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Chronik Turnverein 1951-2006

1951 Es wird ein Barren für Fr. 402.–  angeschafft, damit für das Eidg. Turnfest in Lausanne geübt werden kann. Man bestreitet die Disziplinen Reck, Freiübungen und Stafettenlauf und erreicht mit 143.52 eine gute Punktzahl. Das Rangturnen gewinnt Hugo Egloff. Turnfahrt der Männerriege auf den Hohen Kasten, Sept. 1951: Der Fotograf, ein Wanderer aus Schaffhausen schrieb: „Euer Kamerad, dessen Schnauz zweimal mal so schön ist wie Stalins, glänzt mit seiner akrobatischen Nummer“

  • 1951hohesbein


1952 Die Mitgliederzahl erhöht sich wieder auf 21. Am Kreisturntag in Erlen erreicht man mit 143.75 Punkten den hervorragenden 2. Rang. Ansonsten ist das Hauptereignis des Jahres der Beginn des Projekts Turnhallenbau.

Sitzung der Schulvorsteherschaft vom 7. April 1952:

Zitat aus dem Protokoll: „Eingabe des Turnvereins, die Schulvorsteherschaft möge sich durch die Schulgemeinde Kompetenz erteilen lassen, die nötigen Schritte und Vorarbeiten einzuleiten zur Abklärung von Platz, Kostenfrage und Finanzierung für einen Turnhallenbau“.

Die Schulgemeindeversammlung vom 18. April 1952 erteilte mit 68 von 86 möglichen Stimmen der Vorsteherschaft dann den Auftrag, dieses Vorhaben vorzubereiten.

  • 1952mannschaftsfoto

Vereinsfoto 1952

von links: Unten:  Max Knöpfli, Willi Schenk, Hans Leumann, Heinz Bär, Hans Gimmi, Kurt Bär, Eugen Fontana, Fritz Furrer.

stehend vorne: René Müller, Max Rutishauser, Walter Blaser, Walter Bär, Willi Hölzli, Werner Eggmann, Walter Egli, Hugo Egloff, Otto Krapf.

hinten: Christian Elmer, Ernst Haffa, Hans Burkard, Alfred Künzler, Emil Schwarz, Max Bär, Hanruedi Krapf.


1953 Der frühere Oberturner Eugen Fontana wird an der Jahresversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Fünf Neueintritte erhöhen den Mitgliederbestand auf 24. In diesem Jahr findet ein kantonales Turnfest in Frauenfeld statt. Resultate sind leider keine bekannt.

An einer Versammlung vom 29.8.1953 schlägt Gottlieb Messerli vor, eine Damenriege zu gründen.

Die Abendunterhaltung im Herbst bringt einen Gewinn von Fr. 259 in die Kasse.


1954 Der Neubau der Turnhalle und deren Einweihung am 29.8.1954 prägen das Vereinsjahr.

  • 1954turnhalleeinweihungfest
  • 1954turnhalleneinweihung
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Die neue Halle soll allerdings noch geschont werden, deshalb ist das Fussballspielen streng verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Fr. 2.00 gebüsst.

Bussen von sogar Fr. 4.00 gibt es für das Fernbleiben von der Turnfahrt. Einige Entschuldigungen sind gar zu faul und werden deshalb nicht akzeptiert. Müller René will aber diese Busse partout nicht zahlen, weshalb es zu einem grossen Palaver kommt, bei welchem die Angeschuldigten erst spät einwilligen.

In der gleichen Versammlung wagt es Max Rutishauser, die Laufschule einen kompletten Blödsinn zu nennen, was beim Oberturner natürlich auf wenig Verständnis stösst. Nur intensive Gespräche bringen die Aufmüpfigen Turner zur Einsicht.

 

Geturnt wird in diesem Jahr aber auch. Es findet ein Kreisturntag in Sulgen statt, an welchem Laufübungen statt der bekannten Marschübungen gezeigt werden. Daneben werden Barren und die Stafette bestritten. Über den resultierenden 10. und letzten Rang ist Oberturner Hans Gimmi nicht sehr begeistert.

Einige Damen haben mit einem Turnprogramm begonnen. Sie werden vorübergehend von Werner Eggmann geleitet.


1955 Präsident Heinz Bär tritt zurück und wird von Hans Gimmi ersetzt, der neben dem Oberturner nun auch den Verein präsidiert. Er erhält mit Werner Eggmann und Hansruedi Krapf aber zwei Vorturner zu Unterstützung für den Turnbetrieb. Heinz Bär wird zum Freimitglied ernannt.

Am 26.3.1955 wird die Damenriege offiziell gegründet. Es müssen deshalb zwei Medizinbälle angeschafft werden.

Der Höhepunkt des Jahres bildet das eidg. Turnfest in Zürich. Es werden die Disziplinen Barren, Reck, Marsch- und Laufübungen und die Stafette bestritten. Die Resultate bleiben nicht in Erinnerung, dass die Wettkampfplätze bis einen Meter unter Wasser standen, bleibt aber unvergessen.

  • 1955etfzuerichwasser
  • 1955etfzuerich


1956 Turbulenzen an der Jahresversammlung: Der Aktuar Kurt Bär wird erst im zweiten Wahlgang wieder gewählt. Allgemein ist ein Zwiespalt im Verein mit „schändlichen Bemerkungen“ entstanden, welcher dann im Folgejahr Auswirkungen haben werden.

Sechs junge Turner können aufgenommen werden, womit der Bestand auf 30 Turner steigt. Das Reinvermögen ist mit Fr. 4'659 auch sehr solide.

Am Kreisturnfest in Bürglen werden erstmals Laufübungen als obligatorisch erklärt.

Die Turnfahrt führt per Velo nach Schönholzerswilen und dann zu Fuss bis auf den Nollen. Dass eine zahlreiche Turnerschar daran teilnimmt, hat die Ursache einer Schelte an der letzten Versammlung. Der Präsident musste wieder einmal darauf hinweisen, dass Turnfahrten halt obligatorisch seien und dass junge Turner von der Kameradschaft, die so gepflegt werde, nur profitieren können. Man kenne ja so viele Lieder und Kanone, dass es eine Freude sei.

Der Verein feiert am 7. Oktober sein 75-jähriges Bestehen. In der Turnhalle wird am Sonntagnachmittag mit dem Programm begonnen. Neben dem Turnverein zeigen auch die Damen-, Jugend- und Männerriege ihre turnerischen Darbietungen zu besten. Die Damen schwingen die Keulen und bringen einen Walzerreigen. Die Männeriege versetzt sich in frühere Zeiten und zeigt Turnen von anno dazumal, was die Zuschauer ganz verzückt. Der Höhepunkt bildet der Jubiläumsakt und die Festrede von Otto Brüschweiler. Anschliessend spielt dann die Kapelle Harry aus Frauenfeld in den Abend hinein. Unterbrochen wird sie durch Zauberkünste von Rico Peter.


1957 An der Jahresversammlung im Februar kommt es zum grossen Sesselrücken im Vorstand. Hans Gimmi, Präsident, Kurt Bär, Aktuar, Gottlieb Messerli, Jugi-Leiter und Hugo Egloff, Beisitzer, werden durch Max Bär, Präsident und Jugi-Leiter, Bruno Züllig, Aktuar, und Werner Eggmann, Beisitzer, ersetzt. Hans Gimmi bleibt aber als Oberturner erhalten und wird zum Ehrenmitglied ernannt, ebenso wie Otto Brüschwiler und ein Herr Meili (Traktoren-Meili).

In diesem Jahr können sechs neue Jungturner in den Verein aufgenommen werden, gegenüber nur drei Austritten.

Am Kantonalturnfest in Kreuzlingen wird die Stafette (mit zwei Stabfehlern), die Lauf- und Freiübungen und der Barren bestritten.

Die Turnfahrt führt zum Rotsteinpass. Weil die Turner eine Fahne des Sängerbunds Zumikon mitführen (Herkunft ist nicht dokumentiert), werden sie überall spontan zum Gesang aufgefordert. Den Wünsche wird gerne nachgekommen, die Erwartungen der Zuhörer aber nicht bis zum Schluss erfüllt.

Neben einer Abendunterhaltung wird dieses Jahr auch ein Schauturnen durchgeführt. Gastsektion ist der Turnverein Schinznach-Bad.

Da die Abendunterhaltungen jeweils gemeinsam mit dem Männerchor durchgeführt werden, entschliesst man sich, ein Klavier zum Preis von Fr. 850 anzuschaffen. Da der Männerchor über kein Vermögen verfügt, wird ihm ein Darlehen zu 3% Zins zur Verfügung gestellt.

An der Versammlung vom 28. Nov. schlägt Bruno Züllig vor, hin und wieder Korbball in die Turnstunden einzubauen!


1958 wird durch einige grosse Anlässe geprägt, die durchgeführt werden. Nach den bekannten Abendunterhaltungen im Februar kommt es am Wochenende von 14. und 15. Juni zum Kreisturntag in Heimenhofen. Am Samstag wird eine Abendunterhaltung veranstaltet. Am Sonntag beginnt bei schönstem Wetter das Programm um 07.45 Uhr mit dem Feldgottesdienst. Der Turnbetrieb beginnt eine Stunde später. Die Sektionsarbeit findet am Vormittag statt. Zu Mittag gibt es zur allgemeinen Freude eine Riesenbratwurst. Am Nachmittag folgen dann das Schauturnen und die Arbeit der Nationalturner. Erstmals wird auch ein Propaganda-Korbballspiel gezeigt.

Nach dem Turnen spielt dann nochmals das Orchester Amorada zum Tanz.

Am Montag muss der ganze Festplatz geräumt werden, was scheinbar zu einer sehr fröhlichen Veranstaltung führt, die einigen unvergessen bleibt. Der Anlass bringt einen Reingewinn von Fr. 825.–.

Am 7. September organisiert der Verein bereits wieder einen Anlass: Den Herbstschwinget. Drei Sägemehlringe werden auf dem Schulhausplatz eingerichtet, einer davon ist für die Jungschwinger reserviert. Der Schwingbetrieb zieht sich über den ganzen Tag. 15% der Schwinger erhalten ein Diplom. Dem Sieger des Schönschwingerpreises wird ein Schaf übergeben. Das schöne Wetter trägt auch zum Gelingen dieses Festes bei.


1959 Hans Leumann aus Eckartshausen wird von Hans Leumann aus Andwil als Kassier abgelöst. An der Jahresversammlung wird die Anschaffung von zwei Korbballständern beschlossen.

Der Höhepunkt des Jahres bildet das eidg. Turnfest in Basel. Es werden die Disziplinen Barren/Reck (48.25 Punkte), Pendelstafette mit fliegendem Start (47.30) und Laufschule/Freiübungen (48.35) gezeigt. Das führt zu einem sehr guten Gesamtresultat von 143.90 Punkten.

Die Turnfahrt auf die Hochalp bildet wieder einmal Zündstoff für den Verein. Sieben Turner entfernen sich ohne Erlaubnis von der Riege, was zu einer Busse von je Fr. 2 und zur Rücktrittsdrohung des Präsidenten führt.


1960 In diesem Jahr wird die Turnplatzbeleuchtung realisiert. Dies unterstützt scheinbar die Korbballspieler im Verein. Es wird ein Ball angeschafft! Die Korbballständer hat man ja schon. Der erste Ernstkampf im Korbball am kantonalen Spieltag in Kreulingen wird dann allerdings zur Ernüchterung. In der Kategorie B hätte man den Tagessieg errungen, wenn nicht ein Resultat falsch aufgeschrieben worden wäre. So bleibt lediglich der 4. Rang.

Am Kreisturntag in Zihlschlacht werden die Disziplinen Reck, Hochsprung, Laufschule/Freiübungen und Stafette absolviert. Resultate sind nicht bekannt. Hingegen belastet die Turnfahrt den Vereinssegen erneut: Zur Wanderung zur Ruine Ramschwag erscheinen nur elf Turner.


1961 Wieder findet im Frühling eine Abendunterhaltung an zwei Abenden statt. Neben dem Turnprogramm und den Gesangseinlagen des Männerchors wird wie gewohnt ein Theaterstück in drei Akten gezeigt.

An der Jahresversammlung kann der Oberturner Hans Gimmi für 20 Jahre als Oberturner geehrt werden. Statt eines Turnfests wird eine Kreisturnfahrt durchgeführt. Von verschiedenen Orten starten Vereine in einem Sternmarsch zu einem geheim gehaltenen Festplatz. Ein Ausgangspunkt ist Andwil. Mehrere Vereine marschieren gemeinsam. Als Festplatz stellt sich Kesswil heraus. Am Nachmittag gibt es einen polysportiven Parcours zu absolvieren. Sechs Turner bilden eine Gruppe. In einer Stafette müssen 600 Meter laufen, Hindernislauf, 400 Meter rudern, 100 Meter schwimmen, Hindernislauf mit Tauchen und noch ein 200 Meter-Lauf bestritten werden. Die Heimenhofer Mannschaft kommt beim Rudern vom Kurs ab und verheddert sich mit den Matrosen aus Donzhausen. An ein Glanzresultat ist danach nicht mehr zu denken. An diesem Anlass haben aber scheinbar alle Turner grosse Freude.

In diesem Jahr ist die Turnfahrt Anlass zur Freude. Es gibt eine zweitägige Fahrt nach Stuttgart. Mit dem Zug ab Konstanz geht es nach Stuttgart. Dort bringt ein Bus die Turnerschar zum Mercedes-Werk. Man besichtigt zuerst das Museum, dann die Entwicklungsabteilung und die Fabrikation. Auf dem Weg zum Hotel wird noch der Fernsehturm bestiegen. Der 211 Meter hohe Turm erlaubt eine Sicht bis in die Schweiz hinein.

Nach dem Nachtessen wird das Stadtzentrum zu Fuss begangen. Einige Unentwegte suchen dann zu später Stunde noch ein Nachtlokal auf. Leider hat der Präsident keine Krawatte. Der Eintritt wird deshalb verweigert. Die Turner lassen sich aber nicht unterkriegen. Bei einem Foto-Automaten findet man einen Vorhang, der sich sofort in eine Krawatte umarbeiten lässt. Diese wird auch von den Türstehern als solche anerkannt und der Eintritt erlaubt.

Auf der Heimreise erfolgt ein Halt in Ulm, wo der Dom bestiegen wird. Dann führt die Reise weiter nach Friedrichshafen und per Fähre über den See.


1962 Der Präsidentenstuhl wechselt von Max Bär zu René Müller. Dieses Jahr können neun Neueintritte registriert werden. Nur zwei Turner treten aus dem Verein aus. Neben der regelmässig stattfindenden Abendunterhaltung im Februar lädt der Turnverein im August zu einem Wiesenfest in Heimenhofen.

Der turnerische Höhepunkt des Jahres ist das kantonale Turnfest in Frauenfeld. Dort gewinnt Heimenhofen in der 6. Stärkeklasse. Die Einzelresultate: Barren 48.43, Hochsprung 48.70, Stafette 49.10, Körperschule 48.20, total 145.86. Nach der grossen Leistung sind die Kräfte geschwunden: „Der Gottesdienst wird wie üblich vollzählig verschlafen“.

Vereinsfoto 1962:

  • 1962mannschaftsfoto

sitzend von links: Ernst Haffa, Werner Eggmann, Hans Leumann, Hans Gimmi, Hans Messerli, René Müller, Kurt Schwarz, Bruno Züllig, stehend vordere Reihe: Hansueli Gimmi, Adolf Häberli, Walter Krapf, Werner Rutishauser, Niklaus Wüthrich, Hansruedi Niederer, Hans Schefer, Heinz Füllemann, Willi Rutishauser, Karl Gimmi, hinten: René Schürer, Willi Keller, Roland Müller, Ernst Tobler, - , Hans Wüthrich

 

Weniger erfreulich sind zwei Meldungen. Die Damenriege stellt den Betrieb wegen Personalnot ein und die Turnfahrt zum Stelzenhof bezeichnet der Aktuar als schäbig.


1963 Im Februar 1963 macht die Damenriege an der Abendunterhaltung dann aber schon wieder mit. Dank der vielen Eintritte im Vorjahr ist der Mitgliederbestand der Aktiven auf 31 geschnellt. Gerade recht für das Eidg. Turnfest in Luzern. Es werden wieder die gleichen Disziplinen absolviert. Die hohen Punktzahlen von Frauenfeld können aber nicht wiederholt werden. Der Barren fällt mit 48.75 Punkten sehr gut aus. Die andern Disziplinen, Hochsprung 47.50, Lauf- und Freiübungen 47.95, Laufstafette 47.50 könnten besser sein. Die Gesamtnote ist mit 144.07 aber insgesamt zufrieden stellend.

Die Turnfahrt führt diesmal auf den Gäbris. Der Zug bringt die Turner nach Speicher, von dort geht man zu Fuss. Auf dem Heimweg wird der Zug in Teufen bestiegen.


1964 Ein einschneidender Entscheid an der Jahresversammlung vom 8. Februar: Hans Gimmi gibt seinen Oberturnerstab nach 23 Jahren an Hans Messerli weiter. Hans Gimmi bleibt als Beisitzer aber im Vorstand. Kurt Schwarz übernimmt den Aktuar von Bruno Züllig.

Auch dieses Jahr veranstaltet der Verein neben der Abendunterhaltung wieder ein Wiesenfest, diesmal sogar an zwei Tagen, was den grossen Erfolg aufzeigt. Neben den turnerischen Darbietungen kommt auch der Männerchor zum Einsatz. Kegeln, Bogenschiessen und Flaschenangeln komplettieren das Angebot der Aktivitäten.

Am Kreisturntag in Horn kann Karl Gimmi als Sieger beim Vorunterricht seinen ersten grossen Erfolg feiern. Im gemischten Wettkampf erreicht die Sektion den guten 2. Rang.

Legendär ist die Turnfahrt, gar nicht schäbig diesmal. Es geht auf den Speer. Das Postauto bringt die Turnerschar nach Amden, von dort gibt es nur noch Fusswege. Natürlich setzt dann starker Regen ein. Auf dem Speer wartet das  schützende Dach. Nachdem die Turner in trockene Kleider geschlüpft sind, wartet das Nachtessen. Dann wird noch etwas Bier getrunken (nach 100 Flaschen wird nicht mehr gezählt) und die Gäste mit Liedern „verwöhnt“. Die  Gläser werden schon mal mit dem Schuhen verwechselt und der Tisch mit dem Bett.

Am Morgen trübt dann zusätzlich der Nebel die Sicht, weshalb der Wirt die Turnerschar noch bis ins Tal begleiten muss. Von Nesslau fährt dann der Zug die Turnerschar in die Heimat zurück.


1965 Nach den obligaten Abendunterhaltungen im Februar steigt das Vereinsvermögen auf beachtliche Fr. 4'791.

Die Turnfahrt findet diesmal im Frühling statt. Das Ziel heisst Hagenwil. Beide Wege werden zu Fuss zurückgelegt. Die Turner müssen auch diesmal dem Regen trotzen, manchmal finden sie allerdings Schutz in einem Trinkhaus.

Dieses Jahr findet das kantonale Turnfest in Amriswil statt. Wieder erringt der Verein einen Sieg, diesmal in der 5. Stärkeklasse. Die gute Gesamtnote von 145.27 setzt sich zusammen aus: Barren 48.10, Hochsprung 48.90, Körperschule 48.57, Schnelllauf 48.20. Die Bestleistung erzielt Karl Gimmi mit 1.70m im Hochsprung.

Am Kreisspieltag in Romanshorn gewinnt Heimenhofen das Korbballturnier der Kategorie A.


1966 ist das Jahr der Maul- und Klauenseuche. Die Abendunterhaltung, wie auch andere Anlässe, muss ersatzlos abgesagt werden. Das Wiesenfest im Juni kann dann aber wieder planmässig stattfinden, womit der finanzielle Ausfall einigermassen kompensiert werden kann.

Turnerisch ist es ein ruhiges Jahr. Es findet ein Kreisturnfest in Oberaach statt. Hans Messerli belegt im gemischten Wettkampf den hervorragenden 3. Rang. Er gewinnt dann auch das Rangturnen vor Karl Gimmi und Roland Müller. Beim kantonalen Spieltag werden die Fortschritte beim Korbball weiter sichtbar. Der 2. Rang in der Kategorie A hinter Dussnang ist ein sehr gutes Resultat.

Auf dem Sportplatz  Andwil werden die Leichtathletik-Anlagen in Fronarbeit ausgebaut. An das „Schihaus“ in Wildhaus wird eine Spende von Fr. 250 beschlossen.


1967 wird zu einem turnerischen Glanzjahr.

Das Eidg. Turnfest in Bern steht an. Man hat viel trainiert. Die Resultate der Turnfeste der letzten Jahre lassen grosse Hoffnungen entstehen. Tatsächlich beginnt der Wettkampf mit dem Barren mit guten 48.93 Punkten. Es sei eine Freude gewesen, den Heimenhofern zuzuschauen, heisst es. Im Hochsprung erreicht man auch gute 48.75. Der Durchschnitt dieser beiden Disziplinen zählt als eine Note. Die nachfolgende Körperschule gelingt dann auch fehlerfrei und wird mit 49.10 belohnt. Abschliessend ist die 100m Pendelstafette auf dem Programm. Hier wird die Note 48.68 erreicht. Damit ergibt sich eine Totalpunktzahl von 146.62. Das ist ein Vereinsrekord.

Dies reicht in der Stärkeklasse 7 zum unglaublichen 3. Rang. Dass dies sowohl bereits in Bern als später auch beim Empfang in Heimenhofen gebührlich gefeiert werden musste, ist klar. Einige tragen einen „Ast“ nach Hause. Vor allem diejenigen, die auch den Montag noch brauchen, bevor das Fest vorbei ist.

  • 1967barren

Neben dem Eidg. Turnfest gibt es in diesem Jahr nicht so viele Aktivitäten. Natürlich wird wieder eine Abendunterhaltung durchgeführt. Die Turnfahrt führt wieder einmal auf den Nollen.


1968 In diesem Jahr treten wieder 6 junge Turner in den Verein ein. Für die vielen aktiven Turner braucht es auch eine gute Infrastruktur. In die neuen Leichtathletik-Anlagen ist im letzten Jahr Fr. 32'000 investiert worden, wovon allerdings die Schulgemeinde den grössten Teil trägt.

Gesellschaftliche Anlässe sind die Abendunterhaltung und das Wiesenfest. Die Turnfahrt wird die Turner auf den Speer führen. Einige ältere Turner haben da schon einschlägige Erfahrungen. Ob sie den Weg wieder finden werden? Der Weg ist auf jeden Fall länger als erwartet und die Tranksame geht bei Manchen schon auf halber Strecke aus. Dennoch nimmt keiner grossen Schaden davon.

Die kant. Einzelturntage in Amriswil bilden den turnerischen Höhepunkt. Dieser Wettkampftyp wird erstmals angeboten, weil die Eidg. Turnfeste jetzt nur noch alle 6 Jahre durchgeführt werden und dadurch mehr Zwischenjahre für die Kantone zur Verfügung stehen. 15 Turner nehmen am Wettkampf teil.


1969 Dank dem Umstand, dass im Vorjahr eine Abendunterhaltung und ein Wiesenfest durchgeführt wurden, ergibt die Jahresrechnung einen Vorschlag von Fr. 755. Das Vereinsvermögen steigt dadurch auf Fr. 4'543. Die finanzielle Lage erlaubt es, dem Oberturner neu eine Entschädigung von Fr. 100.– zuzusprechen. Die Jugileiter erhalten noch je Fr. 30.–.

In Neukirch-Egnach wird dieses Jahr ein Kreisturntag durchgeführt. Die Resultate sind nicht mehr auf dem Niveau von Bern 1967. Der Protokollführer findet vor allem erwähnenswert, dass aufgrund der grossen Hitze etwas mehr getrunken werden musste, was dazu führt, dass in der abschliessenden Pendelstafette nicht mehr alle in der gleiche Spur ankommen, in welcher sie gestartet sind.

In den letzten Jahren war der Korbballsport immer wichtiger genommen worden (was nicht allen gleich gut gefiel). Um sich einmal auf höchster Stufe zu messen, nimmt Heimenhofen erstmals am Eidg. Spieltag in Lausanne teil. Da kann man sich einmal gegen Erschwil messen, die zum engsten Favoritenkreis zählen. Und schon sind die ersten Illusionen nach einem 1:7 verflogen. Nachher werden die Gegner dann aber leichter. Erste Siege können sichergestellt werden und schlussendlich reicht es zum 16. Rang, was die Spieler am Ende doch zufrieden stellt.

  • 1969korbballer

Die Korbballer der ersten Stunde sind:

stehend von links: Hans Messerli, Karl Gimmi, René Schürer,  René Müller, Walter Krapf,

vorne: Kurt Schwarz, Max Thalmann und Willi Kreis.


1970 In diesem Jahr werden 2 Turnfeste geplant. Zuerst findet das Kant. Turnfest in Arbon statt und dann eine Woche später absolviert man gleich noch das vorarlbergische Landesfest in Hohenems.

Am thurgauisch kantonalen Turnfest wird erstmals eine neue Bewertungstabelle eingesetzt. Es gilt jetzt 4 Teile zu absolvieren, die maximal je 30 Wertungspunkte geben. Für die Barrenübung gibt es 28.60 Punkte, Hochsprung und Kugelstossen zusammen 28.28. Für die Pendelstafette gibt es 28.30 und in der Körperschule 27.60. Das Total beträgt somit 112.89. Der 7. Rang in der 5. Stärkeklasse ist dann nicht so richtig zufrieden stellend.

In Hohenems geht es eine Woche später auch nicht besser. Der Einbau von vielen jungen Turnern ist noch nicht richtig verdaut. Hier gelten wieder die alten Punktewerte. In Österreich gibt es erfahrungsgemäss etwas höhere Noten. Die 146.14 Gesamtpunkte reichen aber nur zum 11. Rang.

Beim Einzelwettkampf der Leichtathleten erzielt dann Karl Gimmi den hervorragenden 5. Rang unter 142 Turnern.


1971 Die Abendunterhaltung wird auch dieses Jahr wieder mit der Damenriege und dem Männerchor durchgeführt. Die Damenriege übernimmt die Verantwortung für die Kaffeestube im Keller. Neben den turnerischen Darbietungen kommt als Theaterstück ein Schwank in drei Akten zur Aufführung.

Dieses Jahr nimmt der Verein wieder an einem ausserkantonalen Turnfest teil. Es geht ins Toggenburg nach Wattwil. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte  wird die Körperschule zu Musik geturnt! Notenmässig zahlt sich das noch nicht aus, zu viele Unsicherheiten sind noch zu verzeichnen. Die Note beträgt 27.20. Besser geht es in der Kombination Kugelstossen/Barrenturnen (28.30), Lauf (28.56) und Hochsprung / Reck (28.16). Zusammen ergibt das eine Totalpunktzahl von 112.22. Das reicht zum 2. Rang bei der Gästekategorie. Erwähnenswert ist, dass die Turner im Hochsprung eine Durchschnittshöhe von 1.625m erzielen.

  • 1971tv

Besser fällt der kantonale Spieltag in Amriswil aus. Zum ersten Mal gewinnt Heimenhofen diesen Anlass in der Kategorie A, obwohl einige höher eingeschätzte Vereine daran teilnehmen.

Im Kreiswettkampf in Hauptwil, das in Form einer Wanderung um die Hauptwiler Weiher stattfindet, die von verschiedenen Postenarbeiten unterbrochen wird, erreicht Heimenhofen den hervorragenden 2. Rang, obwohl viele ganz junge Turner erstmals daran teilnehmen.

Elf Turner nehmen die Turnfahrt auf den Spitzmeilen im Glarnerland in Angriff. Diese Reise führt auf mehr als 2500 m über Meer.


1972 Der Bestand an Aktivturnern steht bei 24 Turnern. Markus Stern übernimmt die Vereinsführung von René Müller. Die andern Vorstandmitglieder bleiben im Amt. Der Monatsbeitrag hat seit 1937 nur 50 Rappen betragen, er wird jetzt auf einen Franken erhöht. Das schafft die Mittel, um erstmals einen gemeinsamen Trainingsanzug anzuschaffen. Für das Eidg. Turnfest in Aarau will man gerüstet sein. An diesem Fest wird der 33. Rang in der 10. Stärkeklasse erreicht. Die Einzelnoten betragen 28.30 (Körperschule), 29.00 (Barren), 28.03 (Reck) und 28.18 (Pendelstafette). Das reicht zu 113.51 Punkten. Man sieht erste Fortschritte in der Körperschule mit Musik.

Im Korbball sind auch ständig Verbesserungen zu vermelden. Turniersiege sollen gefeiert werden. Ein Antrag, dass der Verein jeweils 2 Liter Weisswein zahlen soll, damit man den Pokal nicht trocken heimtragen muss, wird in der Versammlung angenommen.


1973 Leider zieht der Präsident Markus Stern aus unserer Region weg. Max Thalmann wird zu seinem Nachfolger gewählt. Im Laufe dieses Jahres treten sechs junge Turner in den Verein ein. Austritte gibt es nur drei.

Die Abendunterhaltung wird erstmals seit langer Zeit ohne den Männerchor durchgeführt. Die Interessen sind zu unterschiedlich. Man einigt sich, nun alternierend Unterhaltungen durchzuführen. Der Turnverein wird also nur noch jedes zweite Jahr diesen Anlass durchführen.

Der sportliche Höhepunkt bilden die kant. Einzelturntage in Münchwilen. Heimenhofen tritt mit vielen, vor allem jungen Turnern an. Die erfolgreichsten sind Roland Kreis, der den 5. Rang von 131 Wettkämpfern im Fünfkampf erreicht und Heinz Bär. Er wird in der Jugend A sogar vierter.

In der Leichathletik sind entwickeln sich einige jungen Turner unter der Führung von Karl Gimmi stark. Ueli Schelling wird Ostschweizer Meister über 3000 m in der Kategorie Jugend A und erfüllt damit die Limite für die Schweizer Meisterschaft, wo er den 13. Rang belegt.


1974 Weil die Abendunterhaltung ohne Männerchor durchgeführt wurde, war 1973 finanziell ein erfolgreiches Jahr. Es wird ein Vorschlag von mehr als Fr. 3'500 ausgewiesen.

Dieses Jahr hat sich der Turnverein eine grosse Aufgabe vorgenommen. Der Kreisturntag Oberthurgau wird am 16. Juni in Andwil durchgeführt. Erstmals turnen an diesem Anlass Frauen und Männer gemeinsam. Er wird deshalb ein grosser Anlass. Auf der Landi-Wiese wird ein improvisierter Turnplatz errichtet. Am Vorabend findet zuerst aber noch ein Unterhaltungsabend in der Obsthalle der Landi statt. Daran ist ein Herr Kliebenschädel als Bauchredner und Conferencier beteiligt. Dieser Anlass bildet vermutlich das Sprungbrett für seine unvergleichliche Karriere als Kliby.

Am Turnfest werden die Vereine vormittags auf einen Parcours rund um Andwil geschickt. Am Nachmittag finden dann bei herrlichem Sommerwetter die Wettkämpfe auf dem Turnplatz statt. Alles klappt hervorragend. Der Veranstalter wird sehr gelobt. Die Aufräumarbeiten nach dem Fest dauern dann am Montag noch an. Die gemeinsame Arbeit trägt zum guten Gemeinschaftssinn und zum Zusammenhalt im Verein bei.

Im Korbball erreicht man dieses Mal am kantonalen Spieltag den guten 2. Rang. Die Leichtathleten Karl Gimmi, Roland Kreis und Ueli Schelling erlaufen sich an der kant. Stafettenmeisterschaft über 3 x 1000m den guten dritten Rang.

Unser Vereinspräsident Max Thalmann wird in diesem Jahr zum Präsidenten des Kreisturnverbands Oberthurgau gewählt.


1975 Der Kreisturntag war auch ein finanzieller Erfolg. Das Vereinsvermögen steigt per Ende 1974 auf über Fr. 11'000. Wiederum treten sechs junge Turner in den Verein ein. Dadurch haben wir 32 Aktivturner.

Das Kantonalturnfest wird diesmal in Sirnach durchgeführt. Der Vereinswettkampf wird sehr erfolgreich absolviert. Es gelingt, den. 4 Rang in der 6. Stärkeklasse zu erringen. Die Werfer und 400m-Läufer erzielen zusammen die Note von 28.72, im Lauf gibt es sogar 29.47 und im Barren-Doppelprogramm gute 28.65. Das ergibt ein Total von 115.49.

Im Einzelwettkampf erzielen Jörg Schmutz in der Jugend A den 4. Rang. Ueli Schelling schliesst den Zehnkampf der Junioren im 5. Rang ab. Karl Gimmi wird bei den Aktiven Zehnter.

  • 1975barren

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte wird an den Aufstiegsspielen des Korbballs am 28. Sept. 1975 in Weinfelden gesetzt. Die Heimenhofer Spieler überraschen in diesem Turnier sogar sich selbst und beenden den Wettkampf im 2. Rang. Dadurch steigen sie direkt in die Nationalliga A auf. Der grosse Erfolg wird dann auch gebührend gefeiert. Der Wirt des Löwen Andwil und die anwesenden Gäste werden den Tag ebenso wenig vergessen wie die Spieler selbst.

Die Turnfahrt führt dieses Jahr wieder einmal ins Ausland. Mit einem Car fährt man via Stilfserjoch in Südtirol. Die Übernachtung findet in Meran statt, wo - welch Zufall - gerade ein grosses Schützenfest stattfindet, das natürlich besucht werden muss. Die Nacht wird deshalb gewohnt kurz. Trotzdem geht die Reise frühmorgens weiter. Zuerst fährt man zum Kalternsee und dann geht es via Brennerpass und Arlberg wieder Richtung Schweiz.


1976 Unser Oberturner, Hans Messerli, tritt von seinem Amt zurück, um gleichzeitig dasjenige des Spielertrainers im Korbball zu übernehmen. Willi Kreis wird zum neuen Oberturner gewählt.

Der Aufstieg der Korbballer in die Nationalliga A erzeugt eine grosse Euphorie. Allerdings muss der teure Spielbetrieb mit den vielen Reisen in der ganzen Schweiz irgendwie finanziert werden. Eine gross angelegte Spendenkampagne spült Fr. 5’000 in die Kasse. Die Unterstützung ist in der ganzen Region spürbar. Es wird dafür eine eigene Korbballkasse eröffnet, damit die finanziellen Belastungen des Korbballs den Turnbetrieb nicht belasten.

Die erste nationale Korbballsaison ist dann nicht von gleichem Erfolg beseelt. Man wird wieder in den Senkel gestellt. Während Altnau souverän Schweizer Meister wird, muss Heimenhofen als 10. und Letzter in die Nationalliga B absteigen. Ernüchterung ist eingekehrt.

Die Turner absolvieren in Eggethof einen Kreiswettkampf. Trotz überlegenem Disziplinensieg im abschliessenden Lauf reicht es dabei nur zum 7. Rang. Unverdrossen wird aber auch dieser Rang gebührend gefeiert. Der Kreispräsident wird diesen Tag auch nicht so schnell vergessen, kommt er vor lauter Applaus doch kaum zum Verlesen der Rangliste.

Zum Abschluss der Saison findet dann wieder eine Turnfahrt statt. Sie führt diesmal für zwei Tage auf den Pizol.


1977 Hansjörg Huber wird an der Jahresversammlung anstelle von Roland Müller zum Vize-Oberturner gewählt. Im Februar wird erstmals ein gemeinsames Ski-Weekend mit der Damenriege angeboten. Die Abendunterhaltung im März ist ein grosser Erfolg. Nach Abzug des Damenriegen-Anteils von 25% bleibt noch ein Reinerlös von Fr. 6'800. Weniger erfolgreich ist das Hallenfest, das in der Obsthalle der Landi am Vorabend der kantonalen Veteranentagung durchgeführt wird. Die Gäste bleiben weitgehend aus, da man kein turnerisches Programm angeboten hat, sondern einfach nur eine Tanzmusik. Trotz gelungener Veteranentagung am Sonntag bleibt ein Verlust von Fr. 853.– in der Kasse.

Im Juni findet ein Kreisturntag in Erlen statt. Die Vereinswettkämpfe werden nur disziplinenweise ausgewertet. Im Barren gewinnt Heimenhofen mit 28.51 Punkten. Die Körperschule fällt mit 27.06 aber schwach aus. Besser geht es dann in der Stafette wieder, wo ein 6. Rang erlaufen wird.

Im Korbball wird die erste Saison in der Nationalliga B dann wieder zu einem Lichtblick. Man hat den Abstieg gut verkraftet. Dank vermehrtem Trainingsaufwand kann die Spielstärke verbessert werden. Unerwartet schliesst man die Meisterschaft im 2. Rang ab und steigt somit nach einem Jahr der Absenz wieder in die Nationalliga A auf.


1978 Der Vize-Oberturner Hansjörg Huber tritt auf die Jahresversammlung nach einem Amtsjahr wieder zurück. Seine Funktion wird im Moment nicht besetzt. Die Versammlung genehmigt eine Revision der Vereinsstatuten.

In diesem Jahr findet das Eidg. Turnfest in Genf statt. Wegen des weiten Wegs muss bereits am Freitag angereist werden, damit man am Samstag um 10.30 Uhr zur Körperschule bereit steht. Ausfälle wichtiger Leistungsträger trüben die Erwartungen. Die Körperschule gelingt recht gut, was die Note von 28.36 aber nicht auszudrücken vermag. Am Barren gibt es gar nur 28.14 und in Kugelstossen/Weitsprung 27.71. Die Pendelstafette gelingt dann mit 28.36 wieder etwas besser. Die Gesamtnote beträgt 112.57, was lediglich zu einem Mittelfeldplatz reicht. Am Sonntagabend trifft die Turnerschar dann beim Bahnhof Erlen ein, wo die andern Dorfvereine schon warten, um sie nach Andwil in die Turnhalle zu begleiten.

Im Korbball gelingt es der 1. Mannschaft mit dem 7. Schlussrang die Zugehörigkeit in der Nationalliga A zu wahren. Beim kantonalen Spieltag erringt die erste Mannschaft in der Kat. A den zweiten Rang. In der Kat. B gewinnt Heimenhofen II den Pokal.

Eine Turnfahrt wird nicht durchgeführt, zusammen mit der Damenriege findet aber ein Chlausabend statt.


1979 Max Thalmann tritt als Präsident zurück. An seine Stelle wird Roland Kreis gewählt. Gleichzeitig ersetzt Hans Widler Conrad Keller als Kassier. Der Jahresbeitrag muss von Fr. 12.–  auf Fr. 25.–  erhöht werden, weil der alte Beitrag nicht einmal mehr die Abgaben an den Kantonalverband decken. Mit Hans Gimmi und Jakob Bär sterben gleich zwei verdiente Ehrenmitglieder im gleichen Jahr.

Das Ski-Weekend findet auf der Lenzerheide statt. Schnee hat es auch an der Turnfahrt auf den Säntis, obwohl diese anfangs August stattfindet. Einige Bergsteiger frieren sich fast Ohren und Hände ab.

In Frauenfeld werden die kantonalen Einzelturntage durchgeführt. Im Mehrkampf der Leichtathleten erreicht Roland Kreis den hervorragenden 3. Rang unter 240 Startenden.

Die Korbballer wiederholen in der Nationalliga A ihren 7. Rang vom Vorjahr und etablieren sich allmählich in der höchsten Spielklasse. Einen kantonalen Titel gibt es bei der Hallenmeisterschaft vor der Mannschaft von Altnau.


1980 Fünf Turner werden in den Verein aufgenommen, wogegen nur ein Austritt zu vermelden ist. Traurig muss die Meldung entgegengenommen werden, dass unser Vereinslokal, das Rest. Schöntal in Heimenhofen, in diesem Frühling definitiv geschlossen wird.

Da der Turnverein im nächsten Jahr 100jährig wird, beschliesst man, eine neue Vereinsfahne anzuschaffen. Zu einer Einigung über Farben und Sujets braucht es zwei Sitzungen. Die Kosten für die Fahne betragen Fr. 4'380.–.

Turnerischer Tiefpunkt des Jahres ist das Kreisturnfest in Bürglen. Im Wettkampf mit drei Wertungsteilen schaut nur der 7. Rang heraus. Besser ergeht es den Einzelturnern. Karl Gimmi gewinnt den Seniorenwettkampf und Roland Kreis wird Vierter bei den Aktiven.

Die Damenriege kann ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Die Turner führen an diesem Anlass die Festwirtschaft, damit die sich die Damen ganz dem Festprogramm widmen können.

Die Korbballer haben keine gute Saison, was Ueli Schelling aus Chicago veranlasst, in einem fingierten Artikel der Chicago Tribune seinen Unmut darüber auszudrücken. Der zehnte und letzte Rang führt direkt zurück in die Nationalliga B. Besser geht es am kantonalen Spieltag, wo die beiden Heimenhofer Mannschaften die Ränge 1 und 3 belegen.

Die Turnfahrt führt dieses Jahr ins Urnerland auf die Eggberge ob Altdorf.



1981 Das Jahr des 100jährigen Jubiläums:

Das Vereinsjahr wird vom grossen Jubiläum geprägt. Schon früh im Jahr beginnen die Vorbereitungen für das Fest. Der neue Trainingsanzug ist eingetroffen (Kosten Fr. 74.80 pro Stück), dazu gibt es auch ein Jubiläums-Leibchen. Die neue Fahne steht auch schon bereit. Das Fest wird am 25. und 26. April durchgeführt, um Datumskollisionen mit andern sportlichen Ereignissen zu vermeiden. Max Thalmann stellt sich als OK-Präsident zur Verfügung. Am Samstag findet am Nachmittag eine Jubiläums-Stafette statt. 10 Mannschaften à 6 Läufer absolvieren unterschiedliche Laufstrecken rund um die Gemeinde Andwil. Der TV Märstetten geht als Sieger aus diesem Wettkampf hervor.

Am Abend folgt ein Unterhaltungsabend in der Landi-Obsthalle mit dem Conférencier Heino Orbini, der vom Fernsehen sehr bekannt ist. Seine Gags sind nicht schlecht. Er vermag aber dennoch niemanden davon überzeugen, seine Tonträger zu kaufen. Das schlägt auf seine Stimmung. Die Vereine bieten ein buntes Turnprogramm. Höhepunkt ist der Reigen der Männerturner im Stil vor hundert Jahren.

Am Sonntag folgt dann das eigentliche Jubiläumsfest. Es startet am Morgen mit einem Apero der Mitglieder und Gäste, gefolgt von einem Mittagessen. Anschliessend folgen der Festakt mit den Ehrungen und die Fahnenweihe. Als Patensektion fungiert der TV Donzhausen.

Die Spendenaktion zugunsten der neuen Fahne spült Fr. 10'705 in die Kasse, was den Anschaffungspreis ums Doppelte übertrifft.

  • 1981neufahne

Nach den Festaktivitäten bringt der Alltag wieder Sportanlässe. Am kantonalen Turnfest in Weinfelden wird trotz einer Totalnote vom 113.77 nur der 25. Rang in der 6. Stärkeklasse erreicht. Die Vorbereitung hatte unter dem Jubiläumsfest gelitten. Im Korbball verpassen die Heimenhofer den Wiederaufstieg nur um zwei Punkte, weil sie das letzte Spiel verlieren. Sie fallen auf den 6. Rang zurück. Im Kanton sind sie dann wieder erfolgreicher. Sie gewinnen wiederum den kantonalen Spieltag.

Gegen Ende des Jahres findet dann die Turnfahrt auf den Heinzenberg und der Heimenhofer Sporttag statt (Sieger Kurt Eggmann vor Roland Kreis).


1982 An der Jahresversammlung wird Roland Müller geehrt. Er gibt sein Mandat als Jugileiter nach 18 Jahren an seinen Neffen Thomas Müller weiter. Trotz grossem Fest im Vorjahr sind die Finanzen knapp, das Vereinsvermögen steht nur noch bei Fr. 773. Man muss sich etwas einfallen lassen. So entsteht die Idee, einen Silvesterball auszurichten, was sich in der Zukunft als Glücksgriff erweisen wird. Die dazu eingeladene Musikband „The Saxonys“ soll diesen Anlass für viele Jahre begleiten.

Am Oberthurgauer Kreiswettkampf in Sulgen findet eine sportliche Misere statt. Heimenhofen belegt den letzten Platz. Das soll hier nicht weiter kommentiert werden.

Die Korbballer spielen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr und belegen den 5. Rang der Nationalliga B. Allerdings gewinnen sie alle Turniere und Meisterschaften in der eigenen Region, kantonaler Spieltag, kant. Hallenmeisterschaft und Kreismeisterschaft eingeschlossen.

Diesmal geht es bei der Turnfahrt über den See. Bruno Füllemann navigiert die Turner mit seinem Boot nach Immenstaad, wo am Abend ein so unvergessliches Fest stattfindet, dass am andern Morgen die geplante Wanderung auf den nahe liegenden Berg nicht durchgeführt werden kann. Im Verlaufe des Tages finden alle Turner auf dem Zeltplatz wieder zueinander, um den Heimweg per Boot und Velo in Angriff zu nehmen. Am Abend wird im Restaurant Waage, Mattwil mit den Italienern der Fussballweltmeistertitel gefeiert. Es findet sich immer ein Grund zum Feiern.


1983 Der Silvesterball wird erfolgreich durchgeführt. Finanziell ist es aber noch nicht der grosse Geldsegen, weil viele Investitionen getätigt werden müssen. So wird im Geräteraum eine neue Bar installiert. Bereits im März findet wieder eine Abendunterhaltung an zwei Samstagen im März statt.

Am 12. Juni richtet der TV Heimenhofen den Kreisjugitag in Andwil aus. Zum ersten Mal werden Mädchen und Buben am gleichen Fest teilnehmen. Total 1400 Jugendliche finden sich zum Wettkampf ein. Es braucht eine organisatorische Meisterleistung, die Kinder durchs Programm zu führen. Es findet ein Plauschwettkampf für alle statt. Am Nachmittag werden Jägerball- und Korbball-Spiele durchgeführt. Letztlich sind alle Teilnehmer und Funktionäre zufrieden und glücklich. Der Vereinskassier zählt 4866 Franken Reingewinn.

Die Heimenhofer Turner müssen dann am St. Galler Kreisturnfest selbst wieder in die Hosen - in dieselben geht dann aber der Wettkampf. Bei jedem Wettkampfteil geht etwas schief. Bei der Körperschule hört man die Musik nicht recht, die Synchronität kommt nie zustande. Nur total 111.17 Punkte sind das Resultat der Anstrengungen. Der schlechteste Vereinswettkampf seit vielen Jahren.

Im Korbball belegen die Spieler diesmal den 4. Rang. Punktgleich mit dem Aufsteiger, fehlt diesmal nur ein einziger Korb zum Aufstieg. Zum vierten Mal in Folge gewinnt man den kantonalen Spieltag.

Im Herbst wird die Turnfahrt durchgeführt. Sie bringt unsere Turner ins Tessin zur Strada Alta. Im November organisiert Heimenhofen die kantonale Delegiertenversammlung in Andwil, wo sich rund 200 Vereinsvertreter aus dem ganzen Thurgau einfinden.


1984 Die vielen Aktivitäten des Vorjahrs haben einen Vorschlag von über Fr. 3'000 gebracht, womit die Finanzen wieder etwas komfortabler werden.

Dieses Jahr findet das Eidg. Turnfest in Winterthur statt. Die Turner hoffen, es gehe diesmal besser als in St. Gallen. Tatsächlich fallen die Resultate viel besser aus. Die Grossfeld-Gymnastik (Körperschule) gelingt hervorragend und bringt 29.04 Punkte.  Auch der Barren mit 28.77 und die Leichtathletik-Disziplinen Weitwurf und 1000m mit 28.86 gelingen sehr gut. Einzig in der Pendelstafette, wo sich der Oberturner eine Zerrung holt und humpelnd zur Übergabe hopsen muss, liegt mit 28.10 unter den Erwartungen. Die Gesamtnote von 114.77 reicht zum 94. Rang unter 278 Vereinen unserer Stärkeklasse.

Im Korbballturnier des Turnfests erreichen wir einen Rang, der auch dem Kräfteverhältnis in der Meisterschaft entspricht. Leider reicht es nicht für den Einzug unter die ersten Acht. Am Ende wird es der 13. Rang.

In der Korbballmeisterschaft der Nat. B wird der 4. Rang erreicht. Auch dieses Jahr entscheidet das letzte Spiel gegen den Aufstieg von Heimenhofen. Wiederum gewinnt man dafür den kantonalen Spieltag.

Nach den sportlichen Anstrengungen der Saison findet die Turnfahrt statt. Sie führt uns diesmal auf die Fideriser Heuberge. Ende Jahr folgt dann bereits die vierte Folge des Silvesterballs, der zum fixen und erfolgreichen Anlass im Vereinskalender wird.


1985 Kurt Eggmann übernimmt den Vize-Oberturner-Posten von Bruno Füllemann. Die Abendunterhaltungen werden im März durchgeführt. Sie kommen sehr gut an und werden gut besucht. Kein Wunder, dass fast Fr. 10'000 Reingewinn erzielt wird.

Für die Teilnahme an einem Turnfest will man wieder einmal in Ausland gehen. In Lustenau findet das vorarlbergische Landesturnfest statt, wo wir schon oft schöne Feste erlebt haben. Der Vereinswettkampf gelingt recht gut. Nur bei den 1000m-Läufern kommt es zu Diskussionen. Nachdem alle Läufer im Ziel sind, sich über den guten Lauf freuen, kommt die Meldung, dass die Zeitmessung ausgefallen sei und der Lauf wiederholt werden müsse. Damit stossen sie natürlich nicht auf unser Musikgehör. Schliesslich können die Funktionäre überzeugen werden, unsere handgestoppten Zeiten zu übernehmen. Das trägt dann zu der Gesamtpunktzahl von 114.22 bei.

Schlechter ergeht es den Einzelturnern am Samstag. Es regnet so stark, dass man beim Lauf und bei den Sprüngen die Bahn nicht mehr sehen kann und somit Weitsprünge geschätzt werden müssen. Das tut aber der Stimmung keinen Abbruch. Über die Nächte von Lustenau erzählen die älteren Turner heute noch gerne zu fortgeschrittener Stunde.

Strömender Regen prägt auch die Einzelturntage in Arbon, wo 13 Turner teilnehmen. Am besten ergeht es den Leichtathleten Roland Kreis mit einem 11.  Rang unter fast 200 Teilnehmern. Alfred Schefer erkämpfte sich bei den Nationalturnern Kat. L3 den guten 8. Rang.

  • 1985korbball

Korbballmannschaft 1985:

kniend von links: Thomas Müller, Roland Kreis, Martin Kreis, Ruedi Lendenmann. Stehend: Ueli Schelling, Stefan Hanselmann, Markus Bär, Erich Ammann, Urs Messerli.

Die Korbballer absolvieren eine Super-Saison. Sie holen sich eine Silbermedaille in der Nat. B und schaffen somit den Aufstieg in die Nat. A. Viele Siege an Turnieren und regionalen Meisterschaften zeugen davon, dass die Mannschaft gefestigt ist. Dieses Jahr kann sogar das Chlausturnier von Arbon gewonnen werden, das vielleicht bestbesetzte Turnier der Schweiz überhaupt.

Als Anerkennung der starken Saison wird die Korbballmannschaft für die Wahl zur besten Sportmannschaft des Kantons nominiert. In der Wahl wird der gute 5. Rang erreicht.

Die Turnfahrt führt uns diesmal in Welschland. Die Turner erklimmen den Creux-du-van im Neuenburger Jura. Mitten im Sommer gibt es dort auf dem Berg ein Fondue.

Im November führt Heimenhofen die kantonale Delegiertenversammlung des Schwingerverbands in Andwil durch und erhält dort den Auftrag, den kantonalen Schwingertag 1987 zu veranstalten.


1986 Markus Bär löst Willi Kreis als Oberturner ab. Für die Deckung der hohen Kosten der Korbballmeisterschaft wird eine Sammelaktion in der Bevölkerung durchgeführt. Man will dabei den Schwung der guten letzten Saison ausnützen. Es kommen mehr als Fr. 6'000 zusammen, was den Betrieb der nächsten paar Jahre sichern soll.

In Romanshorn findet das Kreisturnfest statt. Es ist die Feuertaufe für den neuen Oberturner. Er selbst legt mit dem 3. Rang im Einzelturnen des gemischten Wettkampfs schon einmal mächtig vor, Im Vereinswettkampf wird diese Vorlage erfolgreich gekontert. In allen Disziplinen werden Werte über 28.50 erzielt, am Barren 29.04 und in der Grossfeldgymnastik folgt dann die Höchstnote mit 29.07. Das ergibt total 115.33 Punkte, was zum Sieg in der 4. Stärkeklasse reicht. Auf der Heimreise mit Traktor und Wagen muss deshalb öfters angehalten werden, um dies an verschiedenen Orten gebührend zu feiern. Der Schluss findet dann in Happerswil statt, wo die Spiegeleier ohne Pfanne direkt auf der Herdplatte zubereitet werden.

Die Korbballer sind auch in Bestform und übertreffen den Erfolg des letzten Jahres. Als bestklassierte Thurgauer Mannschaft beendet man die Saison der Nationalliga A im hervorragenden 6. Rang. Das bleibt die beste Rangierung in der ganzen Vereinsgeschichte.

Die Mannschaft gewinnt auch sonst alle Turniere und Meisterschaften der Region. Auch der kantonale Spieltag geht wieder an Heimenhofen.

Im Herbst führt die Turnfahrt auf die Schynigi Platte in Berner Oberland. Zurück in der Heimat muss aber schon wieder mit dem Üben begonnen werden. Es stehen zum ersten Mal zwei Unterhaltungsabende im November auf dem Programm. Man musste den Termin so ansetzen, weil zu viele andere Feste im Frühling stattfinden. Auch diesmal sind beide Abende gut besucht und das Programm kommt beim Publikum gut an.

Noch stärker ist dann der Andrang an die 5. Silvesterparty. Mehr als 500 Besucher drängen in die Halle und bringen fast Fr. 15'000 Reingewinn in die Kasse.

1987 Sechs junge Turner können in Verlauf dieses Jahres in den Verein aufgenommen werden, ohne dass dem ein Austritt gegenüber steht. Diese können sich bereits am kantonalen Turnfest in Frauenfeld erstmals empfehlen. Die Vereinswettkämpfe gelingen recht gut. Nur im Barren erreicht man das Niveau des Vorjahrs nicht mehr und muss mit 28.35 zufrieden sein. In der Pendelstafette kann eine beachtliche Durchschnittszeit von 12.01 Sekunden erlaufen werden. Dies ergab 28.78 Punkte. Mit total 114.49 belegt Heimenhofen  den 13. Rang von 30 Vereinen in der gleichen Stärkeklasse. Beim Heimenhofer Sporttag löst Markus Bär den Vorjahressieger Kurt Eggmann an der Spitze ab.

82. Thurgauer kantonaler Schwingertag.

Am 1. Mai 1987 findet der Unterhaltungsabend in der Landi-Obsthalle statt. Viele Besucher vergnügen sich bei einem prominent besetzten Abendprogramm. Am Sonntag soll dann der Schwingertag stattfinden. Doch das Wetter lässt den Wettkampf an diesem Tag nicht zu. Er wird auf den folgenden Sonntag verschoben.

Am 9. Mai finden sich dann die besten 160 Schwinger der Ostschweiz und rund 2200 Zuschauer in Andwil ein. Dabei ist auch der amtierende Schwingerkönig Ernst Schläpfer. Bei herrlichem Wetter wird bester Schwingsport geboten. Der OK-Präsident Max Thalmann führt dann am Nachmittag durch den Festakt, bei dem viele prominente Thurgauer anwesend sind.

Der Schlussgang wird zwischen Ernst Schläpfer und dem Thurgauer Ruedi Studer ausgemacht. Der Favorit behält die Oberhand. Der Schwingerkönig nimmt den Muni mit nach Hause.

Zum Abschluss können sich die Schwinger am Gabentempel bedienen, der einen Wert von über Fr. 70'000 repräsentiert. Der ganze Anlass kann sehr professionell abgehalten werden und Heimenhofen erhält sehr viel Lob von allen Seiten. Alle turnenden Vereine und viele freiwillige Helfer haben zum Erfolg beigetragen. Alle sind froh und glücklich, als die grosse Arbeit von vielen Monaten vorüber ist. Mit Fr. 24'000 Reingewinn stimmt auch die finanzielle Seite dieses Grossanlasses.

Im Schatten des Schwingertags absolvieren die Korbballspieler Ihre Saison. Sie kommen wieder auf 16 Punkte aus 18 Spielen. Im Gegensatz zum letzten Jahr reicht es diesmal aber nur zum 7. Schlussrang.

Die Turnfahrt auf den Hohen Kasten scheint dem Tagesaktuar soviel Eindruck gemacht zu haben, dass er den Bericht gleich zweimal ins Protokollbuch schreibt.


1988 Dank den erfolgreichen Festen der letzten Saison verbessert sich die finanzielle Lage des Vereins erheblich. Sportlich gesehen ist das Waadtländer Turnfest in Orbe der Höhepunkt. Erstmals seit dem Eidg. Turnfest in Genf 1978 wird die Sprachgrenze wieder einmal überschritten. Wir erleben ein sehr schönes, kleines, intensives Turnfest. Die Notengebung ist grosszügig. Leider nützt das am Barren nicht soviel, 28.47 ist das Resultat. Die leichtathletischen Disziplinen gelingen dann aber hervorragend: Pendelstafette und 1000m geben je 29.48. Alles deutet auf eine sensationelle Gesamtpunktzahl hin, wäre da nicht noch das Steinheben. Da fallen fast alle Steine vorzeitig runter. Es ist der totale Absturz, 25.35 Punkte ist die schlechteste Punktzahl der ganzen 125-jährigen Vereinsgeschichte. Trotzdem gibt es eine Punktzahl von 114.28 und der 9. Rang von 21 Teilnehmenden. Den Tiefschlag überwinden wir am tollen Fest in den Garagen von Orbe.

  • 1988koerperschule

In der Nationalliga A erreichen die Korbballer diesmal den 8. Rang. Drei Niederlagen zum Saisonschluss verhindern eine bessere Klassierung. Am kantonalen Spieltag gelingt dieses Jahr keine Spitzenplatzierung, wogegen die Senioren das erste Seniorenturnier des Kantons gewinnen können.

Die Turnfahrt bringt 26 Turner wieder einmal ins Ausland. In drei Tagen geht es zuerst nach München, dann via diverse Schlösser nach Kufstein und am dritten Tag via Innsbruck zurück in die Schweiz. Vor allem der Olympiapark mit dem hohen Turm hat es den Heimenhofern angetan.


1989 Der Kassier Ueli Schelling trägt erstmals in der Vereinsgeschichte eine per Computer erstellte Jahresrechnung vor.  Die Zahlen stimmen auch dieses Jahr.

Da kein grosses Turnfest ansteht, führt der Kreis Oberthurgau ein Turnfestival in Sulgen durch. Diverse gewohnte Disziplinen werden absolviert und einzeln gewertet. Einen Sieg gibt es im 1000m Lauf. Die Pendelstafette bringt den 4. Rang. Die andern Disziplinen bringen keine grossen Resultate, obwohl Markus Bär mit 68.90 m im Weitwurf eine Bestweite erzielt.

An den kantonalen Einzelturntagen in Romanshorn überzeugt Roland Kreis mit einem Sieg im Leichtathletikfünfkampf der Kategorie C1.

In der Sommerpause wird mit der Damenriege zusammen ein Plausch-OL per Velo durchgeführt, der mit einem gemeinsamen Grillfest endet.

Die erste Korbballmannschaft erfährt einige Wechsel. Junge Spieler werden neu in die Mannschaft eingebaut. Zudem stellt Heimenhofen als letzte Mannschaft der Liga von Mann- auf Raumdeckung um. Man hatte zwar mit der Manndeckung gute Erfahrungen gemacht, die andern Teams und die Schiedsrichter schätzten die aggressive, enge Bewachung nicht sonderlich. Letztendlich werden wir durch die Regelauslegung zum Wechsel gezwungen. Kein Wunder, dass  die Abstimmung in der Mannschaft in dieser Saison nicht so gut klappt. Am Ende reicht es mit 9 Punkten nur zum ebensovielten Rang, was Abstieg in die Nationalliga B bedeutet.

Zum Jahresabschluss wird die Turnfahrt mit der 5-Seen-Wanderung, der obligate Chlausabend, der Kegelabend und der Silvesterball durchgeführt: Ein erfülltes Vereinsjahr auch ohne grosses Turnfest.


1990 Die Jahresversammlung bringt eine grosse Rochade im Vorstand. Roland Kreis tritt sein Präsidentenamt an Robert Schwarz ab, der Oberturnerposten geht von Markus Bär an Stefan Hanselmann und Markus Rutishauser übernimmt den Aktuar vom neuen Präsidenten. Auch die Leiterfunktionen bei der Jugendriege werden neu besetzt. Trotzdem gehen die Vereinsaktivitäten reibungslos weiter. Generationenwechsel sind bei Turnvereinen üblich.

Überschattet wird das Vereinsjahr durch einen tödlichen Verkehrsunfall des jungen Aktivmitglieds Roland Knöpfli.

Der Kreisturntag in Sulgen bringt nicht die erhofften Resultate. Einzig in der Stafette reicht es trotz Verletzungspech zu der guten Note von 28.77.

Die Korbballer müssen den Abstieg des Vorjahres verdauen und erstmal probieren, mit der stark verjüngten Mannschaft in der Nationalliga B er verbleiben. Das gelingt mit dem 6. Rang sehr gut. Wenn das letzte Spiel gewonnen worden wäre, hätte es sogar zum Wiederaufstieg gereicht. Der zweiten Mannschaft gelingt genau das mit dem Aufstieg in die 1. Liga.

Der Trübsee ist das Ziel der zweitägigen Turnfahrt. Die Abendunterhaltung wird wieder sehr erfolgreich im November durchgeführt, mit dem Theater „Z’wenig Speuz“. Der Jahresabschluss wird wie gewohnt mit dem Silvesterball begangen.


1991 In der Vereinsleitung gibt es diesmal keine Veränderung. Hingegen treten wieder fünf junge Turner in den Verein ein. Auf sie wartet bereits der erste Grossanlass mit dem eidg. Turnfest in Luzern. 24 Turner reisen für den Wettkampf in die Innerschweiz. Man startet in der 8. Stärkeklasse mit jeweils 12 Turnern pro Disziplin. Der Beginn mit der Grossfeldgymnastik gelingt perfekt. Eine fehlerfreie Übung bringt die hohe Punktzahl von 29.11. Leider gibt es am Barren zwei Übungsfehler und bei der Pendelstafette muss die 100m Rasenbahn von jedem Läufer zweimal bezwungen werden, weil wir ein Doppelprogramm absolvieren. Auf der holprigen, kräfteraubenden Bahn ist das für viele zuviel und die Punktzahl fällt mit 28.31 enttäuschend aus. Die Totalpunktzahl beträgt 114.43.

Ganz anders läuft es am nächsten Tag beim Elite-Korbballturnier. Die Heimenhofer wachsen nach einem glücklichen Sieg gegen das Spitzenteam aus Bachs über sich hinaus und spielen sich in den Kreis der absoluten Turnierfavoriten hinein. Im letzten Spiel um Platz 5 geht es gegen den aktuellen Schweizer Meister Neuenkirch. Die Heimenhofer spielen sich in einen richtigen Rausch und gewinnen dieses Spiel nach nicht zu überbietender Spannung knapp. Der fünfte Rang am Eidg. Turnfest ist sicherlich ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Diesen Schwung nehmen die Korbballer gleich mit in die Meisterschaft. Sie erspielen in einer spannenden letzten Runde die erforderlichen Punkte und belegen den aufstiegsberechtigten 2. Rang.

Der Heimenhofer Sporttag wird mit einer Gedenkfeier zum 700jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft begangen. Viele Gemeindebewohner nehmen aktiv und passiv daran teil und geben dem Anlass einen schönen Rahmen. Erstmals führt der Turnverein Heimenhofen zusammen mit dem Sportclub Lista einen Crosslauf in Andwil durch. Fast 180 Läufer nehmen daran teil, vor allen viele Schüler aus der Umgebung.

Zur Turnerreise wird diesmal selbst gefahren. Mit Schiff und Velo geht es via Schaffhausen über den Randen ins Schaffhauser Weingebiet. In Osterfingen wird ein Weinfest besucht und nach abenteuerlichem nächtlichem Marsch in Wilchingen im schönen Chalet Carolein genächtigt. Die Weiterfahrt am Morgen bringt die Velofahrer nach Winterthur. Von dort steigt man dann in Zug für die Heimreise.


1992 Ein etwas ruhigeres Vereinsjahr erwartet uns. Da kein grosses Fest ansteht, entscheiden wir uns, wieder einmal ins Welschland zu fahren. Dort findet das freiburgische kantonale Turnfest in Charmey am Fuss des Jaunpasses statt. Wie vor einigen Jahren in Orbe verläuft der Wettkampf. Gymnastik und Barren gut, Pendelstafette mittelmässig, dafür der 1000m-Lauf mit einer platten 30.00 (dank einer etwas kurzen Rasenpiste). Dann kommt der Steinheben-Absturz mit einer 26.60. Wiederum wäre mehr als 114.92 möglich gewesen.

Beim Kreisturntag in Amriswil werden in allen Disziplinen Punktzahlen im Bereich von hohen 28er-Zahlen erreicht.

Die Korbballer erleiden in der Nationalliga A wieder einen Dämpfer. Nur 2 Punkte aus den ersten 9 Spielen reichen nicht für einen erfolgreichen Liga-Erhalt. Das Niveau ist zu hoch für diese Mannschaft. Als kleiner Trost dienen die Siege am kantonalen Spieltag und in der Hallenmeisterschaft.

An der diesjährigen Abendunterhaltung wird erstmals im Geräteraum eine Bar eingerichtet. Diese Unterhaltungsabende werden wieder gut besucht.

Etwas mehr Mühe bereitet der Silvesterball. Die Damenriege verzichtet aus Personalmangel auf die Mithilfe. Die Turner entscheiden sich, den Ball alleine mit Hilfe einiger anderer Frauen durchzuführen. Ein Trend bestätigt sich: Der Ball verliert langsam an Attraktivität. Wegen dem aktiven Verspritzen von „Chlöpf-Most“ kommen seriöse Gäste sowieso nicht mehr. Das Durchschnittsalter wird immer jünger und die Räusche der Besucher grösser.


1993 Der Kassier kann einen Jahresgewinn von rund Fr. 10'000 bekannt geben, was das Vereinsvermögen auf Fr. 38'000 erhöht. An der Jahresversammlung werden 32 Aktivturner gezählt.

Das kantonale Turnfest in Kreuzlingen steht an. Leider fehlt diese Protokoll in den Büchern des Vereins. Das Resultat von total 115.66 deutet aber auf einen hervorragenden Wettkampf hin. Die Teilnahme in der 3. Stärkeklasse zeigt auch, dass mit sehr vielen Turnern teilgenommen wurde.

Alfred Schefer erringt in Nationalturnen in der Kat. B einen Turnfestsieg.

Im Sommer wird zum ersten Mal ein Sie + Er-Korbballturnier durchgeführt. Was als Plauschturnier zur Überbrückung der Sommerflaute gedacht war, wird zum Grossanlass. Mit ca. 10 Mannschaften wollte man in Andwil ein kleines Turnier machen. Doch es melden sich 42 Mannschaften für dieses neuartige Turnier an. Das Turnier muss deshalb kurzfristig nach Amriswil verschoben werden, wo hervorragende Plätze vorgefunden werden. Nach dem Turnier wird noch Disco-Unterhaltung geboten und die Teilnehmer/-innen weihen die schönen Mostkrüge (Mannschaftspreis) gleich an Ort und Stelle ein.

Im Korbball geschieht das Undenkbare: Heimenhofen geht mit 6 Punkten Vorsprung auf Urtenen in die letzte Runde mit drei Spielen. Urtenen holt sich 6 Punkte und Heimenhofen geht leer aus. Drei Mannschaften haben jetzt die gleiche Punktzahl. Aufgrund der direkten Begegnung steigt Heimenhofen nach 18 Jahren Zugehörigkeit aus der Nationalliga ab. Ein trauriger Tag für den Verein. Auch Siege an den diversen kantonalen Turnieren mögen dies nicht auszugleichen.

Der Crosslauf wird wieder mit vielen Läufern durchgeführt, ein erfreulicher Anlass mit angegliedertem Plauschparcours.

Die Tendenz des Sylvesterballs setzt sich fort. Die Mehrheit der Turner wollen diesen Ball nicht mehr fortsetzen. Da sich einige junge Turner aber sehr dafür einsetzen, gibt man dem Anlass eine Galgenfrist.


1994 Wieder gibt es eine grosse Rochade im Vorstand. Robert Schwarz, Präsident, Ueli Schelling, Kassier, Stefan Hanselmann, Oberturner und Heinz Scherb, Korbballvertreter, treten zurück und werden ersetzt durch Ruedi Lendenmann, Präsident, Stefan Lendenmann, Oberturner, Heinz Scherb, Kassier, und Marco Imhof, Vertreter Korbball. Um die hohen Verbandsabgaben zu decken, müssen die Jahresbeiträge auf Fr. 50.-  erhöht werden.

Die Turner wählen sich Sursee für ihr diesjähriges Turnfest aus. Dort gelingt Alfred Schefer im Nationalturnen ein Festsieg in der Kat. B. Thomas Kreis wird dritter im Kunstturnen der Kat. L3. Im Sektionswettkampf schauen sehr hohe Noten heraus. Die Gesamtpunktzahl von 116.04 reicht aber nur zum 15. Rang, weil das Bewertungsniveau allgemein sehr hoch ist.

In Eggethof wird ein Kreissternmarsch durchgeführt. Dort wird jeweils ein Turnverein mit einer fremden Damenriege zusammengeführt. Die Disziplinen sind mehr plausch- und wenig leistungsmässig ausgerichtet.

Als Veranstalter organisiert Heimenhofen wieder das Sie- und Er-Korbball-turnier (45 Mannschaften), den Crosslauf, die Abendunterhaltung, den Silvesterball und die kantonale Abgeordnetenversammlung!

Daneben wird aber auch Korbball gespielt, die erste Saison in der ersten Liga seit fast 20 Jahren. Diese Thurgauer Meisterschaft wird sicher gewonnen, man qualifiziert sich für die Aufstiegspiele in Wattwil. Diese werden zu einem Triumphzug für den Verein. In der Endausmarchung stehen sie Volketswil, Madiswil und der Unteren Reiat gegenüber (heute alles gute A-Mannschaf-ten). Alle Gegner werden in aufopfernden Spielen besiegt. Heimenhofen ist Schweizer 1. Liga-Meister und steigt wieder in die Nationalliga auf.


1995 An der Jahresversammlung werden neue Statuten genehmigt. Im Frühjahr führen die Korbballer erstmals ein Trainingslager durch. Das zeigt sich dann auch in der Meisterschaft, wo man in der Nat. B wieder an der Spitze mitmischen kann. Die Bronzemedaille ist die verdiente Ausbeute.

Am Kreisturnfest in Arbon werden einige junge Turner eingebaut. Die Noten sind nicht berauschend, aber immerhin gibt es mit 114.34 Punkten einen Mittelfeldplatz.

Ein grosser Erfolg ist wieder das Sie- und Er-Korbballturnier, an dem wieder 45 Mannschaften teilnehmen. Es herrscht wiederum eine tolle Stimmung bis zum Abend.

Ein schöner Anlass ist auch die 700-Jahr-Feier von Andwil, an welchem die Turner eine Bar betreiben und am Festakt ein Barrenprogramm zeigen dürfen.

Der Höhepunkt dieser Saison ist die dreitägige Turnfahrt nach Holland, die Markus Rutishauser organisiert hat. Zuerst fährt man mit dem Zug nach Rotterdam. Von dort geht es mit dem Bus weiter. Man besucht den grössten Hafen von Europa und die grossen Dämme vor Rotterdam. Die Nacht wird im bekannten Bad Scheveningen verbracht. Am andern Tag geht es nach Amsterdam, wo sich die Turner an verschiedenen Orten vergnügen. Am Abend ist dann der Rotlichtbezirk im Zentrum des Interesses. Der Folgetag wird nochmals zur Stadtbesichtigung benutzt, bevor am Abend der Zug bestiegen wird. Die Ankunft im Thurgau ist dann am nächsten Morgen.

Der 14. Silvesterball bringt wieder etwa 500 Gäste in die Turnhalle. Die Problematik bleibt dieselbe: Die Gäste werden immer jünger und die Sauerei immer grösser.


1996 Sechs junge Turner treten in den Verein ein. Damit steigt der Bestand der Aktivturner auf 33. Die Ehrenmitglieder zählen bereits 20 Köpfe.

Dieses Jahr findet das Eidg. Turnfest in Bern statt. In der Gymnastik treten Turner und Turnerinnen von Heimenhofen erstmals zu einer gemischten Übung an. 33 junge Turner und Turnerinnen gleichzeitig auf dem Platz, ein tolles Gefühl, das zu einer tollen Übung führt. Die Note bestätigt das Gefühl: 29.12, hervorragend, vor allem weil es ein Doppelprogramm ist. Die Note der Pendelstafette ist mit 29.33 sogar noch höher und auch der Barren mit 28.80 fällt zu unserer Zufriedenheit aus. Die Gesamtnote beträgt 116.37, was zum guten 38. Rang reicht.

  • 1996turnfest

Der Turnverein hat wieder einen Anlass für ein Jubiläum. 20 Saisons hat man in der Nationalliga der Korbballer gekämpft. Das wird mit einem Nostalgie-Turnier gefeiert. Die Thurgauer Teams vor 20 Jahren treten gegeneinander an. Daneben gibt es auch ein Turnier der aktuellen Top-Mannschaften des Thurgaus und Dorfvereine spielen in einer Plauschkategorie. Ein sehr schöner Anlass mit vielen Erinnerungen und einer tollen Atmosphäre. Ueli Schelling und Thomas Müller schreiben eine Chronik über die letzten 20 Korbballjahre.

In der Meisterschaft belegen die Heimenhofer den guten 6. Rang.

Die 42-jährige Bühne in der Halle hat ausgedient und wird durch eine neue ersetzt, welche Fr. 21'000 kostet und gerade recht für die Abendunterhaltung geliefert wird.


1997 Im Eidg. Sektionsturnen wird die Bewertungsskala von der 30-er Wertung auf eine 10-er Wertung umgestellt. Zum ersten Mal kann man sich in Wängi bei der Thurgauer Vereinsmeisterschaft damit anfreunden. Ernst gilt es dann beim Turnfest in Zug. Da gibt es plötzlich Noten wir 7.42 bei der Gymnastik oder 8.02 am Barren. Einordnen kann man diese Zahlen noch schlecht, sie tönen nach nicht sehr viel.

Besser setzen sich die Turner am Kreisturntag in Salmsach in Szene. Sie siegen bei der Disziplin Bierhumpen stemmen. Alle Turner können den Humpen mit ausgestrecktem Arm 4 Minuten lang halten - eine Superleistung!

Die Korbballer können diese Leistung nicht wiederholen. Der erneute Abstieg ist nicht zu vermeiden. Es fehlt das Feuer der letzten Jahre. Auch die Trennung der Turnstunden und des Korbballtrainings vermögen dies nicht zu verhindern.

Grosse Erfolge sind wieder das Sie- und Er-Korbballturnier und die Silvesterparty. Weniger erfolgreich ist die Turnfahrt. Nur neun Turner beteiligen sich an der Reise ins Engadin. Diese neun geniessen den Ausflug aber trotzdem in vollen Zügen.


1998 Das Vereinsvermögen steigt auf Fr. 43'104. Turnerisch gibt es ein Zwischenjahr ohne Turnfeste. Damit man die Übungen nicht ganz vergisst, nimmt man an den Thurgauer Vereinsmeisterschaften in Romanshorn und am Tannzapfencup in Dussnang teil. Die Resultate sind nicht berauschend. Vor allem in Dussnang, wo viele Spitzenvereine teilnehmen, ist der Abstand zur Spitze enorm gross.

Im Frühjahr wird im Rahmen des STV Lauffeuers ein Plausch-OL veranstaltet. 63 Teilnehmer beteiligen sich am Anlass. Der Gewinn von Fr. 1135 geht an die Krebsliga.

Für die Stimmung im Verein sorgen die vielen internen Anlässe: Ski-Weekend in Obersaxen, Velotour an Auffahrt, Grillabend in der Mairüti, Heimenhofer Sporttag, Turnfahrt nach Zermatt/Matterhorn und der Chlausabend. Es finden sich immer Anlässe zum Festen.

Dann werden auch wieder die Abendunterhaltung und der Silvesterball durchgeführt. Die Unterhaltung steht unter dem Moto „Top of Switzerland“ und ist als Revue gestaltet. Sogar ein veritabler Sessel einer Bergbahn hängt an der Decke der Turnhalle. Der Silvesterball wird das 17. und letzte Mal durchgeführt. Der Andrang ist nicht mehr gross. Die Gäste sind so jung, dass man den meisten gar keinen Alkohol ausschenken darf. So wird beschlossen, diesem so einträglichen Anlass ein würdiges Ende zu setzen.

Zwei Turner engagieren sich während vielen Jahren in den kantonalen Vorständen: Robert Schwarz als Chef Sport-Toto im Vorstand und Heinz Scherb in der Spielkommission. Heinz ist auch ein bewährter Schiedsrichter in der Korbball-Nationalliga.


1999 Der Präsident Ruedi Lendenmann tauscht sein Amt mit dem des Oberturners. René Burkard wird zum neuen Präsidenten gewählt. Auch sonst gibt es einige Änderungen im Vorstand.

Das Ski-Weekend findet in Davos statt. Nachher wird noch ein Trainingslager in Arosa durchgeführt.

Dieses Jahr besuchen wir die Thurgauer Vereinsmeisterschaft in Arbon. Dort turnen wir unsere Sektionsdisziplinen. Die Gymnastik gibt 8.21 Punkte, die anderem Disziplinen bleiben unter der Note 8. Ähnlich geht es am Kreisturnfest in Romanshorn, nur dass diesmal der Barren höher benotet wird. Mit der Gesamtpunktzahl von 29.79 belegen wir den guten 2. Rang in der 2. Stärkeklasse (von zwei Vereinen).

Am Sie- und Er-Korbballturnier nehmen dieses Jahr sogar 50 Mannschaften teil. Es wird dieses Mal in Märstetten durchgeführt.

Die Korbballer stecken in einer schwierigen Phase. Die Mannschaft ist zu klein, um auf dem gleichen Niveau mitzuspielen wie bisher. Man sucht deshalb einen Partnerverein. Oberaach steht vor der ähnlichen Problematik. Auch sie haben ein paar gute Spieler, aber zuwenig, um zum grossen Erfolg zu kommen. Die beiden Vereine beschliessen, die ersten Mannschaften zu fusionieren und so ein ambitiöses Team Heimenhofen-Oberaach zu bilden. Die andern Mannschaften bleiben bestehen.

Die Turnfahrt führt uns diesmal ins Tessin. Der Höhepunkt bildet das Canyoning im Centovalli.


2000 Das Jahr beginnt ganz normal mit der Jahresversammlung. Doch bereits am 31.3.2000 findet eine ausserordentliche Hauptversammlung mit Turnverein und Damenriege statt.

Zusammenschluss von Damenriege und Turnverein:

Es wird eine Statutenrevision beschlossen. Diese hat den Sinn, die beiden Vereine unter einem Dach und einem Vorstand zusammenzuführen. Die Chargen werden neu verteilt. René Burkard wird Präsident des Vereins und Fränzi Leumann Vize-Präsidentin. Marcel Schefer und Daniel Rutishauser werden zu Oberturnern bei den Männern und Claudia Burkard zur Leiterin bei den Frauen gewählt. Ruedi Lendenmann hat Filmausschnitte aus der Zeit seit 1981 zusammen geschnitten und zeigt einige amüsante Szenen.

Der TVH veranstaltet dieses Jahr die Thurgauer Vereinsmeisterschaft. Der Anlass wird in Weinfelden durchgeführt. Unser Verein hat einen guten Ruf als Veranstalter, weil bereits Korbballturniere dort durchgeführt wurden. Robert Schwarz übernimmt das OK-Präsidium dieses Grossanlasses mit 65 Vereinen und 1170 Aktivturnern. Der Anlass kann bei schönstem Wetter durchgeführt werden. Die Anlagen der Güttingersreuti bieten eine hervorragende Infrastruktur, dennoch muss man zusätzlich die Hallen des BBZ noch benutzen. Das Mittagessen wird in der grossen Eishalle eingenommen, wo mehr als 1000 Personen verpflegt werden. Ein sehr schöner Anlass, der rundum als gelungen betrachtet werden kann und sehr viel Lob von Verband- und Turnerseite einbringt.

Die Korbballer haben nach dem Zusammenschluss mit Oberaach hohe Ziele gesetzt. Nach dem 2. Rang in der Thurgauer 1. Liga-Meisterschaft qualifizieren sie sich für die Aufstiegsspiele in Aadorf. Die Heimenhofer/Oberaacher Spieler können sich wieder einmal auf einen wichtigen Anlass hin steigern. Nach den Gruppenspielen erreichen sie ganz knapp die Zwischenrunde. Dort gelingt es ihnen aber, alle 3 Spiele zu gewinnen und sich eine gute Ausgangslage für die letzten beiden Spiele zu schaffen. Im zweitletzten Spiel kann Laupersdorf bezwungen werden. Im Finale reicht dann ein Unentschieden gegen Beromünster zum Sieg und dem 1. Liga Schweizer Meistertitel, der zugleich zum Aufstieg in die Nationalliga B berechtigt. Herzliche Gratulation. 

Nach den Anstrengungen folgt eine dreitätige Turnfahrt nach München. Dort besucht man das Bundesliga-Spiel zwischen Bayern München und Unterhaching. Danach geht es noch ins Hofbräuhaus. Daneben werden aber auch die BMW-Werke, der Olympiapark und die Bavaria-Filmstudios besucht, bevor man am Montag die Heimreise wieder antritt.

Robert Schwarz wird an der Delegiertenversammlung des Kantonalturnverbands zum Ehrenmitglied desselben gewählt.


2001 Das erste Jahr nach dem Zusammenschluss von Damenriege und Turnverein. Die erste gemeinsame Jahresversammlung zeigt, dass nur noch wenige Lokale für die Durchführung in Frage kommen, ist doch mit 50 bis 60 Personen zu rechnen. An dieser Versammlung übernimmt Daniel Rutishauser das alleinige Amt des Oberturners. Stefan Tobler wird zu seinem Vize gewählt. 4 junge Turnerinnen und 2 Turner werden in den Verein aufgenommen. Kleinere Änderungen an den Statuten werden verabschiedet. Beschlossen wird auch eine Neuanschaffung eines Trainingsanzugs. Die Gesamtkosten belaufen sich auf Fr. 13'200, wovon ein schöner Teil von einer lokalen Bank übernommen wird.

Der turnerische Höhepunkt findet am Berner Seeländischen Turnfest in Ins statt. Der Verein erreicht mit 24.98 Punkten den guten 12. Rang in der 2. Stärkeklasse. Die besten Noten gab es im Steinheben (das war auch schon anders!) und am Barren, auf eine Gymnastik verzichtet man erstmals in der Vereinsgeschichte.

Am 12. Mai veranstaltet Heimenhofen den kantonalen Nationalturntag, der viele junge Turner nach Andwil bringt. Bei schönem Wetter gelingt ein optimaler Anlass.

Weiter werden auch wieder das Sie- und Er-Korbballturnier in Weinfelden durchgeführt. Die aktiven Korbballer erreichen in der Nationalliga B den 8. Rang und sichern sich knapp den Ligaerhalt.

Die Turnfahrt wird unter schwacher Beteiligung mit dem Velo ins Appenzellerland durchgeführt. Die Seilbahn bringt die kleine Turnerschar auf den Kronberg.


2002 Claudia Schoch demissioniert als Leiterin der Damen. Leider kann keine definitive Nachfolgerin gefunden werden. Für das Eidg. Turnfest im Basel-Land ist das keine optimale Voraussetzung. Unter Mitarbeit von vielen Leitern kommt aber dennoch eine gute Vorbereitung zustande. Auf jeden Fall gelingt den Damen in der Team Aerobic mit 8.62 eine gute Note. Noch besser schneiden die Korbballer in ihrem Fachtest mit 9.25 ab. Einen bösen Einbruch gibt es im 1000m-Lauf, wo es nur ein 6.80 gibt. Trotzdem ist man mit der Gesamtnote von 25.54 zufrieden. Eigenartig an diesem Turnfest ist, dass es an verschiedenen Standorten durchgeführt wird. So müssen die Turner schon mal während dem Wettkampf von Bad Bubendorf nach Liestal zügeln.

Das Sie- und Er-Korbballturnier findet bereits zum zehnten Mal statt. Diesmal wird auch eine Volleyball-Kategorie durchgeführt.

Die dreitätige Turnfahrt führt diesmal nach Friaul. Leider nehmen nur 7 Turner daran teil. Geführt wird die  Reise durch Barbara und Nils Meierink. Barbaras Vater kommt aus dieser Gegend und sie kennt deshalb viele schöne Orte und viele interessante Leute. An diesem Wochenende findet das weltbekannte Schinkenfest von San Daniele statt. Die wenigen Turner geniessen das Fest, den Schinken und den guten Wein.


2003 Der TVH hat ein finanzielles Problem. Seit der Einstellung des Silvesterballs werden Defizite erzielt. Eine Massnahme zur Lösung ist die Erhöhung des Jahresbeitrags auf Fr. 100.-.

Turnerisch handelt es sich um ein Zwischenjahr. In der Schweiz ist kein grosses Fest. Die Heimenhofer nehmen deshalb wieder einmal am Vorarlberger Turnfest teil.

Der Verein stellt sich auch wieder als Veranstalter zur Verfügung. Zusammen mit Oberaach organisiert Heimenhofen eine Runde der Schweizer Korbball-Nationalliga A + B der Herren und Damen in Amriswil. Der eigene Verein macht eine dabei eine sehr gute Figur und holt 5 von 6 möglichen Punkten.

  • 2003lustenaufahne

In Frauenfeld feiert man das 200-Jahr Jubiläum der Aufnahme des Kantons Thurgau in die Eidgenossenschaft. Der TVH führt aus diesem Anlass beim Jubiläumswochenende eine Bar in der Innenstadt von Frauenfeld.


2004 Janine Künzler wird zur Leiterin der Damen gewählt.

Im Juni findet das Kreisturnfest in Neukirch statt. Es wird eine neue Gerätekombination gezeigt. Die Note dieser Übung ist mit 7.89 nicht berauschend. Die andern Übungen gelingen durchwegs besser. In der Pendelstafette erzielt man sogar die Maximalnote 10.00, wobei man getrost von einem Fehler des Rechnungsbüros ausgehen kann. Das Schlussresultat ist der 5. Rang in der 2. Stärkeklasse.

in diesem Sommer beginnen die ersten Vorbereitungen für das 125-Jahr Jubiläum. Man wird sich für den Kant. Schwingertag 2006 bewerben.

Daneben gilt es, die Gründung einer Leichtathletikgruppe durch Peter und Carole Brühlmann zu erwähnen. Erstmals wird auch die Sommerbar durchgeführt. An vier Freitagabenden im August wird beim Schützenhaus Birwinken eine Bar betrieben, zu der die lokale Bevölkerung und andere Vereine eingeladen werden. Zur Gesundung der Finanzen sollen auch die Abendunterhaltungen im November beitragen.

Zum Plausch nimmt der Verein an den Watergames in Güttingen, am Seilziehcup des Udinese-Cups in Mattwil und an der Powerstafette in Zihlschlacht teil. Die Turnfahrt führt diesmal mit dem Velo um den Bodensee, oder zumindest einen grossen Teil des Sees.


2005 Da Janine Künzler aus beruflichen Gründen die Leitung der Damen abgeben muss, stellt sich Marco Imhof als Leiter zur Verfügung (1954 hat schon einmal ein Turner die Damen geleitet). Sechs Turnerinnen und Turner treten den Verein bei.

Im Juni findet das kant. Turnfest in Frauenfeld statt. Die Gerätekombination, die 2004 erstmals geturnt wurde, wird noch etwas verbessert. Viele junge Turner und Turnerinnen werden in der Übung erstmals eingesetzt. Mit 8.24 erhalten die Heimenhofer eine Note, mit der sie zufrieden sein können.

Die Korbballer haben in der Nationalliga B eine gute Vorrunde. Dann schwächen sich die Resultate allmählich. Am Ende müssen die Spieler froh sein, mit dem 8. Rang dem Abstieg entgangen zu sein.

Die Vorbereitungen für das Jubiläum sind schon weit gediehen. Ende November findet die Delegiertenversammlung des kantonalen Schwingverbands in Andwil statt. 150 Delegierte versichern sich, dass im kommenden Jahr ein würdiges Schwingfest in Andwil stattfinden kann.


2006 An der Jahresversammlung gibt es wieder fünf Eintritte zu vermelden, vier davon durch Turnerinnen. Das Frühjahr steht ganz im Zeichen des bevorstehenden Jubiläums. Es werden 260 Helfer gesucht für die drei Festtage. Am 7. Mai wird der Kant. Schwingertag stattfinden. Am 20. Mai steht am Nachmittag ein Plauschwettkampf auf dem Programm. Am Abend folgt eine Unterhaltung mit allen turnenden Vereinen. Der Sonntag beginnt mit einem Brunch mit allen aktiven und ehemaligen Turnern, bevor am Nachmittag der eigentliche Festakt über die Bühne geht. Dabei wird auch diese Chronik dem Verein und der Öffentlichkeit übergeben.

Im Mai 2006 zählt der Verein 42 Turner und Turnerinnen. Die Zahl der Ehrenmitglieder hat sich bereits auf 38 erhöht.