Das Mobiliar wird zum ersten Mal versichert (für Fr. 1545.–). An den Kreisturnverband

Oberthurgau wird ein Protestschreiben gegen die Umteilung in den Mittelthurgau gerichtet.

Kant. Preisturnfest Frauenfeld Gewinn der 2. Kategorie

An der Jahresversammlung tritt Heinrich Metzger als Oberturner zurück, sein Nachfolger ist Emil Fey. Kassabestand Fr. 1926.20. Am Kantonalen Preisturnfest in Frauenfeld gewinnt Heimenhofen die 2. Kategorie.

Die drei Turnfahrten führen nach Bischofszell, Bottighofen und auf die Insel Mainau.

Beschlüsse an Versammlungen: Frau Schwarz erhält Fr. 20.– an die Stromkosten. 2 Sprungbretter, 5kg Kugel, weisse Strümpfe, Turnschuhe und Gürtel werden angeschafft. „Jeder Turner der ein Brett im Turnlokal „hinuntertritt“ muss es selber ersetzen“. Im Thurgauer. Anzeiger wird publiziert, dass wegen des Krieges, die beiden nächsten Passivbeiträge nicht eingezogen werden.

10 Rp. pro verkauften Liter Bier

17 Aktive, 2 Mitturner, 71 Passive und 8 Ehrenmitglieder gehören dem Verein an. Der Verein organisiert den Kreisturntag mit folgendem OK. Johann Klarer Präsident, Lehrer Straub Aktuar, Lebrecht Brauchli Rechnungswesen, Alfred Gimmi Polizei/Aufsicht und Heinrich Metzger Turnsachen. Festplatz auf der Wiese von Herr Häberli zwischen Andwil und Heimenhofen.

Festwirt ist Herr Etter aus Klarsreuti, er gibt an der Turnverein 10 Rp. pro verkauften Liter Bier.“ Dem Ernst der Zeit entsprechend (Krieg) wird auf festlichen Schmuck verzichtet und alles möglichst einfach gehalten. Festzug von Heimenhofen nach Andwil, anschliessend die oblig. Übungen. Am Abend findet noch eine Unterhaltung statt.

Fünf Turnfahrten nach Romanshorn, Halden, Hörnli, Arbon (mit VU = militärischer Vorunterricht) und Märstetten.

 

Kant. Schwingertag in Arbon

Mit einem Bestand von 25 Aktiven, 65 Passiven und 9 Ehren-mitgliedern wird ins neue Jahr gestartet. Lehrer Straub wird zum Ehren-mitglied ernannt. Sportliche Höhepunkte: Kreisturntag in Horn, Einzelwettturnen in Eschlikon, Kant. Schwingertag in Arbon und Bezirksturnfest in St. Gallen. Mit den Zielen Hummelberg, Nollen und Münsterlingen werden drei Turnfahrten durchgeführt.

Der Boden im Turnlokal wird aufgebrochen und 12 m2 werden durch die Turner neu verlegt. Eine baufällige Wand und faule Balken werden ersetzt, Kosten für den Verein Fr. 100.–.

Zigarren, Stumpen oder Schokolade

Der Oberturner wird neu Mitglied im Vorstand. Im März werden fast alle Turner für fünf Monate in den Militärdienst einberufen. Es wird beschlossen dass jeder militärdienstleistende Turner einen Vereinsgruss im Betrag von Fr. 1 - 1.20 erhält (Zigarren, Stumpen oder Schokolade)

Kreisturntag Oberthurgau in Neukirch-Egnach, Schauturnen und Passivabende sind im Jahresprogramm enthalten. Turnfahrten nach Kreuzlingen und Güttingen.

Aktien der Schwinger-Hülfskasse

Vermögen beträgt nur noch Fr. 413.22. Am Turnfest in Berg wird der 1. Rang in der 2. Kategorie erreicht, was gebührend gefeiert wird. Turnfahrten nach Märstetten und Güttingen.

„Lehrer Straub erhält für Gesangsstunden Fr. 5.– und es wird eine Aktie der „Schwinger-Hülfskasse“ gezeichnet“.

Verschiedene Turner erhalten Auszeichnungen

Nur Einzelwettkämpfer nehmen am Oberthurgauer Kreisturntag in Erlen teil. Verschiedene Turner erhalten Auszeichnungen. An der Fahnenweihe war Heimenhofen Patensektion, Präsident Metzger überreicht einen Silberbecher. Am Ostschweiz. Jubiläumsturnfest in Romanshorn gibt wiederum er-folgreiche Einzelturner. Zwei Passivabende mit Kindervorstellung sind stark besucht. Neukirch und Uttwil, zusammen mit dem TV Erlen, sind Ziel einer Turnfahrt. Die Kant. Turnfahrt führt auf den Stelzenhof mit oblig. Übungen. Zum ersten Mal taucht das Lied „Was ziehet so munter das Tal entlang“ auf.

Der Boden im Turnlokal ist in schlechtem Zustand

Oberturner Emil Fey und Aktuar Karl Forster treten zurück. Neuer Aktuar Jakob Bär, es wird kein neuer Oberturner gewählt. Im April wünscht Präsident Heinrich Metzger, in einem Brief, zurückzutreten. Die Versammlung geht nicht darauf ein. Die Oberthurgauer Kreisturnfahrt führt auf den Hummel-berg, zwei weitere nach Tägerwilen und Neukirch-Egnach.

Der Boden im Turnlokal ist in schlechtem Zustand. Der Verein ist nicht in der Lage, die Kosten von Fr. 600.– für einen neuen Boden aufzubringen und Frau Schwarz lehnt eine Beteiligung ab. So beschliesst man nur die defekten Teile auszuwechseln.

Der neu gegründeten Männerriege werden die Turngeräte zur Benützung überlassen.

Die Vereinsturnfahrt führt per Velo nach St. Gallen

Heinrich Metzger tritt nun doch als Präsident zurück, sein Nachfolger ist Emil Fey, der auch neu als Oberturner amtet.

Am Kant. Preisturnfest in Frauenfeld wird in der 3. Kat. der 6. Rang erturnt. Verschiedene Turner holen sich Auszeichnungen, ebenso am Kant. Kunstturnertag in Sulgen. Das Rangturnen mit 12 Übungen, wovon 2 Streichresultaten, gewinnt Fritz Straub. Kreisturnfahrt auf den Ruggisberg und die Vereinsturnfahrt führt per Velo nach St. Gallen und dann zu Fuss auf den Gäbris. Die Abendunterhaltung weist einen befriedigenden Besuch auf.

Die Mitglieder der neuen Männerriege müssen Aktivmitglieder und mindestens 25 Jahre alt sein.

5 Kranzturner 1921: Kantonales Turnfest Arbon von links, stehend: Fritz Straub, Otto Brüschweiler, Walter Krapf, Sitzend: A. Keller, Emil Fey

liegend von links: Walter Egli, Paul Bär, sitzend: Eugen Bär, Robert Brüschwiler, Emil Schwarz, Jakob Bär, Hans Leumann, Karl Hölzli, Hans Oswald, -. stehend: Walter Bär, - , … Krapf, Otto Brüschwiler, Emil Fey, Fritz Straub, … Krapf, -. hinten: - , - , Alfred Gimmi, Berthold Schwarz, Hans Bär, -. Ganz rechts Heinrich Metzger

Im Schulkeller wird ein Schwinglokal eingerichtet

Neuer Oberturner wird Fritz Straub. Trotz schlechter finanzieller Lage nimmt man am Eidg. Turnfest in St. Gallen teil, ein Lorbeerkranz ist der Erfolg. Kreisturntag in Roggwil und Kant. Spieltag in Erlen sind die weiteren Höhepunkte des Vereinsjahrs. 3 Abendunterhaltungen gehören noch zum Jahresprogramm.

Im Schulkeller wird ein Schwinglokal eingerichtet. Eine Reparatur im Turnlokal kostet Fr. 102.–. Männerriege und Frau Schwarz beteiligen sich mit Fr. 25.–, resp. 30.–.

Das Kant. Jubiläumsturnfest in Kreuzlingen

Das Kant. Jubiläumsturnfest in Kreuzlingen, der Kreisturntag in Güttingen und der Kunst- und Schwingertag in Amriswil sind die sportlichen Höhepunkte. An der Fahnenweihe des Radfahrerclub Happerswil beteiligt man sich turnerisch am Programm. „Die Ortskommission wird wegen einen jährliche Subvention angegangen und Lehrer Labhart erhält für die Einübung der Lieder mit dem Doppelquartett Fr. 20.–„.

Drei Abendunterhaltungen

Emil Fey wird zum Ehrenmitglied ernannt und Alfred Gimmi übernimmt den Kassier. 18 Aktiv- und 66 Passivmitglieder gehören dem Verein an. Das Rangturnen gewinnt wieder Fritz Straub und am Kant. Turnfest in Sirnach wird in der 4. Kat. der 8. Rang erreicht. Drei Abendunterhaltungen im Januar vervollständigen die Aktivitäten dieses Jahres.

„Kauf eines einfachen Stellrecks. Der Betrag von Fr. 280.– wird ausgeliehen bei Käser Fehr, Friedensrichter Klarer und Fritz Keller. Rückzahlbar in drei Jahren. Frau Schwarz kündigt dem Verein des Lokal oder verlangt einen Mietzins von neu Fr. 50.–. Dies wegen Unfug einiger Mitglieder“.

Eidg. Turnfest in Genf

Emil Fey als Präsident und Adolf Häberli als Kassier treten zurück. Es werden gewählt Fritz Straub und Paul Bötschi. Ein Schwingertag mit 32 Schwingern in Andwil endet leider mit einem Defizit von Fr. 65.70. Das Eidg. Turnfest in Genf (mit Lorbeer), der Kreisturntag in Bürglen, der Einzel-turntag in Schönenberg und der Kant. Kunstturntag sind Höhepunkte. Der Verein beteiligt sich zum ersten Mal mit zwei Nummern an der Bundesfeier.

„Frau Schwarz stellt das Turnlokal wieder zu den alten Bedingungen (Fr. 20.–) zur Verfügung“.

Schulden zurückbezahlt

Alfred Gimmi löst Jakob Bär als Aktuar ab und Hans Bär wird neuer Kassier anstelle von Paul Bötschi. Über das Vermögen sind keine An-gaben vorhanden, jedoch wurde im vergangenen Jahr ein Vorschlag von Fr. 575.75 erwirtschaftet.

Kreisturntag Romanshorn, Kant. Schwingertag in Weinfelden, Turnfahrt nach Affeltrangen sowie vier Abendunterhaltungen sind im Jahresprogramm ent-halten.

„Die Schulden für das Reck werden bereits in diesem Jahr zurückbezahlt“.

Ein ruhiges Jahr in allen Belangen

Ein ruhiges Jahr in allen Belangen. Keine Rücktritte und nur das Kant. Turnfest in Amriswil, wo in der letzten Stärkeklasse Rang 6 erturnt wird. Dazu drei Abendunterhaltungen mit dem Trauerspiel in 5 Akten „Bis zum Tode getreu“.

Schlechter Kassabestand

Bestand: 17 Aktiv- und 63 Passivmitglieder. Alfred Gimmi löst Fritz Straub als Oberturner ab und für den zurücktretenden Kassier Hans Bär wird kein Nachfolger gefunden.

Wegen schlechtem Kassabestand (Fr. 307.60) und kleinem Aktivbestand keine Teilnahme am Eidg. Turnfest in Luzern. Am Kreisturntag in Berg und der Turnfahrt nach Amriswil, verbunden mit einem Gruppenwettkampf im Stafettenlauf, wird teilgenommen. Familienabend mit Kindervorstellung.

Kreisturntag in Schönenberg-Kradolf

Am Kreisturntag in Schönenberg-Kradolf werden Marsch- und Feiübungen, sowie Pferd breit geturnt, dazu starten einige Einzelturner.

An drei Abendunterhaltungen und einer Kindervorstellung wird neben dem Turnprogramm, „Rosa von Tannenberg“ (5 Akte) und der Einakter „D’Frau hät Wösch“ gespielt. Der Saal ist immer zum Bersten voll.

Die Lustspiele

Das vergangene Jahr schliesst mit einem Vorschlag von Fr. 12.15 ab, Vermögen 459.35. Neuer Aktuar wird Karl Kobi, anstelle von Alfred Gimmi. Das Kant. Turnfest in Kreuzlingen wird mit 12 Turnern bestritten und bringt den 9. Rang. Auch einige Einzelturner sind erfolgreich. Die Turnfahrt führt auf den Ottenberg. Am Familienabend werden 2 Lustspiele aufgeführt, „Dä Tischliklopfer“ und „Dem über dem“.

50 Jahre Turnverein Heimenhofen

Am Kreisturntag in Neukirch-Egnach nimmt man mit 12 Turnern und auch im Einzelturnen teil. Eine Abendunterhaltung steht auch auf dem Programm.

Am 21. März feiert man das Jubiläum „ 50 Jahre Turnverein Heimenhofen“. Der Männerchor umrahmt die Jubiläumsfeier mit Liedern und Ehrenmitglied Heinrich Metzger verliest die von ihm verfasste Jubiläumsschrift. Die „alten Turner“ sind nachher bei Herr Kunz, der Gründungsstätte des Vereins eingeladen. Der Tag klingt am Abend bei Gesang und Tanz für alle Turner und Turnfreunde aus.

Turnfahrt zu Fuss nach der Blidegg

Bestand 16 Aktiv- und 53 Passivmitglieder. Als neuer Präsident wählen die Turner Alfred Gimmi. Den Vorgänger Fritz Straub ernennt man zum Ehrenmitglied.

Vom Eidg. Turnfest im Aarau bringt man den Kranz 1. Klasse mit 140.25 Punkten nach Hause. Für dieses Turnfest spendet die Munizipalgemeinde Fr. 200.–. Die Turnfahrt führt zu Fuss nach der Blidegg. Zwei Abendunter-haltungen mit dem Drama in 4 Akten „Kerker und Freiheit“ erbringen einen Reingewinn von Fr. 78.–.

Kreisturntag in Uttwil

In diesem Jahr steht nur der Kreisturntag in Uttwil, mit Marsch- und Freiübungen, sowie dem Stafettenlauf und das Rangturnen, Sieger Alfred Gimmi, in turnerischer Hinsicht auf dem Jahresprogramm. Die Turnfahrt per Velo nach Urnäsch, führt nachher zu Fuss auf die Alp von Fritz Scheiben, oberhalb des Rossfall. Zwei Lustspiele an der Abendunterhaltung werden unter Mitwirkung des Männer- und des Kirchenchors aufgeführt.

 

Tanz und Jass

Kassier Hans Keller wird durch Franz Frommenweiler abgelöst. Der Kassabestand beträgt Fr. 708.73. Am Kant. Turnfest in Bischofszell erreicht man in der 4. Kat. den 15. Rang.

6. Rang über 4 x 100 m und 8. Rang in der Olympia-Stafette sind die Ausbeute am Kant. Spieltag in Frauenfeld. Stelzenhof ist Ziel der Turnfahrt. Nach Tanz und Jass kehrt man über Klarsreuti nach Heimenhofen zurück.

Es wird eine Kokosmatte angeschafft

Franz Frommenweiler tritt nach nur einem Jahr als Kassier zurück, es wird Walter Zingg gewählt. Am Kreisturntag in Sulgen startet die Sektion im Lauf und in den Freiübungen. Dazu sind vier Einzelturner im Einsatz. Turnfahrt per Velo nach Brülisau und nachher zu Fuss auf den hohen Kasten. Abendunterhaltung und Bundesfeier, zusammen mit Männer- und Kirchenchor, gehören auch in diesem Jahr zum Programm.

Es wird eine Kokosmatte angeschafft.

Ziel der Turnfahrt ist Landschlacht

16 Aktiv- und 58 Passivmitglieder gehören den Verein an. Am Eidg. Turnfest in Winterthur reichen die 141.3 Punkte für den Lorbeer 1. Klasse in der 8. Stärkeklasse. Ziel der Turnfahrt ist Landschlacht, natürlich zu Fuss. An der Abendunterhaltung wir anstelle eines Theaters ein Film vom Eidg. Turnfest 1932 in Aarau gezeigt.

Es finden Gespräche mit der Schulvorsteherschaft bezüglich Gründung einer Knabenriege statt. Ein Fahnenfonds mit einen Einlage von Fr. 50.– wird gegründet.

Turnlokal: Mit E. Schwarz wird ein Mietvertrag für die Dauer von 5 Jahren abgeschlossen. Pro Jahr Fr. 70. –, inkl. Reparaturen, Reinigung und Beleuchtung.

 

Gründung Knabenriege

Karl Kobi tritt als Aktuar zurück, sein Nachfolger wird Karl Gimmi.

Da Karl Gimmi als Vertreter der Knabenriege gewählt wird, muss 1936 die Gründung erfolgt sein. In den Protokollbüchern ist aber nichts festgehalten. Im Herbst tritt Alfred Gimmi als Oberturner zurück und Karl Frommenwiler übernimmt dieses Amt. Die Kommission überarbeitet die Statuten. Nach eingehender Diskussion werden die neuen Statuten am 14. Mai angenommen und treten alsdann in Kraft.

Das Rangturnen, zusammen mit dem TV Erlen gewinnt Willy Meili. Unter dem Namen „Sauserbummel“ führt die Turnfahrt mit Trommelklang und Gesang auf den Stelzenhof.

Die Abendunterhaltung wird mit dem Theaterstück „Dr Afrikaner“ und wie üblich mit einem Turnprogramm durchgeführt.

 

Querelen um den Oberturner

Das Jahr ist geprägt durch Querelen um den Oberturner Karl Frommenwiler, um den es am kantonalen Turnfest in Weinfelden einen grossen Streit gibt. Genaues ist nicht bekannt, jedoch wird seinem Bruder Anton gleichentags der Austritt nahe gelegt. Darunter verblassen die turnerischen Leistungen dieses Jahres. Auf der andern Seite sind in diesem Jahr acht junge Turner in den Verein aufgenommen worden.

Die Turnfahrt soll in die Seegegend führen. Bei der Planung dieses Ausflugs macht der Oberturner noch den Vorschlag, „man könne ja an einem günstigen Ort noch etwas Weitsprung üben“.

Die Abendunterhaltung wird an vier Abenden zusammen mit dem Männerchor durchgeführt. Das Theater „Bergheimat“ wird in fünf Akten dargeboten. Der finanzielle Erfolg der 4 Aufführungen beträgt Fr. 31.–.

 

Mit dem Velo nach Speicher

Die Vereinsleitung wird mit Fritz Straub als Präsidenten und Fritz Scheiben als Oberturner neu bestellt. Auf dem turnerischen Programm steht der Kreisturntag in Amriswil, über dessen Erfolg nichts bekannt ist. Wir wissen jedoch, dass jeder Turner die Festkarte von Fr. 2.50 selbst bezahlen musste. Die Turnfahrt führte mit dem Velo nach Speicher und dann das letzte Stück zu Fuss auf den Gäbris. Der Kriegsbeginn beansprucht die Wehrmänner stark, viele Turner sind im Aktivdienst. Diesen Mitgliedern wird der Monatsbeitrag erlassen, Rekruten zahlen jedoch die Fr. 2.– wie alle andern auch.

Die Jahresversammlung an einem Sonntagnachmittag

Die Jahresversammlung findet an einem Sonntagnachmittag statt, um den Wehrmännern im Urlaub die Teilnahme zu ermöglichen. Diese sollen im Urlaub jeweils auch die Turnstunden besuchen.

Erstmals wird mit Berthold Schwarz ein Leiter für den VU (militärischer Vorunterricht) bestellt.

Turnfeste finden in diesem Jahr keine statt. Die Vereine Heimenhofen, Erlen und Oberaach führen aber zusammen ein Freundschaftsturnen durch. Auch die Turnfahrt wird mit andern Vereinen zusammengelegt. Turner von Heimenhofen, Erlen, Sulgen und Bürglen marschieren gemeinsam auf den Hummelberg, wo es einen Schüblig gibt.

Neuer Oberturner

Hans Gimmi übernimmt das Amt des Oberturners. Sieben neue Mitturner verstärken den Verein. Sie nehmen bereits am Kreisturntag in Bürglen teil. Im Herbst messen sie sich im Rangturnen, der in einem 8-Kampf durchgeführt wird. Für die Maximalnote müssen im Hochsprung 1.25m, im Weitsprung 4.50m und mit der 5-kg-Kugel 8.10m erreicht werden. Das unentschuldigte Fehlen wird mit Fr. 4.– gebüsst.

Es wird eine Stabhochsprungstange angeschafft!

Das Präsidentenamt geht an Hans Altwegg über. Am 25. Januar wird entschieden, dass am 7. und 14. Februar die Abendunterhaltungen durchgeführt werden. Die Vorbereitungszeit beträgt 14 Tage. Es wird ein Beduinentanz gezeigt. Die Länderkapelle kostet Fr. 60.–, wovon Emil Schwarz die Hälfte übernimmt. Der Eintrittspreis beträgt Fr. 1.50, ein Tombola-Los kostet 25 Rappen.

Der Kantonalturntag (während des Kriegs gab es keine Turnfeste) findet in Frauenfeld statt. 16 Mann führen Marsch- und Freiübungen vor. Der 10. Rang in der 3. Kategorie ist der mittelmässige Lohn der Anstrengung.

Es wird eine Stabhochsprungstange angeschafft!

von links: Ernst Schmutz, Hermann Gimmi, Max Nater, Hugo Opprecht, Fritz Straub, Fritz Kobel, Heini Künzler, Eugen Fontana. Hinten Mitte: Paul Bär, ganz rechts: Werner Bötschi

8 zusätzliche Turner treten in den Verein ein

Bereits am 2. und 9. Januar werden Abendunterhaltungen durchgeführt. Durchführungsort ist unser Vereinslokal, das Rest. Schöntal. Weil dem Anlass grosser Erfolg beschieden ist, wird am Samstag, 9. Januar entschieden, am Sonntag gleich nochmals eine Unterhaltung abzuhalten.

8 Turner treten in den Verein ein. An der Jahresversammlung am 20. März wird entschieden, eine Jugendriege zu gründen (Diese war 1936 schon aktiv geworden, aber scheinbar ohne offizielle Gründung). Hermann Gimmi wird zum Jugendriegenleiter gewählt. An die Versammlung wurden auch die Passivmitglieder eingeladen, sie haben auch volles Stimmrecht.

Im Juli wird der Kreisturntag in Sulgen besucht. Im August findet die Turnfahrt auf den Hohen Kasten statt. Der Aufstieg erfolgt in der Samstagnacht. Deshalb gibt es das Nachtessen erst um 01.00 Uhr. Bereits um 04.00 Uhr ist Tagwache, danach Frühturnen und Morgenessen. Der Abmarsch zur Stauberen erfolgt um 06.00 Uhr. Der Kassier absolviert den ganzen Marsch mit Steinen im Rucksack.

„Winterangelegenheit (=Abendunterhaltung): Die Männerriege soll angefragt werden. Die Männerriege, die nur ein Glied unseres Vereins bildet, hat sich in allen Teilen zu fügen, sofern sie gewillt sind, uns mitzuhelfen“

Freiwillige Gesangstunden

Jakob Niederer ist ohne Wortlaut fortgezogen. Er schuldet noch Bussen von Fr. 2.50, Monatsbeiträge Fr. 2.– und für die Statuten Fr. 0.50. Nach der Versammlung wird eine freiwillige Gesangstunde durchgeführt.

Die Turnfahrt wird am 3. Dezember auf den Ottenberg durchgeführt.

 

Turnfahrt mit vielen Überraschungen

1945 Der Präsidentenstuhl geht an Hans Gimmi über. In diesem Jahr werden zwei Abendunterhaltungen durchgeführt, eine an zwei Abenden im Februar, die andere an drei Abenden im Dezember. Im Februar werden sogar jeweils zwei Theaterstücke dargeboten. Der Männerchor und erstmals auch die Jugendriege sind ins Programm eingebunden.

Der Kreisturntag findet in Sommeri statt. „Der Pferdsprung ging gut, mit Ausnahme von Fritz Kobel, der seinen störrischen Gaul nicht bezwingen kann“.

Die Turnfahrt bringt viele Überraschungen. Am Samstagmittag ist Abfahrt. Ziel ist der Säntis. Die Bahn bringt die 18 Turner nach Urnäsch. Da kein Postauto mehr auf die Schwägalp fährt, muss für die Fahrt ein Taxi geheuert werden. Erst am Abend wird der Aufstieg in Angriff genommen. Ankunft auf dem Säntis ist erst gegen Mitternacht. Dort angekommen, stellt man fest, dass nur vier Betten zur Verfügung stehen. Alle andern schlafen auf dem Fussboden.

Eine neue Fahne

Auf Anregung von Heini Künzler werden die Ordnungsbussen und Verspätungsbussen abgeschafft“: Beschluss Jahresversammlung.

Der Verein hat nur noch 16 Aktivmitglieder. An das kantonale Turnfest in Amriswil gehen gar nur 8 Turner. Der Wettkampf der Nationalturner sowie der Festumzug finden am Montag statt.

Die Quartalsversammlung vom 9.8.1946 beschliesst, eine neue Fahne zu beschaffen. Es liegt eine Offerte der Firma Kurer aus Wil für Fr. 1'100 vor.

„Der Präsident stellt Fritz Kobel zur Rede, dass er seine Dummheiten nun endlich bleiben lassen soll, ansonst es uns lieber sei, wenn er den Verein fernbleibe", QV vom 7. Dez.

Fahnenweihe

Fahnenweihe 11. Mai 1947

An der Quartalsversammlung vom August 1946 hatte der Verein beschlossen, sich eine neue Fahne anzuschaffen. Die Fahne wird von der Firma Kurer, Wil in Damast gefertigt und kostet Fr. 1'100. Am 11. Mai 1947 findet die Fahnenweihe statt. Der Eintritt auf den Festplatz mit 1000 Plätzen unter freiem Himmel kostet Fr. 1.65. Als Patensektion amtet der TV Erlen. Zum Festumzug erscheinen neben den erwähnten Vereinen auch die Musikgesellschaft Sulgen und die Turnvereine Berg, Donzhausen, Eggethof, Oberhofen-Illighausen, Sulgen und Zihlschlacht.

Der Festredner Otto Brüschwiler erklärt den Anwesenden die Bedeutung und den Ursprung des Heimenhofer Wappens:

In Rot eine weisse Scheibe mit einem aufrechten schwarzen Löwen. Das Wappen ist rot-weiss, weil das die Farben Münsterlingens sind und Münsterlingen hatte bis 1798 durch alle Jahrhunderte hindurch das Niedergericht in Heimenhofen, das heisst, es war dort der unmittelbare Herr. Die Wappengestalt erinnert an die ältesten bekannten Zustände in Dorfe. Am 22. Januar 1288 verkaufte Ulrich von Altenklingen mit seinen beiden Söhnen dem Kloster Münsterlingen die Vogtei über den Hof Heimenhofen. An diesen ältesten bekannten Herrn Heimenhofen mahnt der aufrechte Löwe, der sich mit vertauschten Farben im Altenklinger Schilde findet. Am 28. Nov. 1292 erwarb Münsterlingen von Rudolf von Rheinegg der diesem gehörenden halben Hof Heimenhofen. Von Rudolf von Rheinegg hat das Wappen die Gesamtgestalt mit der weissen Scheibe in Rot, denn er führte einen stehenden roten Löwen auf seiner Scheibe in Schwarz“.

Eidg. Turnfest Bern 1947

stehend von links: Hans Leumann, Hans Schmutz, Willi Bär, Heini Künzler, Willi Schenk, Hans Gimmi, Ernst Haffa, Mitte: Eugen Fontana, sitzend: Werner Hagen, Alfred Kobel, Kurt Bär, Heinz Bär, Hans Burkard, Louis Häberli

Die Fahnenweihe bringt eine Verbesserung der finanziellen Situation. Die Sammlung für die Fahnen bringt Fr. 1'811.– und das Fest nochmals Fr. 805.- Reingewinn. An der Fahnenweihe wird ein Film gedreht.

Geturnt wird in diesem Jahr auch, schliesslich findet das Eidg. Turnfest in Bern statt. Der TV Heimenhofen turnt von Samstag bis Montag. Man wählt die Disziplinen Barren, Lauf und Reck. Die Bemühungen werden mit dem Lorbeer erster Klasse belohnt.

Nach den Anstrengungen der Festlichkeiten nimmt man als Turnfahrt den Thurberg zum Ziel. Allerdings wird der Fussmarsch manchmal unterbrochen, weshalb man nur bis Berg kommt und aus Zeitgründen dort umkehren muss.

Unstimmigkeiten im Verein

Dieses Jahr ist durch viele Unstimmigkeiten im Verein geprägt. Dem früher schon verwarnten Fritz Kobel wird per Abstimmung der Austritt nahe gelegt. Als Folge davon drohen drei weitere Turner mit dem sofortigen Austritt, wenn die Abstimmung nicht wiederholt werde.

Der Kreisturntag in Schönenberg bringt nur den 18. Rang. Erfolgreicher ist die Turnfahrt, die wieder auf den Säntis führt. Weil diesmal nicht über fehlende Betten berichtet wird, nehmen wir an, dass alle einen Schlafplatz gefunden haben.

 

Kantonales Turnfest in Arbon

Der Verein zählt nur noch 15 Aktivturner. Diese nehmen am kantonalen Turnfest in Arbon teil. Man bestreitet die Disziplinen Barren, Marsch- und Freiübungen, Klettern und die Stafette. Der 10. Rang ist der gute Lohn.

Das Ziel der Turnfahrt ist das Schloss Eugensberg ob Salenstein. Mit dem Velo geht es nach Neuwilen und dann weiter zu Fuss. Das Ziel ist aber zu weit gesetzt. Man muss vorher wieder umkehren „wegen dem zu vielen Einkehren“.

Frühlingsschwinget in Andwil

Heinz Bär übernimmt das Vereinspräsidium von Hans Gimmi. Im April findet ein Frühlingsschwinget in Andwil statt. Es wird ein grosser Erfolg, der viel Lob vom Verband und Fr. 444.­– Gewinn einbringt.

Im Juni nimmt man am Kreisturntag in Romanshorn teil. Resultate sind nicht bekannt. Die Turnfahrt per Velo aufs Hörnli nehmen 10 Turner unter den Sattel.

Neuer Barren

Es wird ein Barren für Fr. 402.– angeschafft, damit für das Eidg. Turnfest in Lausanne geübt werden kann. Man bestreitet die Disziplinen Reck, Freiübungen und Stafettenlauf und erreicht mit 143.52 eine gute Punktzahl. Das Rangturnen gewinnt Hugo Egloff. Turnfahrt der Männerriege auf den Hohen Kasten, Sept. 1951: Der Fotograf, ein Wanderer aus Schaffhausen schrieb: „Euer Kamerad, dessen Schnauz zweimal mal so schön ist wie Stalins, glänzt mit seiner akrobatischen Nummer“

Beginn Projekt Turnhallenbau

von links: Unten: Max Knöpfli, Willi Schenk, Hans Leumann, Heinz Bär, Hans Gimmi, Kurt Bär, Eugen Fontana, Fritz Furrer.

stehend vorne: René Müller, Max Rutishauser, Walter Blaser, Walter Bär, Willi Hölzli, Werner Eggmann, Walter Egli, Hugo Egloff, Otto Krapf.

hinten: Christian Elmer, Ernst Haffa, Hans Burkard, Alfred Künzler, Emil Schwarz, Max Bär, Hanruedi Krapf.

 

Die Mitgliederzahl erhöht sich wieder auf 21. Am Kreisturntag in Erlen erreicht man mit 143.75 Punkten den hervorragenden 2. Rang. Ansonsten ist das Hauptereignis des Jahres der Beginn des Projekts Turnhallenbau.

Sitzung der Schulvorsteherschaft vom 7. April 1952:

Zitat aus dem Protokoll: „Eingabe des Turnvereins, die Schulvorsteherschaft möge sich durch die Schulgemeinde Kompetenz erteilen lassen, die nötigen Schritte und Vorarbeiten einzuleiten zur Abklärung von Platz, Kostenfrage und Finanzierung für einen Turnhallenbau“.

Die Schulgemeindeversammlung vom 18. April 1952 erteilte mit 68 von 86 möglichen Stimmen der Vorsteherschaft dann den Auftrag, dieses Vorhaben vorzubereiten.

Vereinsfoto 1952

 

Fünf Neueintritte

Der frühere Oberturner Eugen Fontana wird an der Jahresversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Fünf Neueintritte erhöhen den Mitgliederbestand auf 24. In diesem Jahr findet ein kantonales Turnfest in Frauenfeld statt. Resultate sind leider keine bekannt.

An einer Versammlung vom 29.8.1953 schlägt Gottlieb Messerli vor, eine Damenriege zu gründen.

Die Abendunterhaltung im Herbst bringt einen Gewinn von Fr. 259 in die Kasse.

Neubau der Turnhalle

Der Neubau der Turnhalle und deren Einweihung am 29.8.1954 prägen das Vereinsjahr.

Die neue Halle soll allerdings noch geschont werden, deshalb ist das Fussballspielen streng verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Fr. 2.00 gebüsst.

Bussen von sogar Fr. 4.00 gibt es für das Fernbleiben von der Turnfahrt. Einige Entschuldigungen sind gar zu faul und werden deshalb nicht akzeptiert. Müller René will aber diese Busse partout nicht zahlen, weshalb es zu einem grossen Palaver kommt, bei welchem die Angeschuldigten erst spät einwilligen.

In der gleichen Versammlung wagt es Max Rutishauser, die Laufschule einen kompletten Blödsinn zu nennen, was beim Oberturner natürlich auf wenig Verständnis stösst. Nur intensive Gespräche bringen die Aufmüpfigen Turner zur Einsicht.

Geturnt wird in diesem Jahr aber auch. Es findet ein Kreisturntag in Sulgen statt, an welchem Laufübungen statt der bekannten Marschübungen gezeigt werden. Daneben werden Barren und die Stafette bestritten. Über den resultierenden 10. und letzten Rang ist Oberturner Hans Gimmi nicht sehr begeistert.

Einige Damen haben mit einem Turnprogramm begonnen. Sie werden vorübergehend von Werner Eggmann geleitet.

Damenriege wird offiziell gegründet

Präsident Heinz Bär tritt zurück und wird von Hans Gimmi ersetzt, der neben dem Oberturner nun auch den Verein präsidiert. Er erhält mit Werner Eggmann und Hansruedi Krapf aber zwei Vorturner zu Unterstützung für den Turnbetrieb. Heinz Bär wird zum Freimitglied ernannt.

Am 26.3.1955 wird die Damenriege offiziell gegründet. Es müssen deshalb zwei Medizinbälle angeschafft werden.

Der Höhepunkt des Jahres bildet das eidg. Turnfest in Zürich. Es werden die Disziplinen Barren, Reck, Marsch- und Laufübungen und die Stafette bestritten. Die Resultate bleiben nicht in Erinnerung, dass die Wettkampfplätze bis einen Meter unter Wasser standen, bleibt aber unvergessen.

75-jähriges Bestehen

Turbulenzen an der Jahresversammlung: Der Aktuar Kurt Bär wird erst im zweiten Wahlgang wieder gewählt. Allgemein ist ein Zwiespalt im Verein mit „schändlichen Bemerkungen“ entstanden, welcher dann im Folgejahr Auswirkungen haben werden.

Sechs junge Turner können aufgenommen werden, womit der Bestand auf 30 Turner steigt. Das Reinvermögen ist mit Fr. 4'659 auch sehr solide.

Am Kreisturnfest in Bürglen werden erstmals Laufübungen als obligatorisch erklärt.

Die Turnfahrt führt per Velo nach Schönholzerswilen und dann zu Fuss bis auf den Nollen. Dass eine zahlreiche Turnerschar daran teilnimmt, hat die Ursache einer Schelte an der letzten Versammlung. Der Präsident musste wieder einmal darauf hinweisen, dass Turnfahrten halt obligatorisch seien und dass junge Turner von der Kameradschaft, die so gepflegt werde, nur profitieren können. Man kenne ja so viele Lieder und Kanone, dass es eine Freude sei.

Der Verein feiert am 7. Oktober sein 75-jähriges Bestehen. In der Turnhalle wird am Sonntagnachmittag mit dem Programm begonnen. Neben dem Turnverein zeigen auch die Damen-, Jugend- und Männerriege ihre turnerischen Darbietungen zu besten. Die Damen schwingen die Keulen und bringen einen Walzerreigen. Die Männeriege versetzt sich in frühere Zeiten und zeigt Turnen von anno dazumal, was die Zuschauer ganz verzückt. Der Höhepunkt bildet der Jubiläumsakt und die Festrede von Otto Brüschweiler. Anschliessend spielt dann die Kapelle Harry aus Frauenfeld in den Abend hinein. Unterbrochen wird sie durch Zauberkünste von Rico Peter.

 

Grosses Sesselrücken im Vorstand

An der Jahresversammlung im Februar kommt es zum grossen Sesselrücken im Vorstand. Hans Gimmi, Präsident, Kurt Bär, Aktuar, Gottlieb Messerli, Jugi-Leiter und Hugo Egloff, Beisitzer, werden durch Max Bär, Präsident und Jugi-Leiter, Bruno Züllig, Aktuar, und Werner Eggmann, Beisitzer, ersetzt. Hans Gimmi bleibt aber als Oberturner erhalten und wird zum Ehrenmitglied ernannt, ebenso wie Otto Brüschwiler und ein Herr Meili (Traktoren-Meili).

In diesem Jahr können sechs neue Jungturner in den Verein aufgenommen werden, gegenüber nur drei Austritten.

Am Kantonalturnfest in Kreuzlingen wird die Stafette (mit zwei Stabfehlern), die Lauf- und Freiübungen und der Barren bestritten.

Die Turnfahrt führt zum Rotsteinpass. Weil die Turner eine Fahne des Sängerbunds Zumikon mitführen (Herkunft ist nicht dokumentiert), werden sie überall spontan zum Gesang aufgefordert. Den Wünsche wird gerne nachgekommen, die Erwartungen der Zuhörer aber nicht bis zum Schluss erfüllt.

Neben einer Abendunterhaltung wird dieses Jahr auch ein Schauturnen durchgeführt. Gastsektion ist der Turnverein Schinznach-Bad.

Da die Abendunterhaltungen jeweils gemeinsam mit dem Männerchor durchgeführt werden, entschliesst man sich, ein Klavier zum Preis von Fr. 850 anzuschaffen. Da der Männerchor über kein Vermögen verfügt, wird ihm ein Darlehen zu 3% Zins zur Verfügung gestellt.

An der Versammlung vom 28. Nov. schlägt Bruno Züllig vor, hin und wieder Korbball in die Turnstunden einzubauen!

 

Grosse Anlässe

Dieses Jahr wird durch einige grosse Anlässe geprägt, die durchgeführt werden. Nach den bekannten Abendunterhaltungen im Februar kommt es am Wochenende von 14. und 15. Juni zum Kreisturntag in Heimenhofen. Am Samstag wird eine Abendunterhaltung veranstaltet. Am Sonntag beginnt bei schönstem Wetter das Programm um 07.45 Uhr mit dem Feldgottesdienst. Der Turnbetrieb beginnt eine Stunde später. Die Sektionsarbeit findet am Vormittag statt. Zu Mittag gibt es zur allgemeinen Freude eine Riesenbratwurst. Am Nachmittag folgen dann das Schauturnen und die Arbeit der Nationalturner. Erstmals wird auch ein Propaganda-Korbballspiel gezeigt.

Nach dem Turnen spielt dann nochmals das Orchester Amorada zum Tanz.

Am Montag muss der ganze Festplatz geräumt werden, was scheinbar zu einer sehr fröhlichen Veranstaltung führt, die einigen unvergessen bleibt. Der Anlass bringt einen Reingewinn von Fr. 825.–.

Am 7. September organisiert der Verein bereits wieder einen Anlass: Den Herbstschwinget. Drei Sägemehlringe werden auf dem Schulhausplatz eingerichtet, einer davon ist für die Jungschwinger reserviert. Der Schwingbetrieb zieht sich über den ganzen Tag. 15% der Schwinger erhalten ein Diplom. Dem Sieger des Schönschwingerpreises wird ein Schaf übergeben. Das schöne Wetter trägt auch zum Gelingen dieses Festes bei.

 

Eidg. Turnfest in Basel

Hans Leumann aus Eckartshausen wird von Hans Leumann aus Andwil als Kassier abgelöst. An der Jahresversammlung wird die Anschaffung von zwei Korbballständern beschlossen.

Der Höhepunkt des Jahres bildet das eidg. Turnfest in Basel. Es werden die Disziplinen Barren/Reck (48.25 Punkte), Pendelstafette mit fliegendem Start (47.30) und Laufschule/Freiübungen (48.35) gezeigt. Das führt zu einem sehr guten Gesamtresultat von 143.90 Punkten.

Die Turnfahrt auf die Hochalp bildet wieder einmal Zündstoff für den Verein. Sieben Turner entfernen sich ohne Erlaubnis von der Riege, was zu einer Busse von je Fr. 2 und zur Rücktrittsdrohung des Präsidenten führt.

 

Neue Turnplatzbeleuchtung

In diesem Jahr wird die Turnplatzbeleuchtung realisiert. Dies unterstützt scheinbar die Korbballspieler im Verein. Es wird ein Ball angeschafft! Die Korbballständer hat man ja schon. Der erste Ernstkampf im Korbball am kantonalen Spieltag in Kreulingen wird dann allerdings zur Ernüchterung. In der Kategorie B hätte man den Tagessieg errungen, wenn nicht ein Resultat falsch aufgeschrieben worden wäre. So bleibt lediglich der 4. Rang.

Am Kreisturntag in Zihlschlacht werden die Disziplinen Reck, Hochsprung, Laufschule/Freiübungen und Stafette absolviert. Resultate sind nicht bekannt. Hingegen belastet die Turnfahrt den Vereinssegen erneut: Zur Wanderung zur Ruine Ramschwag erscheinen nur elf Turner.

Turnfahrt zum Mercedes-Werk

Wieder findet im Frühling eine Abendunterhaltung an zwei Abenden statt. Neben dem Turnprogramm und den Gesangseinlagen des Männerchors wird wie gewohnt ein Theaterstück in drei Akten gezeigt.

An der Jahresversammlung kann der Oberturner Hans Gimmi für 20 Jahre als Oberturner geehrt werden. Statt eines Turnfests wird eine Kreisturnfahrt durchgeführt. Von verschiedenen Orten starten Vereine in einem Sternmarsch zu einem geheim gehaltenen Festplatz. Ein Ausgangspunkt ist Andwil. Mehrere Vereine marschieren gemeinsam. Als Festplatz stellt sich Kesswil heraus. Am Nachmittag gibt es einen polysportiven Parcours zu absolvieren. Sechs Turner bilden eine Gruppe. In einer Stafette müssen 600 Meter laufen, Hindernislauf, 400 Meter rudern, 100 Meter schwimmen, Hindernislauf mit Tauchen und noch ein 200 Meter-Lauf bestritten werden. Die Heimenhofer Mannschaft kommt beim Rudern vom Kurs ab und verheddert sich mit den Matrosen aus Donzhausen. An ein Glanzresultat ist danach nicht mehr zu denken. An diesem Anlass haben aber scheinbar alle Turner grosse Freude.

In diesem Jahr ist die Turnfahrt Anlass zur Freude. Es gibt eine zweitägige Fahrt nach Stuttgart. Mit dem Zug ab Konstanz geht es nach Stuttgart. Dort bringt ein Bus die Turnerschar zum Mercedes-Werk. Man besichtigt zuerst das Museum, dann die Entwicklungsabteilung und die Fabrikation. Auf dem Weg zum Hotel wird noch der Fernsehturm bestiegen. Der 211 Meter hohe Turm erlaubt eine Sicht bis in die Schweiz hinein.

Nach dem Nachtessen wird das Stadtzentrum zu Fuss begangen. Einige Unentwegte suchen dann zu später Stunde noch ein Nachtlokal auf. Leider hat der Präsident keine Krawatte. Der Eintritt wird deshalb verweigert. Die Turner lassen sich aber nicht unterkriegen. Bei einem Foto-Automaten findet man einen Vorhang, der sich sofort in eine Krawatte umarbeiten lässt. Diese wird auch von den Türstehern als solche anerkannt und der Eintritt erlaubt.

Auf der Heimreise erfolgt ein Halt in Ulm, wo der Dom bestiegen wird. Dann führt die Reise weiter nach Friedrichshafen und per Fähre über den See.

 

Viele Neueintritte

sitzend von links: Ernst Haffa, Werner Eggmann, Hans Leumann, Hans Gimmi, Hans Messerli, René Müller, Kurt Schwarz, Bruno Züllig, stehend vordere Reihe: Hansueli Gimmi, Adolf Häberli, Walter Krapf, Werner Rutishauser, Niklaus Wüthrich, Hansruedi Niederer, Hans Schefer, Heinz Füllemann, Willi Rutishauser, Karl Gimmi, hinten: René Schürer, Willi Keller, Roland Müller, Ernst Tobler, - , Hans Wüthrich

 

Der Präsidentenstuhl wechselt von Max Bär zu René Müller. Dieses Jahr können neun Neueintritte registriert werden. Nur zwei Turner treten aus dem Verein aus. Neben der regelmässig stattfindenden Abendunterhaltung im Februar lädt der Turnverein im August zu einem Wiesenfest in Heimenhofen.

Der turnerische Höhepunkt des Jahres ist das kantonale Turnfest in Frauenfeld. Dort gewinnt Heimenhofen in der 6. Stärkeklasse. Die Einzelresultate: Barren 48.43, Hochsprung 48.70, Stafette 49.10, Körperschule 48.20, total 145.86. Nach der grossen Leistung sind die Kräfte geschwunden: „Der Gottesdienst wird wie üblich vollzählig verschlafen“.

Weniger erfreulich sind zwei Meldungen. Die Damenriege stellt den Betrieb wegen Personalnot ein und die Turnfahrt zum Stelzenhof bezeichnet der Aktuar als schäbig.

Wieder ein Eidg. Turnfest in Luzern

Im Februar 1963 macht die Damenriege an der Abendunterhaltung dann aber schon wieder mit. Dank der vielen Eintritte im Vorjahr ist der Mitgliederbestand der Aktiven auf 31 geschnellt. Gerade recht für das Eidg. Turnfest in Luzern. Es werden wieder die gleichen Disziplinen absolviert. Die hohen Punktzahlen von Frauenfeld können aber nicht wiederholt werden. Der Barren fällt mit 48.75 Punkten sehr gut aus. Die andern Disziplinen, Hochsprung 47.50, Lauf- und Freiübungen 47.95, Laufstafette 47.50 könnten besser sein. Die Gesamtnote ist mit 144.07 aber insgesamt zufrieden stellend.

Die Turnfahrt führt diesmal auf den Gäbris. Der Zug bringt die Turner nach Speicher, von dort geht man zu Fuss. Auf dem Heimweg wird der Zug in Teufen bestiegen.

Einschneidender Entscheid

Ein einschneidender Entscheid an der Jahresversammlung vom 8. Februar: Hans Gimmi gibt seinen Oberturnerstab nach 23 Jahren an Hans Messerli weiter. Hans Gimmi bleibt als Beisitzer aber im Vorstand. Kurt Schwarz übernimmt den Aktuar von Bruno Züllig.

Auch dieses Jahr veranstaltet der Verein neben der Abendunterhaltung wieder ein Wiesenfest, diesmal sogar an zwei Tagen, was den grossen Erfolg aufzeigt. Neben den turnerischen Darbietungen kommt auch der Männerchor zum Einsatz. Kegeln, Bogenschiessen und Flaschenangeln komplettieren das Angebot der Aktivitäten.

Am Kreisturntag in Horn kann Karl Gimmi als Sieger beim Vorunterricht seinen ersten grossen Erfolg feiern. Im gemischten Wettkampf erreicht die Sektion den guten 2. Rang.

Legendär ist die Turnfahrt, gar nicht schäbig diesmal. Es geht auf den Speer. Das Postauto bringt die Turnerschar nach Amden, von dort gibt es nur noch Fusswege. Natürlich setzt dann starker Regen ein. Auf dem Speer wartet das schützende Dach. Nachdem die Turner in trockene Kleider geschlüpft sind, wartet das Nachtessen. Dann wird noch etwas Bier getrunken (nach 100 Flaschen wird nicht mehr gezählt) und die Gäste mit Liedern „verwöhnt“. Die Gläser werden schon mal mit dem Schuhen verwechselt und der Tisch mit dem Bett.

Am Morgen trübt dann zusätzlich der Nebel die Sicht, weshalb der Wirt die Turnerschar noch bis ins Tal begleiten muss. Von Nesslau fährt dann der Zug die Turnerschar in die Heimat zurück.

Hohes Vereinsvermögen

Nach den obligaten Abendunterhaltungen im Februar steigt das Vereinsvermögen auf beachtliche Fr. 4'791.

Die Turnfahrt findet diesmal im Frühling statt. Das Ziel heisst Hagenwil. Beide Wege werden zu Fuss zurückgelegt. Die Turner müssen auch diesmal dem Regen trotzen, manchmal finden sie allerdings Schutz in einem Trinkhaus.

Dieses Jahr findet das kantonale Turnfest in Amriswil statt. Wieder erringt der Verein einen Sieg, diesmal in der 5. Stärkeklasse. Die gute Gesamtnote von 145.27 setzt sich zusammen aus: Barren 48.10, Hochsprung 48.90, Körperschule 48.57, Schnelllauf 48.20. Die Bestleistung erzielt Karl Gimmi mit 1.70m im Hochsprung.

Am Kreisspieltag in Romanshorn gewinnt Heimenhofen das Korbballturnier der Kategorie A.

Kreisturnfest in Oberaach

Das Jahr der Maul- und Klauenseuche. Die Abendunterhaltung, wie auch andere Anlässe, muss ersatzlos abgesagt werden. Das Wiesenfest im Juni kann dann aber wieder planmässig stattfinden, womit der finanzielle Ausfall einigermassen kompensiert werden kann.

Turnerisch ist es ein ruhiges Jahr. Es findet ein Kreisturnfest in Oberaach statt. Hans Messerli belegt im gemischten Wettkampf den hervorragenden 3. Rang. Er gewinnt dann auch das Rangturnen vor Karl Gimmi und Roland Müller. Beim kantonalen Spieltag werden die Fortschritte beim Korbball weiter sichtbar. Der 2. Rang in der Kategorie A hinter Dussnang ist ein sehr gutes Resultat.

Auf dem Sportplatz Andwil werden die Leichtathletik-Anlagen in Fronarbeit ausgebaut. An das „Schihaus“ in Wildhaus wird eine Spende von Fr. 250 beschlossen.

Turnerisches Glanzjahr

Wird zu einem turnerischen Glanzjahr.

Das Eidg. Turnfest in Bern steht an. Man hat viel trainiert. Die Resultate der Turnfeste der letzten Jahre lassen grosse Hoffnungen entstehen. Tatsächlich beginnt der Wettkampf mit dem Barren mit guten 48.93 Punkten. Es sei eine Freude gewesen, den Heimenhofern zuzuschauen, heisst es. Im Hochsprung erreicht man auch gute 48.75. Der Durchschnitt dieser beiden Disziplinen zählt als eine Note. Die nachfolgende Körperschule gelingt dann auch fehlerfrei und wird mit 49.10 belohnt. Abschliessend ist die 100m Pendelstafette auf dem Programm. Hier wird die Note 48.68 erreicht. Damit ergibt sich eine Totalpunktzahl von 146.62. Das ist ein Vereinsrekord.

Dies reicht in der Stärkeklasse 7 zum unglaublichen 3. Rang. Dass dies sowohl bereits in Bern als später auch beim Empfang in Heimenhofen gebührlich gefeiert werden musste, ist klar. Einige tragen einen „Ast“ nach Hause. Vor allem diejenigen, die auch den Montag noch brauchen, bevor das Fest vorbei ist.

Neben dem Eidg. Turnfest gibt es in diesem Jahr nicht so viele Aktivitäten. Natürlich wird wieder eine Abendunterhaltung durchgeführt. Die Turnfahrt führt wieder einmal auf den Nollen.

 

Neue Leichtathletikanlagen

In diesem Jahr treten wieder 6 junge Turner in den Verein ein. Für die vielen aktiven Turner braucht es auch eine gute Infrastruktur. In die neuen Leichtathletikanlagen ist im letzten Jahr Fr. 32'000 investiert worden, wovon allerdings die Schulgemeinde den grössten Teil trägt.

Gesellschaftliche Anlässe sind die Abendunterhaltung und das Wiesenfest. Die Turnfahrt wird die Turner auf den Speer führen. Einige ältere Turner haben da schon einschlägige Erfahrungen. Ob sie den Weg wieder finden werden? Der Weg ist auf jeden Fall länger als erwartet und die Tranksame geht bei Manchen schon auf halber Strecke aus. Dennoch nimmt keiner grossen Schaden davon.

Die kant. Einzelturntage in Amriswil bilden den turnerischen Höhepunkt. Dieser Wettkampftyp wird erstmals angeboten, weil die Eidg. Turnfeste jetzt nur noch alle 6 Jahre durchgeführt werden und dadurch mehr Zwischenjahre für die Kantone zur Verfügung stehen. 15 Turner nehmen am Wettkampf teil.

Korbballer der ersten Stunde

Die Korbballer der ersten Stunde sind:

stehend von links: Hans Messerli, Karl Gimmi, René Schürer, René Müller, Walter Krapf,

vorne: Kurt Schwarz, Max Thalmann und Willi Kreis.

 

Dank dem Umstand, dass im Vorjahr eine Abendunterhaltung und ein Wiesenfest durchgeführt wurden, ergibt die Jahresrechnung einen Vorschlag von Fr. 755. Das Vereinsvermögen steigt dadurch auf Fr. 4'543. Die finanzielle Lage erlaubt es, dem Oberturner neu eine Entschädigung von Fr. 100.– zuzusprechen. Die Jugileiter erhalten noch je Fr. 30.–.

In Neukirch-Egnach wird dieses Jahr ein Kreisturntag durchgeführt. Die Resultate sind nicht mehr auf dem Niveau von Bern 1967. Der Protokollführer findet vor allem erwähnenswert, dass aufgrund der grossen Hitze etwas mehr getrunken werden musste, was dazu führt, dass in der abschliessenden Pendelstafette nicht mehr alle in der gleiche Spur ankommen, in welcher sie gestartet sind.

In den letzten Jahren war der Korbballsport immer wichtiger genommen worden (was nicht allen gleich gut gefiel). Um sich einmal auf höchster Stufe zu messen, nimmt Heimenhofen erstmals am Eidg. Spieltag in Lausanne teil. Da kann man sich einmal gegen Erschwil messen, die zum engsten Favoritenkreis zählen. Und schon sind die ersten Illusionen nach einem 1:7 verflogen. Nachher werden die Gegner dann aber leichter. Erste Siege können sichergestellt werden und schlussendlich reicht es zum 16. Rang, was die Spieler am Ende doch zufrieden stellt.

Zwei Turnfeste in einem Jahr

In diesem Jahr werden 2 Turnfeste geplant. Zuerst findet das Kant. Turnfest in Arbon statt und dann eine Woche später absolviert man gleich noch das vorarlbergische Landesfest in Hohenems.

Am thurgauisch kantonalen Turnfest wird erstmals eine neue Bewertungstabelle eingesetzt. Es gilt jetzt 4 Teile zu absolvieren, die maximal je 30 Wertungspunkte geben. Für die Barrenübung gibt es 28.60 Punkte, Hochsprung und Kugelstossen zusammen 28.28. Für die Pendelstafette gibt es 28.30 und in der Körperschule 27.60. Das Total beträgt somit 112.89. Der 7. Rang in der 5. Stärkeklasse ist dann nicht so richtig zufrieden stellend.

In Hohenems geht es eine Woche später auch nicht besser. Der Einbau von vielen jungen Turnern ist noch nicht richtig verdaut. Hier gelten wieder die alten Punktewerte. In Österreich gibt es erfahrungsgemäss etwas höhere Noten. Die 146.14 Gesamtpunkte reichen aber nur zum 11. Rang.

Beim Einzelwettkampf der Leichtathleten erzielt dann Karl Gimmi den hervorragenden 5. Rang unter 142 Turnern.

Turnfahrt auf den Spitzmeilen im Glarnerland

Die Abendunterhaltung wird auch dieses Jahr wieder mit der Damenriege und dem Männerchor durchgeführt. Die Damenriege übernimmt die Verantwortung für die Kaffeestube im Keller. Neben den turnerischen Darbietungen kommt als Theaterstück ein Schwank in drei Akten zur Aufführung.

Dieses Jahr nimmt der Verein wieder an einem ausserkantonalen Turnfest teil. Es geht ins Toggenburg nach Wattwil. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wird die Körperschule zu Musik geturnt! Notenmässig zahlt sich das noch nicht aus, zu viele Unsicherheiten sind noch zu verzeichnen. Die Note beträgt 27.20. Besser geht es in der Kombination Kugelstossen/Barrenturnen (28.30), Lauf (28.56) und Hochsprung / Reck (28.16). Zusammen ergibt das eine Totalpunktzahl von 112.22. Das reicht zum 2. Rang bei der Gästekategorie. Erwähnenswert ist, dass die Turner im Hochsprung eine Durchschnittshöhe von 1.625m erzielen.

Besser fällt der kantonale Spieltag in Amriswil aus. Zum ersten Mal gewinnt Heimenhofen diesen Anlass in der Kategorie A, obwohl einige höher eingeschätzte Vereine daran teilnehmen.

Im Kreiswettkampf in Hauptwil, das in Form einer Wanderung um die Hauptwiler Weiher stattfindet, die von verschiedenen Postenarbeiten unterbrochen wird, erreicht Heimenhofen den hervorragenden 2. Rang, obwohl viele ganz junge Turner erstmals daran teilnehmen.

Elf Turner nehmen die Turnfahrt auf den Spitzmeilen im Glarnerland in Angriff. Diese Reise führt auf mehr als 2500 m über Meer.

Erste Fortschritte in der Körperschule mit Musik

Der Bestand an Aktivturnern steht bei 24 Turnern. Markus Stern übernimmt die Vereinsführung von René Müller. Die andern Vorstandmitglieder bleiben im Amt. Der Monatsbeitrag hat seit 1937 nur 50 Rappen betragen, er wird jetzt auf einen Franken erhöht. Das schafft die Mittel, um erstmals einen gemeinsamen Trainingsanzug anzuschaffen. Für das Eidg. Turnfest in Aarau will man gerüstet sein. An diesem Fest wird der 33. Rang in der 10. Stärkeklasse erreicht. Die Einzelnoten betragen 28.30 (Körperschule), 29.00 (Barren), 28.03 (Reck) und 28.18 (Pendelstafette). Das reicht zu 113.51 Punkten. Man sieht erste Fortschritte in der Körperschule mit Musik.

Im Korbball sind auch ständig Verbesserungen zu vermelden. Turniersiege sollen gefeiert werden. Ein Antrag, dass der Verein jeweils 2 Liter Weisswein zahlen soll, damit man den Pokal nicht trocken heimtragen muss, wird in der Versammlung angenommen.

Junge Turner

Leider zieht der Präsident Markus Stern aus unserer Region weg. Max Thalmann wird zu seinem Nachfolger gewählt. Im Laufe dieses Jahres treten sechs junge Turner in den Verein ein. Austritte gibt es nur drei.

Die Abendunterhaltung wird erstmals seit langer Zeit ohne den Männerchor durchgeführt. Die Interessen sind zu unterschiedlich. Man einigt sich, nun alternierend Unterhaltungen durchzuführen. Der Turnverein wird also nur noch jedes zweite Jahr diesen Anlass durchführen.

Der sportliche Höhepunkt bilden die kant. Einzelturntage in Münchwilen. Heimenhofen tritt mit vielen, vor allem jungen Turnern an. Die erfolgreichsten sind Roland Kreis, der den 5. Rang von 131 Wettkämpfern im Fünfkampf erreicht und Heinz Bär. Er wird in der Jugend A sogar vierter.

In der Leichathletik entwickeln sich einige jungen Turner unter der Führung von Karl Gimmi stark. Ueli Schelling wird Ostschweizer Meister über 3000 m in der Kategorie Jugend A und erfüllt damit die Limite für die Schweizer Meisterschaft, wo er den 13. Rang belegt.

Ein finanziell erfolgreiches Jahr

Weil die Abendunterhaltung ohne Männerchor durchgeführt wurde, war 1973 finanziell ein erfolgreiches Jahr. Es wird ein Vorschlag von mehr als Fr. 3'500 ausgewiesen.

Dieses Jahr hat sich der Turnverein eine grosse Aufgabe vorgenommen. Der Kreisturntag Oberthurgau wird am 16. Juni in Andwil durchgeführt. Erstmals turnen an diesem Anlass Frauen und Männer gemeinsam. Er wird deshalb ein grosser Anlass. Auf der Landi-Wiese wird ein improvisierter Turnplatz errichtet. Am Vorabend findet zuerst aber noch ein Unterhaltungsabend in der Obsthalle der Landi statt. Daran ist ein Herr Kliebenschädel als Bauchredner und Conferencier beteiligt. Dieser Anlass bildet vermutlich das Sprungbrett für seine unvergleichliche Karriere als Kliby.

Am Turnfest werden die Vereine vormittags auf einen Parcours rund um Andwil geschickt. Am Nachmittag finden dann bei herrlichem Sommerwetter die Wettkämpfe auf dem Turnplatz statt. Alles klappt hervorragend. Der Veranstalter wird sehr gelobt. Die Aufräumarbeiten nach dem Fest dauern dann am Montag noch an. Die gemeinsame Arbeit trägt zum guten Gemeinschaftssinn und zum Zusammenhalt im Verein bei.

Im Korbball erreicht man dieses Mal am kantonalen Spieltag den guten 2. Rang. Die Leichtathleten Karl Gimmi, Roland Kreis und Ueli Schelling erlaufen sich an der kant. Stafettenmeisterschaft über 3 x 1000m den guten dritten Rang.

Unser Vereinspräsident Max Thalmann wird in diesem Jahr zum Präsidenten des Kreisturnverbands Oberthurgau gewählt.

 

Meilenstein in der Vereinsgeschichte

Der Kreisturntag war auch ein finanzieller Erfolg. Das Vereinsvermögen steigt per Ende 1974 auf über Fr. 11'000. Wiederum treten sechs junge Turner in den Verein ein. Dadurch haben wir 32 Aktivturner.

Das Kantonalturnfest wird diesmal in Sirnach durchgeführt. Der Vereinswettkampf wird sehr erfolgreich absolviert. Es gelingt, den. 4 Rang in der 6. Stärkeklasse zu erringen. Die Werfer und 400m-Läufer erzielen zusammen die Note von 28.72, im Lauf gibt es sogar 29.47 und im Barren-Doppelprogramm gute 28.65. Das ergibt ein Total von 115.49.

Im Einzelwettkampf erzielen Jörg Schmutz in der Jugend A den 4. Rang. Ueli Schelling schliesst den Zehnkampf der Junioren im 5. Rang ab. Karl Gimmi wird bei den Aktiven Zehnter.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte wird an den Aufstiegsspielen des Korbballs am 28. Sept. 1975 in Weinfelden gesetzt. Die Heimenhofer Spieler überraschen in diesem Turnier sogar sich selbst und beenden den Wettkampf im 2. Rang. Dadurch steigen sie direkt in die Nationalliga A auf. Der grosse Erfolg wird dann auch gebührend gefeiert. Der Wirt des Löwen Andwil und die anwesenden Gäste werden den Tag ebenso wenig vergessen wie die Spieler selbst.

Die Turnfahrt führt dieses Jahr wieder einmal ins Ausland. Mit einem Car fährt man via Stilfserjoch in Südtirol. Die Übernachtung findet in Meran statt, wo - welch Zufall - gerade ein grosses Schützenfest stattfindet, das natürlich besucht werden muss. Die Nacht wird deshalb gewohnt kurz. Trotzdem geht die Reise frühmorgens weiter. Zuerst fährt man zum Kalternsee und dann geht es via Brennerpass und Arlberg wieder Richtung Schweiz.

 

Ernüchterung ist eingekehrt

Unser Oberturner, Hans Messerli, tritt von seinem Amt zurück, um gleichzeitig dasjenige des Spielertrainers im Korbball zu übernehmen. Willi Kreis wird zum neuen Oberturner gewählt.

Der Aufstieg der Korbballer in die Nationalliga A erzeugt eine grosse Euphorie. Allerdings muss der teure Spielbetrieb mit den vielen Reisen in der ganzen Schweiz irgendwie finanziert werden. Eine gross angelegte Spendenkampagne spült Fr. 5’000 in die Kasse. Die Unterstützung ist in der ganzen Region spürbar. Es wird dafür eine eigene Korbballkasse eröffnet, damit die finanziellen Belastungen des Korbballs den Turnbetrieb nicht belasten.

Die erste nationale Korbballsaison ist dann nicht von gleichem Erfolg beseelt. Man wird wieder in den Senkel gestellt. Während Altnau souverän Schweizer Meister wird, muss Heimenhofen als 10. und Letzter in die Nationalliga B absteigen. Ernüchterung ist eingekehrt.

Die Turner absolvieren in Eggethof einen Kreiswettkampf. Trotz überlegenem Disziplinensieg im abschliessenden Lauf reicht es dabei nur zum 7. Rang. Unverdrossen wird aber auch dieser Rang gebührend gefeiert. Der Kreispräsident wird diesen Tag auch nicht so schnell vergessen, kommt er vor lauter Applaus doch kaum zum Verlesen der Rangliste.

Zum Abschluss der Saison findet dann wieder eine Turnfahrt statt. Sie führt diesmal für zwei Tage auf den Pizol.

Gemeinsames Ski-Weekend mit der Damenriege

Hansjörg Huber wird an der Jahresversammlung anstelle von Roland Müller zum Vize-Oberturner gewählt. Im Februar wird erstmals ein gemeinsames Ski-Weekend mit der Damenriege angeboten. Die Abendunterhaltung im März ist ein grosser Erfolg. Nach Abzug des Damenriegen-Anteils von 25% bleibt noch ein Reinerlös von Fr. 6'800. Weniger erfolgreich ist das Hallenfest, das in der Obsthalle der Landi am Vorabend der kantonalen Veteranentagung durchgeführt wird. Die Gäste bleiben weitgehend aus, da man kein turnerisches Programm angeboten hat, sondern einfach nur eine Tanzmusik. Trotz gelungener Veteranentagung am Sonntag bleibt ein Verlust von Fr. 853.– in der Kasse.

Im Juni findet ein Kreisturntag in Erlen statt. Die Vereinswettkämpfe werden nur disziplinenweise ausgewertet. Im Barren gewinnt Heimenhofen mit 28.51 Punkten. Die Körperschule fällt mit 27.06 aber schwach aus. Besser geht es dann in der Stafette wieder, wo ein 6. Rang erlaufen wird.

Im Korbball wird die erste Saison in der Nationalliga B dann wieder zu einem Lichtblick. Man hat den Abstieg gut verkraftet. Dank vermehrtem Trainingsaufwand kann die Spielstärke verbessert werden. Unerwartet schliesst man die Meisterschaft im 2. Rang ab und steigt somit nach einem Jahr der Absenz wieder in die Nationalliga A auf.

Die Versammlung genehmigt eine Revision der Vereinsstatuten

Der Vize-Oberturner Hansjörg Huber tritt auf die Jahresversammlung nach einem Amtsjahr wieder zurück. Seine Funktion wird im Moment nicht besetzt. Die Versammlung genehmigt eine Revision der Vereinsstatuten.

In diesem Jahr findet das Eidg. Turnfest in Genf statt. Wegen des weiten Wegs muss bereits am Freitag angereist werden, damit man am Samstag um 10.30 Uhr zur Körperschule bereit steht. Ausfälle wichtiger Leistungsträger trüben die Erwartungen. Die Körperschule gelingt recht gut, was die Note von 28.36 aber nicht auszudrücken vermag. Am Barren gibt es gar nur 28.14 und in Kugelstossen/Weitsprung 27.71. Die Pendelstafette gelingt dann mit 28.36 wieder etwas besser. Die Gesamtnote beträgt 112.57, was lediglich zu einem Mittelfeldplatz reicht. Am Sonntagabend trifft die Turnerschar dann beim Bahnhof Erlen ein, wo die andern Dorfvereine schon warten, um sie nach Andwil in die Turnhalle zu begleiten.

Im Korbball gelingt es der 1. Mannschaft mit dem 7. Schlussrang die Zugehörigkeit in der Nationalliga A zu wahren. Beim kantonalen Spieltag erringt die erste Mannschaft in der Kat. A den zweiten Rang. In der Kat. B gewinnt Heimenhofen II den Pokal.

Eine Turnfahrt wird nicht durchgeführt, zusammen mit der Damenriege findet aber ein Chlausabend statt.

 

Ski-Weekend auf der Lenzerheide

Max Thalmann tritt als Präsident zurück. An seine Stelle wird Roland Kreis gewählt. Gleichzeitig ersetzt Hans Widler Conrad Keller als Kassier. Der Jahresbeitrag muss von Fr. 12.– auf Fr. 25.– erhöht werden, weil der alte Beitrag nicht einmal mehr die Abgaben an den Kantonalverband decken. Mit Hans Gimmi und Jakob Bär sterben gleich zwei verdiente Ehrenmitglieder im gleichen Jahr.

Das Ski-Weekend findet auf der Lenzerheide statt. Schnee hat es auch an der Turnfahrt auf den Säntis, obwohl diese anfangs August stattfindet. Einige Bergsteiger frieren sich fast Ohren und Hände ab.

In Frauenfeld werden die kantonalen Einzelturntage durchgeführt. Im Mehrkampf der Leichtathleten erreicht Roland Kreis den hervorragenden 3. Rang unter 240 Startenden.

Die Korbballer wiederholen in der Nationalliga A ihren 7. Rang vom Vorjahr und etablieren sich allmählich in der höchsten Spielklasse. Einen kantonalen Titel gibt es bei der Hallenmeisterschaft vor der Mannschaft von Altnau.

 

Zu einer Einigung über Farben und Sujets braucht es zwei Sitzungen

Fünf Turner werden in den Verein aufgenommen, wogegen nur ein Austritt zu vermelden ist. Traurig muss die Meldung entgegengenommen werden, dass unser Vereinslokal, das Rest. Schöntal in Heimenhofen, in diesem Frühling definitiv geschlossen wird.

Da der Turnverein im nächsten Jahr 100jährig wird, beschliesst man, eine neue Vereinsfahne anzuschaffen. Zu einer Einigung über Farben und Sujets braucht es zwei Sitzungen. Die Kosten für die Fahne betragen Fr. 4'380.–.

Turnerischer Tiefpunkt des Jahres ist das Kreisturnfest in Bürglen. Im Wettkampf mit drei Wertungsteilen schaut nur der 7. Rang heraus. Besser ergeht es den Einzelturnern. Karl Gimmi gewinnt den Seniorenwettkampf und Roland Kreis wird Vierter bei den Aktiven.

Die Damenriege kann ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Die Turner führen an diesem Anlass die Festwirtschaft, damit die sich die Damen ganz dem Festprogramm widmen können.

Die Korbballer haben keine gute Saison, was Ueli Schelling aus Chicago veranlasst, in einem fingierten Artikel der Chicago Tribune seinen Unmut darüber auszudrücken. Der zehnte und letzte Rang führt direkt zurück in die Nationalliga B. Besser geht es am kantonalen Spieltag, wo die beiden Heimenhofer Mannschaften die Ränge 1 und 3 belegen.

Die Turnfahrt führt dieses Jahr ins Urnerland auf die Eggberge ob Altdorf.

Das Jahr des 100jährigen Jubiläums

Das Jahr des 100jährigen Jubiläums:

Das Vereinsjahr wird vom grossen Jubiläum geprägt. Schon früh im Jahr beginnen die Vorbereitungen für das Fest. Der neue Trainingsanzug ist eingetroffen (Kosten Fr. 74.80 pro Stück), dazu gibt es auch ein Jubiläums-Leibchen. Die neue Fahne steht auch schon bereit. Das Fest wird am 25. und 26. April durchgeführt, um Datumskollisionen mit andern sportlichen Ereignissen zu vermeiden. Max Thalmann stellt sich als OK-Präsident zur Verfügung. Am Samstag findet am Nachmittag eine Jubiläums-Stafette statt. 10 Mannschaften à 6 Läufer absolvieren unterschiedliche Laufstrecken rund um die Gemeinde Andwil. Der TV Märstetten geht als Sieger aus diesem Wettkampf hervor.

Am Abend folgt ein Unterhaltungsabend in der Landi-Obsthalle mit dem Conférencier Heino Orbini, der vom Fernsehen sehr bekannt ist. Seine Gags sind nicht schlecht. Er vermag aber dennoch niemanden davon überzeugen, seine Tonträger zu kaufen. Das schlägt auf seine Stimmung. Die Vereine bieten ein buntes Turnprogramm. Höhepunkt ist der Reigen der Männerturner im Stil vor hundert Jahren.

Am Sonntag folgt dann das eigentliche Jubiläumsfest. Es startet am Morgen mit einem Apero der Mitglieder und Gäste, gefolgt von einem Mittagessen. Anschliessend folgen der Festakt mit den Ehrungen und die Fahnenweihe. Als Patensektion fungiert der TV Donzhausen.

Die Spendenaktion zugunsten der neuen Fahne spült Fr. 10'705 in die Kasse, was den Anschaffungspreis ums Doppelte übertrifft.

Nach den Festaktivitäten bringt der Alltag wieder Sportanlässe. Am kantonalen Turnfest in Weinfelden wird trotz einer Totalnote vom 113.77 nur der 25. Rang in der 6. Stärkeklasse erreicht. Die Vorbereitung hatte unter dem Jubiläumsfest gelitten. Im Korbball verpassen die Heimenhofer den Wiederaufstieg nur um zwei Punkte, weil sie das letzte Spiel verlieren. Sie fallen auf den 6. Rang zurück. Im Kanton sind sie dann wieder erfolgreicher. Sie gewinnen wiederum den kantonalen Spieltag.

Gegen Ende des Jahres findet dann die Turnfahrt auf den Heinzenberg und der Heimenhofer Sporttag statt (Sieger Kurt Eggmann vor Roland Kreis).

Turnfahrt über den See

An der Jahresversammlung wird Roland Müller geehrt. Er gibt sein Mandat als Jugileiter nach 18 Jahren an seinen Neffen Thomas Müller weiter. Trotz grossem Fest im Vorjahr sind die Finanzen knapp, das Vereinsvermögen steht nur noch bei Fr. 773. Man muss sich etwas einfallen lassen. So entsteht die Idee, einen Silvesterball auszurichten, was sich in der Zukunft als Glücksgriff erweisen wird. Die dazu eingeladene Musikband „The Saxonys“ soll diesen Anlass für viele Jahre begleiten.

Am Oberthurgauer Kreiswettkampf in Sulgen findet eine sportliche Misere statt. Heimenhofen belegt den letzten Platz. Das soll hier nicht weiter kommentiert werden.

Die Korbballer spielen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr und belegen den 5. Rang der Nationalliga B. Allerdings gewinnen sie alle Turniere und Meisterschaften in der eigenen Region, kantonaler Spieltag, kant. Hallenmeisterschaft und Kreismeisterschaft eingeschlossen.

Diesmal geht es bei der Turnfahrt über den See. Bruno Füllemann navigiert die Turner mit seinem Boot nach Immenstaad, wo am Abend ein so unvergessliches Fest stattfindet, dass am andern Morgen die geplante Wanderung auf den nahe liegenden Berg nicht durchgeführt werden kann. Im Verlaufe des Tages finden alle Turner auf dem Zeltplatz wieder zueinander, um den Heimweg per Boot und Velo in Angriff zu nehmen. Am Abend wird im Restaurant Waage, Mattwil mit den Italienern der Fussballweltmeistertitel gefeiert. Es findet sich immer ein Grund zum Feiern.

Der Silvesterball wird erfolgreich durchgeführt

Der Silvesterball wird erfolgreich durchgeführt. Finanziell ist es aber noch nicht der grosse Geldsegen, weil viele Investitionen getätigt werden müssen. So wird im Geräteraum eine neue Bar installiert. Bereits im März findet wieder eine Abendunterhaltung an zwei Samstagen im März statt.

Am 12. Juni richtet der TV Heimenhofen den Kreisjugitag in Andwil aus. Zum ersten Mal werden Mädchen und Buben am gleichen Fest teilnehmen. Total 1400 Jugendliche finden sich zum Wettkampf ein. Es braucht eine organisatorische Meisterleistung, die Kinder durchs Programm zu führen. Es findet ein Plauschwettkampf für alle statt. Am Nachmittag werden Jägerball- und Korbball-Spiele durchgeführt. Letztlich sind alle Teilnehmer und Funktionäre zufrieden und glücklich. Der Vereinskassier zählt 4866 Franken Reingewinn.

Die Heimenhofer Turner müssen dann am St. Galler Kreisturnfest selbst wieder in die Hosen - in dieselben geht dann aber der Wettkampf. Bei jedem Wettkampfteil geht etwas schief. Bei der Körperschule hört man die Musik nicht recht, die Synchronität kommt nie zustande. Nur total 111.17 Punkte sind das Resultat der Anstrengungen. Der schlechteste Vereinswettkampf seit vielen Jahren.

Im Korbball belegen die Spieler diesmal den 4. Rang. Punktgleich mit dem Aufsteiger, fehlt diesmal nur ein einziger Korb zum Aufstieg. Zum vierten Mal in Folge gewinnt man den kantonalen Spieltag.

Im Herbst wird die Turnfahrt durchgeführt. Sie bringt unsere Turner ins Tessin zur Strada Alta. Im November organisiert Heimenhofen die kantonale Delegiertenversammlung in Andwil, wo sich rund 200 Vereinsvertreter aus dem ganzen Thurgau einfinden.

Eidg. Turnfest in Winterthur

Die vielen Aktivitäten des Vorjahrs haben einen Vorschlag von über Fr. 3'000 gebracht, womit die Finanzen wieder etwas komfortabler werden.

Dieses Jahr findet das Eidg. Turnfest in Winterthur statt. Die Turner hoffen, es gehe diesmal besser als in St. Gallen. Tatsächlich fallen die Resultate viel besser aus. Die Grossfeld-Gymnastik (Körperschule) gelingt hervorragend und bringt 29.04 Punkte. Auch der Barren mit 28.77 und die Leichtathletik-Disziplinen Weitwurf und 1000m mit 28.86 gelingen sehr gut. Einzig in der Pendelstafette, wo sich der Oberturner eine Zerrung holt und humpelnd zur Übergabe hopsen muss, liegt mit 28.10 unter den Erwartungen. Die Gesamtnote von 114.77 reicht zum 94. Rang unter 278 Vereinen unserer Stärkeklasse.

Im Korbballturnier des Turnfests erreichen wir einen Rang, der auch dem Kräfteverhältnis in der Meisterschaft entspricht. Leider reicht es nicht für den Einzug unter die ersten Acht. Am Ende wird es der 13. Rang.

In der Korbballmeisterschaft der Nat. B wird der 4. Rang erreicht. Auch dieses Jahr entscheidet das letzte Spiel gegen den Aufstieg von Heimenhofen. Wiederum gewinnt man dafür den kantonalen Spieltag.

Nach den sportlichen Anstrengungen der Saison findet die Turnfahrt statt. Sie führt uns diesmal auf die Fideriser Heuberge. Ende Jahr folgt dann bereits die vierte Folge des Silvesterballs, der zum fixen und erfolgreichen Anlass im Vereinskalender wird.

Abendunterhaltungen sehr gut besucht

Korbballmannschaft 1985:

kniend von links: Thomas Müller, Roland Kreis, Martin Kreis, Ruedi Lendenmann. Stehend: Ueli Schelling, Stefan Hanselmann, Markus Bär, Erich Ammann, Urs Messerli.

 

Kurt Eggmann übernimmt den Vize-Oberturner-Posten von Bruno Füllemann. Die Abendunterhaltungen werden im März durchgeführt. Sie kommen sehr gut an und werden gut besucht. Kein Wunder, dass fast Fr. 10'000 Reingewinn erzielt wird.

Für die Teilnahme an einem Turnfest will man wieder einmal in Ausland gehen. In Lustenau findet das vorarlbergische Landesturnfest statt, wo wir schon oft schöne Feste erlebt haben. Der Vereinswettkampf gelingt recht gut. Nur bei den 1000m-Läufern kommt es zu Diskussionen. Nachdem alle Läufer im Ziel sind, sich über den guten Lauf freuen, kommt die Meldung, dass die Zeitmessung ausgefallen sei und der Lauf wiederholt werden müsse. Damit stossen sie natürlich nicht auf unser Musikgehör. Schliesslich können die Funktionäre überzeugen werden, unsere handgestoppten Zeiten zu übernehmen. Das trägt dann zu der Gesamtpunktzahl von 114.22 bei.

Schlechter ergeht es den Einzelturnern am Samstag. Es regnet so stark, dass man beim Lauf und bei den Sprüngen die Bahn nicht mehr sehen kann und somit Weitsprünge geschätzt werden müssen. Das tut aber der Stimmung keinen Abbruch. Über die Nächte von Lustenau erzählen die älteren Turner heute noch gerne zu fortgeschrittener Stunde.

Strömender Regen prägt auch die Einzelturntage in Arbon, wo 13 Turner teilnehmen. Am besten ergeht es den Leichtathleten Roland Kreis mit einem 11. Rang unter fast 200 Teilnehmern. Alfred Schefer erkämpfte sich bei den Nationalturnern Kat. L3 den guten 8. Rang.

Die Korbballer absolvieren eine Super-Saison. Sie holen sich eine Silbermedaille in der Nat. B und schaffen somit den Aufstieg in die Nat. A. Viele Siege an Turnieren und regionalen Meisterschaften zeugen davon, dass die Mannschaft gefestigt ist. Dieses Jahr kann sogar das Chlausturnier von Arbon gewonnen werden, das vielleicht bestbesetzte Turnier der Schweiz überhaupt.

Als Anerkennung der starken Saison wird die Korbballmannschaft für die Wahl zur besten Sportmannschaft des Kantons nominiert. In der Wahl wird der gute 5. Rang erreicht.

Die Turnfahrt führt uns diesmal in Welschland. Die Turner erklimmen den Creux-du-van im Neuenburger Jura. Mitten im Sommer gibt es dort auf dem Berg ein Fondue.

Im November führt Heimenhofen die kantonale Delegiertenversammlung des Schwingerverbands in Andwil durch und erhält dort den Auftrag, den kantonalen Schwingertag 1987 zu veranstalten.

Die 5. Silvesterparty mit 500 Besuchern

Markus Bär löst Willi Kreis als Oberturner ab. Für die Deckung der hohen Kosten der Korbballmeisterschaft wird eine Sammelaktion in der Bevölkerung durchgeführt. Man will dabei den Schwung der guten letzten Saison ausnützen. Es kommen mehr als Fr. 6'000 zusammen, was den Betrieb der nächsten paar Jahre sichern soll.

In Romanshorn findet das Kreisturnfest statt. Es ist die Feuertaufe für den neuen Oberturner. Er selbst legt mit dem 3. Rang im Einzelturnen des gemischten Wettkampfs schon einmal mächtig vor, Im Vereinswettkampf wird diese Vorlage erfolgreich gekontert. In allen Disziplinen werden Werte über 28.50 erzielt, am Barren 29.04 und in der Grossfeldgymnastik folgt dann die Höchstnote mit 29.07. Das ergibt total 115.33 Punkte, was zum Sieg in der 4. Stärkeklasse reicht. Auf der Heimreise mit Traktor und Wagen muss deshalb öfters angehalten werden, um dies an verschiedenen Orten gebührend zu feiern. Der Schluss findet dann in Happerswil statt, wo die Spiegeleier ohne Pfanne direkt auf der Herdplatte zubereitet werden.

Die Korbballer sind auch in Bestform und übertreffen den Erfolg des letzten Jahres. Als bestklassierte Thurgauer Mannschaft beendet man die Saison der Nationalliga A im hervorragenden 6. Rang. Das bleibt die beste Rangierung in der ganzen Vereinsgeschichte.

Die Mannschaft gewinnt auch sonst alle Turniere und Meisterschaften der Region. Auch der kantonale Spieltag geht wieder an Heimenhofen.

Im Herbst führt die Turnfahrt auf die Schynigi Platte in Berner Oberland. Zurück in der Heimat muss aber schon wieder mit dem Üben begonnen werden. Es stehen zum ersten Mal zwei Unterhaltungsabende im November auf dem Programm. Man musste den Termin so ansetzen, weil zu viele andere Feste im Frühling stattfinden. Auch diesmal sind beide Abende gut besucht und das Programm kommt beim Publikum gut an.

Noch stärker ist dann der Andrang an die 5. Silvesterparty. Mehr als 500 Besucher drängen in die Halle und bringen fast Fr. 15'000 Reingewinn in die Kasse.

Grosser Gabentempel

Sechs junge Turner können in Verlauf dieses Jahres in den Verein aufgenommen werden, ohne dass dem ein Austritt gegenüber steht. Diese können sich bereits am kantonalen Turnfest in Frauenfeld erstmals empfehlen. Die Vereinswettkämpfe gelingen recht gut. Nur im Barren erreicht man das Niveau des Vorjahrs nicht mehr und muss mit 28.35 zufrieden sein. In der Pendelstafette kann eine beachtliche Durchschnittszeit von 12.01 Sekunden erlaufen werden. Dies ergab 28.78 Punkte. Mit total 114.49 belegt Heimenhofen den 13. Rang von 30 Vereinen in der gleichen Stärkeklasse. Beim Heimenhofer Sporttag löst Markus Bär den Vorjahressieger Kurt Eggmann an der Spitze ab.

82. Thurgauer kantonaler Schwingertag.

Am 1. Mai 1987 findet der Unterhaltungsabend in der Landi-Obsthalle statt. Viele Besucher vergnügen sich bei einem prominent besetzten Abendprogramm. Am Sonntag soll dann der Schwingertag stattfinden. Doch das Wetter lässt den Wettkampf an diesem Tag nicht zu. Er wird auf den folgenden Sonntag verschoben.

Am 9. Mai finden sich dann die besten 160 Schwinger der Ostschweiz und rund 2200 Zuschauer in Andwil ein. Dabei ist auch der amtierende Schwingerkönig Ernst Schläpfer. Bei herrlichem Wetter wird bester Schwingsport geboten. Der OK-Präsident Max Thalmann führt dann am Nachmittag durch den Festakt, bei dem viele prominente Thurgauer anwesend sind.

Der Schlussgang wird zwischen Ernst Schläpfer und dem Thurgauer Ruedi Studer ausgemacht. Der Favorit behält die Oberhand. Der Schwingerkönig nimmt den Muni mit nach Hause.

Zum Abschluss können sich die Schwinger am Gabentempel bedienen, der einen Wert von über Fr. 70'000 repräsentiert. Der ganze Anlass kann sehr professionell abgehalten werden und Heimenhofen erhält sehr viel Lob von allen Seiten. Alle turnenden Vereine und viele freiwillige Helfer haben zum Erfolg beigetragen. Alle sind froh und glücklich, als die grosse Arbeit von vielen Monaten vorüber ist. Mit Fr. 24'000 Reingewinn stimmt auch die finanzielle Seite dieses Grossanlasses.

Im Schatten des Schwingertags absolvieren die Korbballspieler Ihre Saison. Sie kommen wieder auf 16 Punkte aus 18 Spielen. Im Gegensatz zum letzten Jahr reicht es diesmal aber nur zum 7. Schlussrang.

Die Turnfahrt auf den Hohen Kasten scheint dem Tagesaktuar soviel Eindruck gemacht zu haben, dass er den Bericht gleich zweimal ins Protokollbuch schreibt.

Die Sprachgrenze wird überschritten

Dank den erfolgreichen Festen der letzten Saison verbessert sich die finanzielle Lage des Vereins erheblich. Sportlich gesehen ist das Waadtländer Turnfest in Orbe der Höhepunkt. Erstmals seit dem Eidg. Turnfest in Genf 1978 wird die Sprachgrenze wieder einmal überschritten. Wir erleben ein sehr schönes, kleines, intensives Turnfest. Die Notengebung ist grosszügig. Leider nützt das am Barren nicht soviel, 28.47 ist das Resultat. Die leichtathletischen Disziplinen gelingen dann aber hervorragend: Pendelstafette und 1000m geben je 29.48. Alles deutet auf eine sensationelle Gesamtpunktzahl hin, wäre da nicht noch das Steinheben. Da fallen fast alle Steine vorzeitig runter. Es ist der totale Absturz, 25.35 Punkte ist die schlechteste Punktzahl der ganzen 125-jährigen Vereinsgeschichte. Trotzdem gibt es eine Punktzahl von 114.28 und der 9. Rang von 21 Teilnehmenden. Den Tiefschlag überwinden wir am tollen Fest in den Garagen von Orbe.

In der Nationalliga A erreichen die Korbballer diesmal den 8. Rang. Drei Niederlagen zum Saisonschluss verhindern eine bessere Klassierung. Am kantonalen Spieltag gelingt dieses Jahr keine Spitzenplatzierung, wogegen die Senioren das erste Seniorenturnier des Kantons gewinnen können.

Die Turnfahrt bringt 26 Turner wieder einmal ins Ausland. In drei Tagen geht es zuerst nach München, dann via diverse Schlösser nach Kufstein und am dritten Tag via Innsbruck zurück in die Schweiz. Vor allem der Olympiapark mit dem hohen Turm hat es den Heimenhofern angetan.

Einzelturntage in Romanshorn

Der Kassier Ueli Schelling trägt erstmals in der Vereinsgeschichte eine per Computer erstellte Jahresrechnung vor. Die Zahlen stimmen auch dieses Jahr.

Da kein grosses Turnfest ansteht, führt der Kreis Oberthurgau ein Turnfestival in Sulgen durch. Diverse gewohnte Disziplinen werden absolviert und einzeln gewertet. Einen Sieg gibt es im 1000m Lauf. Die Pendelstafette bringt den 4. Rang. Die andern Disziplinen bringen keine grossen Resultate, obwohl Markus Bär mit 68.90 m im Weitwurf eine Bestweite erzielt.

An den kantonalen Einzelturntagen in Romanshorn überzeugt Roland Kreis mit einem Sieg im Leichtathletikfünfkampf der Kategorie C1.

In der Sommerpause wird mit der Damenriege zusammen ein Plausch-OL per Velo durchgeführt, der mit einem gemeinsamen Grillfest endet.

Die erste Korbballmannschaft erfährt einige Wechsel. Junge Spieler werden neu in die Mannschaft eingebaut. Zudem stellt Heimenhofen als letzte Mannschaft der Liga von Mann- auf Raumdeckung um. Man hatte zwar mit der Manndeckung gute Erfahrungen gemacht, die andern Teams und die Schiedsrichter schätzten die aggressive, enge Bewachung nicht sonderlich. Letztendlich werden wir durch die Regelauslegung zum Wechsel gezwungen. Kein Wunder, dass die Abstimmung in der Mannschaft in dieser Saison nicht so gut klappt. Am Ende reicht es mit 9 Punkten nur zum ebensovielten Rang, was Abstieg in die Nationalliga B bedeutet.

Zum Jahresabschluss wird die Turnfahrt mit der 5-Seen-Wanderung, der obligate Chlausabend, der Kegelabend und der Silvesterball durchgeführt: Ein erfülltes Vereinsjahr auch ohne grosses Turnfest.

Der Trübsee ist das Ziel

Die Jahresversammlung bringt eine grosse Rochade im Vorstand. Roland Kreis tritt sein Präsidentenamt an Robert Schwarz ab, der Oberturnerposten geht von Markus Bär an Stefan Hanselmann und Markus Rutishauser übernimmt den Aktuar vom neuen Präsidenten. Auch die Leiterfunktionen bei der Jugendriege werden neu besetzt. Trotzdem gehen die Vereinsaktivitäten reibungslos weiter. Generationenwechsel sind bei Turnvereinen üblich.

Überschattet wird das Vereinsjahr durch einen tödlichen Verkehrsunfall des jungen Aktivmitglieds Roland Knöpfli.

Der Kreisturntag in Sulgen bringt nicht die erhofften Resultate. Einzig in der Stafette reicht es trotz Verletzungspech zu der guten Note von 28.77.

Die Korbballer müssen den Abstieg des Vorjahres verdauen und erstmal probieren, mit der stark verjüngten Mannschaft in der Nationalliga B er verbleiben. Das gelingt mit dem 6. Rang sehr gut. Wenn das letzte Spiel gewonnen worden wäre, hätte es sogar zum Wiederaufstieg gereicht. Der zweiten Mannschaft gelingt genau das mit dem Aufstieg in die 1. Liga.

Der Trübsee ist das Ziel der zweitägigen Turnfahrt. Die Abendunterhaltung wird wieder sehr erfolgreich im November durchgeführt, mit dem Theater „Z’wenig Speuz“. Der Jahresabschluss wird wie gewohnt mit dem Silvesterball begangen.

Die Heimenhofer im Rausch

In der Vereinsleitung gibt es diesmal keine Veränderung. Hingegen treten wieder fünf junge Turner in den Verein ein. Auf sie wartet bereits der erste Grossanlass mit dem eidg. Turnfest in Luzern. 24 Turner reisen für den Wettkampf in die Innerschweiz. Man startet in der 8. Stärkeklasse mit jeweils 12 Turnern pro Disziplin. Der Beginn mit der Grossfeldgymnastik gelingt perfekt. Eine fehlerfreie Übung bringt die hohe Punktzahl von 29.11. Leider gibt es am Barren zwei Übungsfehler und bei der Pendelstafette muss die 100m Rasenbahn von jedem Läufer zweimal bezwungen werden, weil wir ein Doppelprogramm absolvieren. Auf der holprigen, kräfteraubenden Bahn ist das für viele zuviel und die Punktzahl fällt mit 28.31 enttäuschend aus. Die Totalpunktzahl beträgt 114.43.

Ganz anders läuft es am nächsten Tag beim Elite-Korbballturnier. Die Heimenhofer wachsen nach einem glücklichen Sieg gegen das Spitzenteam aus Bachs über sich hinaus und spielen sich in den Kreis der absoluten Turnierfavoriten hinein. Im letzten Spiel um Platz 5 geht es gegen den aktuellen Schweizer Meister Neuenkirch. Die Heimenhofer spielen sich in einen richtigen Rausch und gewinnen dieses Spiel nach nicht zu überbietender Spannung knapp. Der fünfte Rang am Eidg. Turnfest ist sicherlich ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Diesen Schwung nehmen die Korbballer gleich mit in die Meisterschaft. Sie erspielen in einer spannenden letzten Runde die erforderlichen Punkte und belegen den aufstiegsberechtigten 2. Rang.

Der Heimenhofer Sporttag wird mit einer Gedenkfeier zum 700jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft begangen. Viele Gemeindebewohner nehmen aktiv und passiv daran teil und geben dem Anlass einen schönen Rahmen. Erstmals führt der Turnverein Heimenhofen zusammen mit dem Sportclub Lista einen Crosslauf in Andwil durch. Fast 180 Läufer nehmen daran teil, vor allen viele Schüler aus der Umgebung.

Zur Turnerreise wird diesmal selbst gefahren. Mit Schiff und Velo geht es via Schaffhausen über den Randen ins Schaffhauser Weingebiet. In Osterfingen wird ein Weinfest besucht und nach abenteuerlichem nächtlichem Marsch in Wilchingen im schönen Chalet Carolein genächtigt. Die Weiterfahrt am Morgen bringt die Velofahrer nach Winterthur. Von dort steigt man dann in Zug für die Heimreise.

Kreisturntag in Amriswil

Ein etwas ruhigeres Vereinsjahr erwartet uns. Da kein grosses Fest ansteht, entscheiden wir uns, wieder einmal ins Welschland zu fahren. Dort findet das freiburgische kantonale Turnfest in Charmey am Fuss des Jaunpasses statt. Wie vor einigen Jahren in Orbe verläuft der Wettkampf. Gymnastik und Barren gut, Pendelstafette mittelmässig, dafür der 1000m-Lauf mit einer platten 30.00 (dank einer etwas kurzen Rasenpiste). Dann kommt der Steinheben-Absturz mit einer 26.60. Wiederum wäre mehr als 114.92 möglich gewesen.

Beim Kreisturntag in Amriswil werden in allen Disziplinen Punktzahlen im Bereich von hohen 28er-Zahlen erreicht.

Die Korbballer erleiden in der Nationalliga A wieder einen Dämpfer. Nur 2 Punkte aus den ersten 9 Spielen reichen nicht für einen erfolgreichen Liga-Erhalt. Das Niveau ist zu hoch für diese Mannschaft. Als kleiner Trost dienen die Siege am kantonalen Spieltag und in der Hallenmeisterschaft.

An der diesjährigen Abendunterhaltung wird erstmals im Geräteraum eine Bar eingerichtet. Diese Unterhaltungsabende werden wieder gut besucht.

Etwas mehr Mühe bereitet der Silvesterball. Die Damenriege verzichtet aus Personalmangel auf die Mithilfe. Die Turner entscheiden sich, den Ball alleine mit Hilfe einiger anderer Frauen durchzuführen. Ein Trend bestätigt sich: Der Ball verliert langsam an Attraktivität. Wegen dem aktiven Verspritzen von „Chlöpf-Most“ kommen seriöse Gäste sowieso nicht mehr. Das Durchschnittsalter wird immer jünger und die Räusche der Besucher grösser.

Die Tendenz des Sylvesterballs setzt sich fort

Der Kassier kann einen Jahresgewinn von rund Fr. 10'000 bekannt geben, was das Vereinsvermögen auf Fr. 38'000 erhöht. An der Jahresversammlung werden 32 Aktivturner gezählt.

Das kantonale Turnfest in Kreuzlingen steht an. Leider fehlt diese Protokoll in den Büchern des Vereins. Das Resultat von total 115.66 deutet aber auf einen hervorragenden Wettkampf hin. Die Teilnahme in der 3. Stärkeklasse zeigt auch, dass mit sehr vielen Turnern teilgenommen wurde.

Alfred Schefer erringt in Nationalturnen in der Kat. B einen Turnfestsieg.

Im Sommer wird zum ersten Mal ein Sie + Er-Korbballturnier durchgeführt. Was als Plauschturnier zur Überbrückung der Sommerflaute gedacht war, wird zum Grossanlass. Mit ca. 10 Mannschaften wollte man in Andwil ein kleines Turnier machen. Doch es melden sich 42 Mannschaften für dieses neuartige Turnier an. Das Turnier muss deshalb kurzfristig nach Amriswil verschoben werden, wo hervorragende Plätze vorgefunden werden. Nach dem Turnier wird noch Disco-Unterhaltung geboten und die Teilnehmer/-innen weihen die schönen Mostkrüge (Mannschaftspreis) gleich an Ort und Stelle ein.

Im Korbball geschieht das Undenkbare: Heimenhofen geht mit 6 Punkten Vorsprung auf Urtenen in die letzte Runde mit drei Spielen. Urtenen holt sich 6 Punkte und Heimenhofen geht leer aus. Drei Mannschaften haben jetzt die gleiche Punktzahl. Aufgrund der direkten Begegnung steigt Heimenhofen nach 18 Jahren Zugehörigkeit aus der Nationalliga ab. Ein trauriger Tag für den Verein. Auch Siege an den diversen kantonalen Turnieren mögen dies nicht auszugleichen.

Der Crosslauf wird wieder mit vielen Läufern durchgeführt, ein erfreulicher Anlass mit angegliedertem Plauschparcours.

Die Tendenz des Sylvesterballs setzt sich fort. Die Mehrheit der Turner wollen diesen Ball nicht mehr fortsetzen. Da sich einige junge Turner aber sehr dafür einsetzen, gibt man dem Anlass eine Galgenfrist.

Der Kreissternmarsch durchgeführt

Wieder gibt es eine grosse Rochade im Vorstand. Robert Schwarz, Präsident, Ueli Schelling, Kassier, Stefan Hanselmann, Oberturner und Heinz Scherb, Korbballvertreter, treten zurück und werden ersetzt durch Ruedi Lendenmann, Präsident, Stefan Lendenmann, Oberturner, Heinz Scherb, Kassier, und Marco Imhof, Vertreter Korbball. Um die hohen Verbandsabgaben zu decken, müssen die Jahresbeiträge auf Fr. 50.- erhöht werden.

Die Turner wählen sich Sursee für ihr diesjähriges Turnfest aus. Dort gelingt Alfred Schefer im Nationalturnen ein Festsieg in der Kat. B. Thomas Kreis wird dritter im Kunstturnen der Kat. L3. Im Sektionswettkampf schauen sehr hohe Noten heraus. Die Gesamtpunktzahl von 116.04 reicht aber nur zum 15. Rang, weil das Bewertungsniveau allgemein sehr hoch ist.

In Eggethof wird ein Kreissternmarsch durchgeführt. Dort wird jeweils ein Turnverein mit einer fremden Damenriege zusammengeführt. Die Disziplinen sind mehr plausch- und wenig leistungsmässig ausgerichtet.

Als Veranstalter organisiert Heimenhofen wieder das Sie- und Er-Korbball-turnier (45 Mannschaften), den Crosslauf, die Abendunterhaltung, den Silvesterball und die kantonale Abgeordnetenversammlung!

Daneben wird aber auch Korbball gespielt, die erste Saison in der ersten Liga seit fast 20 Jahren. Diese Thurgauer Meisterschaft wird sicher gewonnen, man qualifiziert sich für die Aufstiegspiele in Wattwil. Diese werden zu einem Triumphzug für den Verein. In der Endausmarchung stehen sie Volketswil, Madiswil und der Unteren Reiat gegenüber (heute alles gute A-Mannschaf-ten). Alle Gegner werden in aufopfernden Spielen besiegt. Heimenhofen ist Schweizer 1. Liga-Meister und steigt wieder in die Nationalliga auf.

Der 14. Silvesterball

An der Jahresversammlung werden neue Statuten genehmigt. Im Frühjahr führen die Korbballer erstmals ein Trainingslager durch. Das zeigt sich dann auch in der Meisterschaft, wo man in der Nat. B wieder an der Spitze mitmischen kann. Die Bronzemedaille ist die verdiente Ausbeute.

Am Kreisturnfest in Arbon werden einige junge Turner eingebaut. Die Noten sind nicht berauschend, aber immerhin gibt es mit 114.34 Punkten einen Mittelfeldplatz.

Ein grosser Erfolg ist wieder das Sie- und Er-Korbballturnier, an dem wieder 45 Mannschaften teilnehmen. Es herrscht wiederum eine tolle Stimmung bis zum Abend.

Ein schöner Anlass ist auch die 700-Jahr-Feier von Andwil, an welchem die Turner eine Bar betreiben und am Festakt ein Barrenprogramm zeigen dürfen.

Der Höhepunkt dieser Saison ist die dreitägige Turnfahrt nach Holland, die Markus Rutishauser organisiert hat. Zuerst fährt man mit dem Zug nach Rotterdam. Von dort geht es mit dem Bus weiter. Man besucht den grössten Hafen von Europa und die grossen Dämme vor Rotterdam. Die Nacht wird im bekannten Bad Scheveningen verbracht. Am andern Tag geht es nach Amsterdam, wo sich die Turner an verschiedenen Orten vergnügen. Am Abend ist dann der Rotlichtbezirk im Zentrum des Interesses. Der Folgetag wird nochmals zur Stadtbesichtigung benutzt, bevor am Abend der Zug bestiegen wird. Die Ankunft im Thurgau ist dann am nächsten Morgen.

Der 14. Silvesterball bringt wieder etwa 500 Gäste in die Turnhalle. Die Problematik bleibt dieselbe: Die Gäste werden immer jünger und die Sauerei immer grösser.

Das Eidg. Turnfest in Bern

Sechs junge Turner treten in den Verein ein. Damit steigt der Bestand der Aktivturner auf 33. Die Ehrenmitglieder zählen bereits 20 Köpfe.

Dieses Jahr findet das Eidg. Turnfest in Bern statt. In der Gymnastik treten Turner und Turnerinnen von Heimenhofen erstmals zu einer gemischten Übung an. 33 junge Turner und Turnerinnen gleichzeitig auf dem Platz, ein tolles Gefühl, das zu einer tollen Übung führt. Die Note bestätigt das Gefühl: 29.12, hervorragend, vor allem weil es ein Doppelprogramm ist. Die Note der Pendelstafette ist mit 29.33 sogar noch höher und auch der Barren mit 28.80 fällt zu unserer Zufriedenheit aus. Die Gesamtnote beträgt 116.37, was zum guten 38. Rang reicht.

Der Turnverein hat wieder einen Anlass für ein Jubiläum. 20 Saisons hat man in der Nationalliga der Korbballer gekämpft. Das wird mit einem Nostalgie-Turnier gefeiert. Die Thurgauer Teams vor 20 Jahren treten gegeneinander an. Daneben gibt es auch ein Turnier der aktuellen Top-Mannschaften des Thurgaus und Dorfvereine spielen in einer Plauschkategorie. Ein sehr schöner Anlass mit vielen Erinnerungen und einer tollen Atmosphäre. Ueli Schelling und Thomas Müller schreiben eine Chronik über die letzten 20 Korbballjahre.

In der Meisterschaft belegen die Heimenhofer den guten 6. Rang.

Die 42-jährige Bühne in der Halle hat ausgedient und wird durch eine neue ersetzt, welche Fr. 21'000 kostet und gerade recht für die Abendunterhaltung geliefert wird.

Bierhumpen stemmen

Im Eidg. Sektionsturnen wird die Bewertungsskala von der 30-er Wertung auf eine 10-er Wertung umgestellt. Zum ersten Mal kann man sich in Wängi bei der Thurgauer Vereinsmeisterschaft damit anfreunden. Ernst gilt es dann beim Turnfest in Zug. Da gibt es plötzlich Noten wir 7.42 bei der Gymnastik oder 8.02 am Barren. Einordnen kann man diese Zahlen noch schlecht, sie tönen nach nicht sehr viel.

Besser setzen sich die Turner am Kreisturntag in Salmsach in Szene. Sie siegen bei der Disziplin Bierhumpen stemmen. Alle Turner können den Humpen mit ausgestrecktem Arm 4 Minuten lang halten - eine Superleistung!

Die Korbballer können diese Leistung nicht wiederholen. Der erneute Abstieg ist nicht zu vermeiden. Es fehlt das Feuer der letzten Jahre. Auch die Trennung der Turnstunden und des Korbballtrainings vermögen dies nicht zu verhindern.

Grosse Erfolge sind wieder das Sie- und Er-Korbballturnier und die Silvesterparty. Weniger erfolgreich ist die Turnfahrt. Nur neun Turner beteiligen sich an der Reise ins Engadin. Diese neun geniessen den Ausflug aber trotzdem in vollen Zügen.

Ein Zwischenjahr ohne Turnfeste

Das Vereinsvermögen steigt auf Fr. 43'104. Turnerisch gibt es ein Zwischenjahr ohne Turnfeste. Damit man die Übungen nicht ganz vergisst, nimmt man an den Thurgauer Vereinsmeisterschaften in Romanshorn und am Tannzapfencup in Dussnang teil. Die Resultate sind nicht berauschend. Vor allem in Dussnang, wo viele Spitzenvereine teilnehmen, ist der Abstand zur Spitze enorm gross.

Im Frühjahr wird im Rahmen des STV Lauffeuers ein Plausch-OL veranstaltet. 63 Teilnehmer beteiligen sich am Anlass. Der Gewinn von Fr. 1135 geht an die Krebsliga.

Für die Stimmung im Verein sorgen die vielen internen Anlässe: Ski-Weekend in Obersaxen, Velotour an Auffahrt, Grillabend in der Mairüti, Heimenhofer Sporttag, Turnfahrt nach Zermatt/Matterhorn und der Chlausabend. Es finden sich immer Anlässe zum Festen.

Dann werden auch wieder die Abendunterhaltung und der Silvesterball durchgeführt. Die Unterhaltung steht unter dem Moto „Top of Switzerland“ und ist als Revue gestaltet. Sogar ein veritabler Sessel einer Bergbahn hängt an der Decke der Turnhalle. Der Silvesterball wird das 17. und letzte Mal durchgeführt. Der Andrang ist nicht mehr gross. Die Gäste sind so jung, dass man den meisten gar keinen Alkohol ausschenken darf. So wird beschlossen, diesem so einträglichen Anlass ein würdiges Ende zu setzen.

Zwei Turner engagieren sich während vielen Jahren in den kantonalen Vorständen: Robert Schwarz als Chef Sport-Toto im Vorstand und Heinz Scherb in der Spielkommission. Heinz ist auch ein bewährter Schiedsrichter in der Korbball-Nationalliga.

 

Canyoning im Centovalli

Der Präsident Ruedi Lendenmann tauscht sein Amt mit dem des Oberturners. René Burkard wird zum neuen Präsidenten gewählt. Auch sonst gibt es einige Änderungen im Vorstand.

Das Ski-Weekend findet in Davos statt. Nachher wird noch ein Trainingslager in Arosa durchgeführt.

Dieses Jahr besuchen wir die Thurgauer Vereinsmeisterschaft in Arbon. Dort turnen wir unsere Sektionsdisziplinen. Die Gymnastik gibt 8.21 Punkte, die anderem Disziplinen bleiben unter der Note 8. Ähnlich geht es am Kreisturnfest in Romanshorn, nur dass diesmal der Barren höher benotet wird. Mit der Gesamtpunktzahl von 29.79 belegen wir den guten 2. Rang in der 2. Stärkeklasse (von zwei Vereinen).

Am Sie- und Er-Korbballturnier nehmen dieses Jahr sogar 50 Mannschaften teil. Es wird dieses Mal in Märstetten durchgeführt.

Die Korbballer stecken in einer schwierigen Phase. Die Mannschaft ist zu klein, um auf dem gleichen Niveau mitzuspielen wie bisher. Man sucht deshalb einen Partnerverein. Oberaach steht vor der ähnlichen Problematik. Auch sie haben ein paar gute Spieler, aber zuwenig, um zum grossen Erfolg zu kommen. Die beiden Vereine beschliessen, die ersten Mannschaften zu fusionieren und so ein ambitiöses Team Heimenhofen-Oberaach zu bilden. Die andern Mannschaften bleiben bestehen.

Die Turnfahrt führt uns diesmal ins Tessin. Der Höhepunkt bildet das Canyoning im Centovalli.

Zusammenschluss von Damenriege und Turnverein

Das Jahr beginnt ganz normal mit der Jahresversammlung. Doch bereits am 31.3.2000 findet eine ausserordentliche Hauptversammlung mit Turnverein und Damenriege statt.

Zusammenschluss von Damenriege und Turnverein:

Es wird eine Statutenrevision beschlossen. Diese hat den Sinn, die beiden Vereine unter einem Dach und einem Vorstand zusammenzuführen. Die Chargen werden neu verteilt. René Burkard wird Präsident des Vereins und Fränzi Leumann Vize-Präsidentin. Marcel Schefer und Daniel Rutishauser werden zu Oberturnern bei den Männern und Claudia Burkard zur Leiterin bei den Frauen gewählt. Ruedi Lendenmann hat Filmausschnitte aus der Zeit seit 1981 zusammen geschnitten und zeigt einige amüsante Szenen.

Der TVH veranstaltet dieses Jahr die Thurgauer Vereinsmeisterschaft. Der Anlass wird in Weinfelden durchgeführt. Unser Verein hat einen guten Ruf als Veranstalter, weil bereits Korbballturniere dort durchgeführt wurden. Robert Schwarz übernimmt das OK-Präsidium dieses Grossanlasses mit 65 Vereinen und 1170 Aktivturnern. Der Anlass kann bei schönstem Wetter durchgeführt werden. Die Anlagen der Güttingersreuti bieten eine hervorragende Infrastruktur, dennoch muss man zusätzlich die Hallen des BBZ noch benutzen. Das Mittagessen wird in der grossen Eishalle eingenommen, wo mehr als 1000 Personen verpflegt werden. Ein sehr schöner Anlass, der rundum als gelungen betrachtet werden kann und sehr viel Lob von Verband- und Turnerseite einbringt.

Die Korbballer haben nach dem Zusammenschluss mit Oberaach hohe Ziele gesetzt. Nach dem 2. Rang in der Thurgauer 1. Liga-Meisterschaft qualifizieren sie sich für die Aufstiegsspiele in Aadorf. Die Heimenhofer/Oberaacher Spieler können sich wieder einmal auf einen wichtigen Anlass hin steigern. Nach den Gruppenspielen erreichen sie ganz knapp die Zwischenrunde. Dort gelingt es ihnen aber, alle 3 Spiele zu gewinnen und sich eine gute Ausgangslage für die letzten beiden Spiele zu schaffen. Im zweitletzten Spiel kann Laupersdorf bezwungen werden. Im Finale reicht dann ein Unentschieden gegen Beromünster zum Sieg und dem 1. Liga Schweizer Meistertitel, der zugleich zum Aufstieg in die Nationalliga B berechtigt. Herzliche Gratulation.

Nach den Anstrengungen folgt eine dreitätige Turnfahrt nach München. Dort besucht man das Bundesliga-Spiel zwischen Bayern München und Unterhaching. Danach geht es noch ins Hofbräuhaus. Daneben werden aber auch die BMW-Werke, der Olympiapark und die Bavaria-Filmstudios besucht, bevor man am Montag die Heimreise wieder antritt.

Robert Schwarz wird an der Delegiertenversammlung des Kantonalturnverbands zum Ehrenmitglied desselben gewählt.

Die erste gemeinsame Jahresversammlung

Das erste Jahr nach dem Zusammenschluss von Damenriege und Turnverein. Die erste gemeinsame Jahresversammlung zeigt, dass nur noch wenige Lokale für die Durchführung in Frage kommen, ist doch mit 50 bis 60 Personen zu rechnen. An dieser Versammlung übernimmt Daniel Rutishauser das alleinige Amt des Oberturners. Stefan Tobler wird zu seinem Vize gewählt. 4 junge Turnerinnen und 2 Turner werden in den Verein aufgenommen. Kleinere Änderungen an den Statuten werden verabschiedet. Beschlossen wird auch eine Neuanschaffung eines Trainingsanzugs. Die Gesamtkosten belaufen sich auf Fr. 13'200, wovon ein schöner Teil von einer lokalen Bank übernommen wird.

Der turnerische Höhepunkt findet am Berner Seeländischen Turnfest in Ins statt. Der Verein erreicht mit 24.98 Punkten den guten 12. Rang in der 2. Stärkeklasse. Die besten Noten gab es im Steinheben (das war auch schon anders!) und am Barren, auf eine Gymnastik verzichtet man erstmals in der Vereinsgeschichte.

Am 12. Mai veranstaltet Heimenhofen den kantonalen Nationalturntag, der viele junge Turner nach Andwil bringt. Bei schönem Wetter gelingt ein optimaler Anlass.

Weiter werden auch wieder das Sie- und Er-Korbballturnier in Weinfelden durchgeführt. Die aktiven Korbballer erreichen in der Nationalliga B den 8. Rang und sichern sich knapp den Ligaerhalt.

Die Turnfahrt wird unter schwacher Beteiligung mit dem Velo ins Appenzellerland durchgeführt. Die Seilbahn bringt die kleine Turnerschar auf den Kronberg.

Eidg. Turnfest im Basel-Land

Claudia Schoch demissioniert als Leiterin der Damen. Leider kann keine definitive Nachfolgerin gefunden werden. Für das Eidg. Turnfest im Basel-Land ist das keine optimale Voraussetzung. Unter Mitarbeit von vielen Leitern kommt aber dennoch eine gute Vorbereitung zustande. Auf jeden Fall gelingt den Damen in der Team Aerobic mit 8.62 eine gute Note. Noch besser schneiden die Korbballer in ihrem Fachtest mit 9.25 ab. Einen bösen Einbruch gibt es im 1000m-Lauf, wo es nur ein 6.80 gibt. Trotzdem ist man mit der Gesamtnote von 25.54 zufrieden. Eigenartig an diesem Turnfest ist, dass es an verschiedenen Standorten durchgeführt wird. So müssen die Turner schon mal während dem Wettkampf von Bad Bubendorf nach Liestal zügeln.

Das Sie- und Er-Korbballturnier findet bereits zum zehnten Mal statt. Diesmal wird auch eine Volleyball-Kategorie durchgeführt.

Die dreitätige Turnfahrt führt diesmal nach Friaul. Leider nehmen nur 7 Turner daran teil. Geführt wird die Reise durch Barbara und Nils Meierink. Barbaras Vater kommt aus dieser Gegend und sie kennt deshalb viele schöne Orte und viele interessante Leute. An diesem Wochenende findet das weltbekannte Schinkenfest von San Daniele statt. Die wenigen Turner geniessen das Fest, den Schinken und den guten Wein.

 

Eine Bar in der Innenstadt von Frauenfeld

Der TVH hat ein finanzielles Problem. Seit der Einstellung des Silvesterballs werden Defizite erzielt. Eine Massnahme zur Lösung ist die Erhöhung des Jahresbeitrags auf Fr. 100.-.

Turnerisch handelt es sich um ein Zwischenjahr. In der Schweiz ist kein grosses Fest. Die Heimenhofer nehmen deshalb wieder einmal am Vorarlberger Turnfest teil.

Der Verein stellt sich auch wieder als Veranstalter zur Verfügung. Zusammen mit Oberaach organisiert Heimenhofen eine Runde der Schweizer Korbball-Nationalliga A + B der Herren und Damen in Amriswil. Der eigene Verein macht eine dabei eine sehr gute Figur und holt 5 von 6 möglichen Punkten.

In Frauenfeld feiert man das 200-Jahr Jubiläum der Aufnahme des Kantons Thurgau in die Eidgenossenschaft. Der TVH führt aus diesem Anlass beim Jubiläumswochenende eine Bar in der Innenstadt von Frauenfeld.

 

Die ersten Vorbereitungen für das 125-Jahr Jubiläum

Janine Künzler wird zur Leiterin der Damen gewählt.

Im Juni findet das Kreisturnfest in Neukirch statt. Es wird eine neue Gerätekombination gezeigt. Die Note dieser Übung ist mit 7.89 nicht berauschend. Die andern Übungen gelingen durchwegs besser. In der Pendelstafette erzielt man sogar die Maximalnote 10.00, wobei man getrost von einem Fehler des Rechnungsbüros ausgehen kann. Das Schlussresultat ist der 5. Rang in der 2. Stärkeklasse.

in diesem Sommer beginnen die ersten Vorbereitungen für das 125-Jahr Jubiläum. Man wird sich für den Kant. Schwingertag 2006 bewerben.

Daneben gilt es, die Gründung einer Leichtathletikgruppe durch Peter und Carole Brühlmann zu erwähnen. Erstmals wird auch die Sommerbar durchgeführt. An vier Freitagabenden im August wird beim Schützenhaus Birwinken eine Bar betrieben, zu der die lokale Bevölkerung und andere Vereine eingeladen werden. Zur Gesundung der Finanzen sollen auch die Abendunterhaltungen im November beitragen.

Zum Plausch nimmt der Verein an den Watergames in Güttingen, am Seilziehcup des Udinese-Cups in Mattwil und an der Powerstafette in Zihlschlacht teil. Die Turnfahrt führt diesmal mit dem Velo um den Bodensee, oder zumindest einen grossen Teil des Sees.

Turnfest in Frauenfeld

Da Janine Künzler aus beruflichen Gründen die Leitung der Damen abgeben muss, stellt sich Marco Imhof als Leiter zur Verfügung (1954 hat schon einmal ein Turner die Damen geleitet). Sechs Turnerinnen und Turner treten den Verein bei.

Im Juni findet das kant. Turnfest in Frauenfeld statt. Die Gerätekombination, die 2004 erstmals geturnt wurde, wird noch etwas verbessert. Viele junge Turner und Turnerinnen werden in der Übung erstmals eingesetzt. Mit 8.24 erhalten die Heimenhofer eine Note, mit der sie zufrieden sein können.

Die Korbballer haben in der Nationalliga B eine gute Vorrunde. Dann schwächen sich die Resultate allmählich. Am Ende müssen die Spieler froh sein, mit dem 8. Rang dem Abstieg entgangen zu sein.

Die Vorbereitungen für das Jubiläum sind schon weit gediehen. Ende November findet die Delegiertenversammlung des kantonalen Schwingverbands in Andwil statt. 150 Delegierte versichern sich, dass im kommenden Jahr ein würdiges Schwingfest in Andwil stattfinden kann.

 

Kant. Schwingertag

An der Jahresversammlung gibt es wieder fünf Eintritte zu vermelden, vier davon durch Turnerinnen. Das Frühjahr steht ganz im Zeichen des bevorstehenden Jubiläums. Es werden 260 Helfer gesucht für die drei Festtage. Am 7. Mai wird der Kant. Schwingertag stattfinden. Am 20. Mai steht am Nachmittag ein Plauschwettkampf auf dem Programm. Am Abend folgt eine Unterhaltung mit allen turnenden Vereinen. Der Sonntag beginnt mit einem Brunch mit allen aktiven und ehemaligen Turnern, bevor am Nachmittag der eigentliche Festakt über die Bühne geht. Dabei wird auch diese Chronik dem Verein und der Öffentlichkeit übergeben.

Im Mai 2006 zählt der Verein 42 Turner und Turnerinnen. Die Zahl der Ehrenmitglieder hat sich bereits auf 38 erhöht.