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Chronik Turnverein 1901-1950

1901 Heinrich Metzger übernimmt wieder zusätzlich das Präsidium und am 6. Oktober löst Ernst Brugger den bisherigen Kassier Joh. Schär ab. Lebrecht Brauchli wird Ehrenmitglied.

Teilnahme an der Fahnenweihe in Sulgen und am Kant. Schauturnen in Ermatingen. Anreise nach Ermatingen per Velo. 5. Rang von 21 Sektionen.

Turnfahrt zu Fuss über Altnau nach Uttwil, wo im Hotel du Lak das Mittagessen eingenommen wird. Anschliessend  Gondelfahrten und Kaffeejass.

Betreffs Turnlokal wird die Ortsgemeinde Andwil angefragt, zu welchem Preis man das Bachmannsche Haus kaufen oder pachten könnte. Heinrich Metzger erhält für die grosse Mühe und Aufopferung 20 Fr. als Neujahrsgeschenk.


1902 E. Fey löst Ernst Kobi als Aktuar und Ernst Brugger Joh. Schär als Kassier ab. Ernst Brugger tritt aber bereits am 12. Oktober wieder zurück. Sein Nachfolger heisst Gottfried Müller.

Am Kant. Preisturnfest in Kreuzlingen ist der Verein nicht sehr erfolgreich, nur 16. Rang von 26 Vereinen. Am Nordostschweizer Kunst- und Nationalturntag nehmen einige Einzelturner teil. Zwei Turnfahrten finden in diesem Jahr statt. Im April auf den Nollen und im Juni auf das Hörnli.

Am 16. Februar findet die erste Abendunterhaltung in der Schifflistickerei Etter statt. Programm: Turnen, Lieder und Deklamationsvorträge. Nach dem Nachtessen wird bis in den Morgen getanzt.

Es wird eine Vereinstrommel angeschafft und Lehrer Straub erhält für die Gesangsleitung an der Abendunterhaltung Fr. 5.–. Gründung einer Reisekasse für das Eidg. Turnfest 1903.


1903 Ein ganz spezielles Jahr für den Turnverein. Emil Schwarz baut in Heimenhofen, für die damals enorme Summe von Fr. 7000. – ein Turn- und Vereinslokal, das am 5. Juli mit einem grossen Fest eingeweiht wird.  Der schöne und grosszügige Neubau sucht in Turnerkreisen seinesgleichen. E. Schwarz wird zum Ehrenmitglied ernannt.

  • 1904 Turnhalle Schwarz

Zum ersten Mal wird ein Aktivmitglied, am 25. Januar, wegen schlechtem Turnstundenbesuch ausgeschlossen, aber bereits am 6. Februar wieder einstimmig aufgenommen.

Am Kreisturnfest in Neuwilen nehmen nur Einzelturner teil. In der 4. Kategorie am Eidg. Turnfest in Zürich wird die Sektion mit dem Eichenkranz ausgezeichnet. Grosses Fest, nach der Rückkehr, im  neuen Vereinslokal, mit einer Rede von Lehrer Straub. Guter Besuch des Schauturnens unter Mitwirkung der Musikgesellschaft Sulgen-Heimenhofen.

Am 12. Juli wird beschlossen, von Herrn Zingg in Heimenhofen Fr. 60. – zu verlangen wegen Schimpfworten über den Verein. An einer Sitzung mit dem Vorstand nimmt er die Worte zurück und bezahlt Fr. 10.–.


1904 Der Verein besteht aus 12 Aktiven, 2 Mitturnern, 44 Passiven und 9 Ehrenmitgliedern. Albert Bissegger löst Gottfried Müller als Kassier ab.

Das Kant. Schauturnen in Berg beendet der Verein im 2. Rang. Im Januar und im Dezember finden je Schauturnen mit Kindervorstellung statt. Zwei Turnfahrten werden zu Fuss durchgeführt. Ziele: Insel Mainau und Märstetten.

„Gustav Krapf wird vor den Vorstand geladen, um die Schimpfworte über den Verein zurückzunehmen und den Klägern die Friedensrichterkosten zu bezahlen“.


1905 Jakob Leumann wird zum Aktuar gewählt.

Das Kantonal-Preisturnfest findet bei strömendem Regen in Romanshorn statt. In der 2. Kategorie (8 -19 Turner) belegt Heimenhofen den 8. Rang von 24 Sektionen. Die Turnfahrt führt zu Fuss nach Waldkirch-Arbon und zurück.

Es wird beschlossen, mit E. Schwarz endlich einen Vertrag wegen des Turnlokals abzuschliessen.


1906 Jubiläum 25 Jahre TV Heimenhofen. Unter Mitwirkung von Musikgesellschaft Berg und Männerchor Andwil wird am 4. März, um 14.00 Uhr, das 25-jährige Bestehen gefeiert. Passivmitglied Johann Klarer verliest einen Bericht über die Tätigkeit des Vereins, wie er nicht besser hätte sein können.

  • 1906 Vereinsfoto

Zu Wort kommen auch noch die ersten beiden Oberturner Lehrer Schär und Emil Gimmi. Abends 8.30: Zweiter Teil mit Musik- und Gesangsvorträgen, sowie Turnproduktionen bei bengalischer Beleuchtung. Mit Tanz bis in den Morgen endet dieses Jubiläum.

Der Kreisturntag in Bürglen wird nur von Einzelturnern besucht. Beschluss: Für das Eidg. Turnfest in Bern wird dem Oberturner und den mitwirkenden Passivmitgliedern Festkarte und Fahrt, den Aktiven die Festkarte und 5 Fr. an die Fahrt bezahlt. „Sollte die Kasse nicht genügen, soll der Kassier irgendwo 50 Fr. ausleihen, was er auch tun musste“. Am Fest wird die gute Arbeit mit dem Eichenkranz belohnt. Vier Turnfahrten, alle zu Fuss, werden durchgeführt: Ziele: Uttwil, Nollen, Bischofszell und Bussnang.


1907 An der Jahresversammlung wird Walter Krapf zum neuen Kassier gewählt und Heinrich Hungerbühler zum Ehrenmitglied ernannt.

Schauturnen am Auffahrtstag mit der Musikgesellschaft Hugelshofen. Das gemischte Programm findet guten Anklang und macht sich damit auch in der Kasse bemerkbar. An der Schulhauseinweihung in Andwil beteiligt sich der Verein mit 5 Nummern. Zwei Turnfahrten zu Fuss: Ziele sind Altnau und Sitterthal.

Beschluss: „Sollte ein Turner an den Ball vom 2. November kein Fräulein mitbringen, hat er als Strafe trotzdem zwei Nachtessen zu bezahlen“.“Der Ball ist dann sehr gemütlich und dauert bis in den Morgen. Es ist aber nicht notiert, ob Strafen ausgesprochen werden mussten. Nachtessen 2 Fr. 20 Rp.


1908  Bestand: 13 Aktive, 47 Passive und neun Ehrenmitglieder. Zum ersten Mal seit 1897 ist im Protokoll der Jahresversammlung wieder ein Kasabestand notiert, Fr. 1244.05.

  • 1908 Kassa

Das Kantonal-Preisturnfest findet in Weinfelden statt. In der 2. Kategorie wird der 2. Rang unter total 24 Sektionen erreicht.

Am 13. Dezember findet eine Abendunterhaltung statt. Eintritt 40 Rp. Der Saal wird dank dem guten Programm vollständig gefüllt. Ein Vereinsphoto wird bei Studer Weinfelden gemacht und von allen Mitgliedern auch gekauft. Drei Turnfahrten mit folgenden Zielen, die zu Fuss erreicht werden: Nollen, Bischofszell und Romanshorn.

Gründung einer Krisenkasse am 16. August mit einem Beitrag vom Fr. 1 pro Monat. Spezieller Kassier Emil Fey. „Neujahrsgeschenk an Oberturner Metzger Fr. 20.“


1909 Kreisturntag in Oberhofen-Illighausen. Versch. Turner holen Ehrenmeldungen im Einzelturnen, unter anderen Emil und Ernst Fey. Die Turnfahrt mit dem militärischen Vorunterricht zusammen führt nach Güttingen und zurück.

Beschlüsse: Es wird eine zweite Lampe für das Turnlokal angeschafft und der Beitrag in die Krisenkasse neu auf 50 Rp. festgelegt.


1910 Kassabestand Fr. 1375.82. Karl Forster wird neuer Aktuar. Am Kant. Einzelwettturnen erreichen 15 Turner Diplome oder Ehrenmeldungen. Es finden zwei Passivabende unter Mitwirkung der Musikgesellschaft Berg und dem Gesangsquartett Mettler statt. 12 Nummern werden gezeigt und das Theaterstück „Alles us luuter Liebi“ aufgeführt. „Jedes Aktiv- und Passiv-mitglied ist berechtigt, eine Dame frei einzuführen“.

Die Kant. Turnfahrt führt nach Haidenhaus. Zusätzlich 3 Turnfahrten mit den Zielen Pelagiberg, Ermatingen und Märwil, alles zu Fuss.

Beschlüsse: Man bewirbt sich für das Kant. Einzelwettturnen und es wird eine Gesangssektion mit 18 Mitgliedern gegründet.


1911 Höhepunkte in diesem Jahr sind das Kantonal Preisturnfest in Tägerwilen (2. Kat. 2.Rang von 19 Sektionen) und die Fahnenweihe des Turnverein Altnau. Die Turnfahrt führt, teilweise zu Fuss, teilweise per Bahn nach Herisau.

Im Turnlokal wird ein neuer Holzboden eingebaut, auf dem Schulhausplatz werden vier Recksäulen aufgestellt und Strohhüte für die Turner mit breitem Turnerband angeschafft.  Eine Anfrage betreffend Gründung eines Kreisturnverbandes Oberthurgau wird ablehnend beantwortet.


1912 Oberturner Heinrich Metzger feiert ein bisher einmaliges Jubiläum im Thurgau, 25 Jahre Oberturner. Er wird zum Ehrenmitglied ernannt und erhält einen Ehrenkranz und ein Diplom.

21 Aktive, 2 Mitturner, 62 Passive und 7 Ehrenmitglieder gehören dem Verein an. Trotz negativer Antwort im letzten Jahr wird dem neu gegründeten Kreis-turnverband Oberthurgau beigetreten, Heinrich Metzger nimmt im Vorstand Einsitz als Kassier, ein Amt das er bis 1929 ausübt. Mit 29 Einzelturnern wird am Kreisturntag in Schönenberg mitgemacht. Vom Eidg. Turnfest in Basel kehrt man mit einem Lorbeerkranz zurück. Die Gemeinde stiftet ein Nachtessen.

Turnfahrten nach Sitterdorf und auf den Nollen. Ein Schauturnen und zwei Passiv- und Familienabende runden das Jahresprogramm ab.

  • 1912 Mannschaftsfoto

Unten links liegend: Jakob Bär, 1. Reihe stehend: vierter v. links: Emil Fey, 5. Heinrich Metzger, 6. ... Krapf, 8. Otto Brüschwiler, 9. Fritz Straub


1913 Teilnahme an einem Schauturnen in Altnau, 2. Kat. Rang 2 im Sektionsturnen. Am Jubiläumsturnfest mit int. Einzelwettturnen erringen vier Turner das Diplom. Schauturnen im Dezember mit Geräteturnen, Parterre-Gymnastik, Reigen und dem Theater „Überlistet, oder wie man eine böse Frau kuriert.“ Turnfahrten nach Arbon und Waldstatt, grösstenteils zu Fuss.

Die Gemeinde stiftet Fr. 200.– für die Anschaffung von Geräten. Das Mobiliar wird zum ersten Mal versichert (für Fr. 1545.–). An den Kreisturnverband

Oberthurgau wird ein Protestschreiben gegen die Umteilung in den Mittelthurgau gerichtet.


1914 An der Jahresversammlung tritt Heinrich Metzger als Oberturner zurück, sein Nachfolger ist Emil Fey. Kassabestand Fr. 1926.20. Am Kanton-alen Preisturnfest in Frauenfeld gewinnt Heimenhofen die 2. Kategorie.

Die drei Turnfahrten führen nach Bischofszell, Bottighofen und auf die Insel Mainau.

Beschlüsse an Versammlungen: Frau Schwarz erhält Fr. 20.– an die Stromkosten. 2 Sprungbretter, 5kg Kugel, weisse Strümpfe, Turnschuhe und Gürtel werden angeschafft. „Jeder Turner der ein Brett im Turnlokal „hinuntertritt“ muss es selber ersetzen“. Im Thurgauer. Anzeiger wird publiziert, dass wegen des Krieges, die beiden nächsten Passivbeiträge nicht eingezogen werden.


1915 17 Aktive, 2 Mitturner, 71 Passive und 8 Ehrenmitglieder gehören dem Verein an. Der Verein organisiert den Kreisturntag mit folgendem OK. Johann Klarer Präsident, Lehrer Straub Aktuar, Lebrecht Brauchli Rechnungswesen, Alfred Gimmi Polizei/Aufsicht und Heinrich Metzger Turnsachen. Festplatz auf der Wiese von Herr Häberli zwischen Andwil und Heimenhofen. „Festwirt ist Herr Etter aus Klarsreuti, er gibt an der Turnverein 10 Rp. pro verkauften Liter Bier.“ Dem Ernst der Zeit entsprechend (Krieg) wird auf festlichen Schmuck verzichtet und alles möglichst einfach gehalten. Festzug von Heimenhofen nach Andwil, anschliessend die oblig. Übungen. Am Abend findet noch eine Unterhaltung statt.

Fünf Turnfahrten nach Romanshorn, Halden, Hörnli, Arbon (mit VU = militärischer Vorunterricht) und Märstetten.


1916 Mit einem Bestand von 25 Aktiven, 65 Passiven und 9 Ehren-mitgliedern wird ins neue Jahr gestartet. Lehrer Straub wird zum Ehren-mitglied ernannt. Sportliche Höhepunkte: Kreisturntag in Horn, Einzelwettturnen in Eschlikon, Kant. Schwingertag in Arbon und Bezirksturnfest in St. Gallen. Mit den Zielen Hummelberg, Nollen und Münsterlingen werden drei Turnfahrten durchgeführt.

Der Boden im Turnlokal wird aufgebrochen und 12 m2 werden durch die Turner neu verlegt. Eine baufällige Wand und faule Balken werden ersetzt, Kosten für den Verein Fr. 100.–.


1917 Der Oberturner wird neu Mitglied im Vorstand. Im März werden fast alle Turner für fünf Monate in den Militärdienst einberufen. Es wird beschlossen dass jeder militärdienstleistende Turner einen Vereinsgruss im Betrag von Fr. 1 - 1.20 erhält (Zigarren, Stumpen oder Schokolade)

Kreisturntag Oberthurgau in Neukirch-Egnach, Schauturnen und Passivabende sind im Jahresprogramm enthalten. Turnfahrten nach Kreuzlingen und Güttingen.


1918 Vermögen beträgt nur noch Fr. 413.22. Am Turnfest in Berg wird der 1. Rang in der 2. Kategorie erreicht, was gebührend gefeiert wird. Turnfahrten nach Märstetten und Güttingen.

„Lehrer Straub erhält für Gesangsstunden Fr. 5.– und es wird eine Aktie der „Schwinger-Hülfskasse“ gezeichnet“.

  • 1918turnfestberg


1919 Nur Einzelwettkämpfer nehmen am Oberthurgauer Kreisturntag in Erlen teil. Verschiedene Turner erhalten Auszeichnungen. An der Fahnenweihe war Heimenhofen Patensektion, Präsident Metzger überreicht einen Silberbecher. Am Ostschweiz. Jubiläumsturnfest in Romanshorn gibt wiederum er-folgreiche Einzelturner. Zwei Passivabende mit Kindervorstellung sind stark besucht. Neukirch und Uttwil, zusammen mit dem TV Erlen, sind Ziel einer Turnfahrt. Die Kant. Turnfahrt führt auf den Stelzenhof mit oblig. Übungen. Zum ersten Mal taucht das Lied „Was ziehet so munter das Tal entlang“ auf.


1920 Oberturner Emil Fey und Aktuar Karl Forster treten zurück. Neuer Aktuar Jakob Bär, es wird kein neuer Oberturner gewählt. Im April wünscht Präsident Heinrich Metzger, in einem Brief, zurückzutreten. Die Versammlung geht nicht darauf ein. Die Oberthurgauer Kreisturnfahrt führt auf den Hummel-berg, zwei weitere nach Tägerwilen und Neukirch-Egnach.

Der Boden im Turnlokal ist in schlechtem Zustand. Der Verein ist nicht in der Lage, die Kosten von Fr. 600.– für einen neuen Boden aufzubringen und Frau Schwarz lehnt eine Beteiligung ab. So beschliesst man nur die defekten Teile auszuwechseln.

Der neu gegründeten Männerriege werden die Turngeräte zur Benützung überlassen.

  • 1921marschuebungen


1921 Heinrich Metzger tritt nun doch als Präsident zurück, sein Nachfolger ist Emil Fey, der auch neu als Oberturner amtet.

Am Kant. Preisturnfest in Frauenfeld wird in der 3. Kat. der 6. Rang erturnt. Verschiedene Turner holen sich Auszeichnungen, ebenso am Kant. Kunstturnertag in Sulgen. Das Rangturnen mit 12 Übungen, wovon 2 Streichresultaten, gewinnt Fritz Straub. Kreisturnfahrt auf den Ruggisberg und die Vereinsturnfahrt führt per Velo nach St. Gallen und dann zu Fuss auf den Gäbris. Die Abendunterhaltung weist einen befriedigenden Besuch auf.

Die Mitglieder der neuen Männerriege müssen Aktivmitglieder und mindestens 25 Jahre alt sein.

  • 1921kranzturner

5 Kranzturner 1921: Kantonales Turnfest Arbon von links, stehend: Fritz Straub, Otto Brüschweiler, Walter Krapf, Sitzend: A. Keller, Emil Fey

  • 1921mannschaftsfoto

liegend von links: Walter Egli, Paul Bär, sitzend: Eugen Bär, Robert Brüschwiler, Emil Schwarz, Jakob Bär, Hans Leumann, Karl Hölzli, Hans Oswald, -. stehend: Walter Bär, - , … Krapf, Otto Brüschwiler, Emil Fey, Fritz Straub, … Krapf, -. hinten: - , - , Alfred Gimmi, Berthold Schwarz, Hans Bär, -. Ganz rechts Heinrich Metzger


1922 Neuer Oberturner wird Fritz Straub. Trotz schlechter finanzieller Lage nimmt man am Eidg. Turnfest in  St. Gallen teil, ein Lorbeerkranz ist der Erfolg. Kreisturntag in Roggwil und Kant. Spieltag in Erlen sind die weiteren Höhepunkte des Vereinsjahrs. 3 Abendunterhaltungen gehören noch zum Jahresprogramm.

Im Schulkeller wird ein Schwinglokal eingerichtet. Eine Reparatur im Turnlokal kostet Fr. 102.–. Männerriege und Frau Schwarz beteiligen sich mit Fr. 25.–, resp. 30.–.


1923 Das Kant. Jubiläumsturnfest in Kreuzlingen, der Kreisturntag in Güttingen und der Kunst- und Schwingertag in Amriswil sind die sportlichen Höhepunkte. An der Fahnenweihe des Radfahrerclub Happerswil beteiligt man sich turnerisch am Programm. „Die Ortskommission wird wegen einen jährliche Subvention angegangen und Lehrer Labhart erhält für die Einübung der Lieder mit dem Doppelquartett Fr. 20.–„.


1924 Emil Fey wird zum Ehrenmitglied ernannt und Alfred Gimmi übernimmt den Kassier. 18 Aktiv- und 66 Passivmitglieder gehören dem Verein an. Das Rangturnen gewinnt wieder Fritz Straub und am Kant. Turnfest in Sirnach wird in der 4. Kat. der 8. Rang erreicht. Drei Abendunterhaltungen im Januar vervollständigen die Aktivitäten dieses Jahres.

  • 1924freiuebungensirnach

„Kauf eines einfachen Stellrecks. Der Betrag von Fr. 280.– wird ausgeliehen bei Käser Fehr, Friedensrichter Klarer und Fritz Keller. Rückzahlbar in drei Jahren. Frau Schwarz kündigt dem Verein des Lokal oder verlangt einen Mietzins von neu Fr. 50.–. Dies wegen Unfug einiger Mitglieder“.

  • 1924stramstehen


1925 Emil Fey als Präsident und Adolf Häberli als Kassier treten zu-rück. Es werden gewählt Fritz Straub und Paul Bötschi. Ein Schwingertag mit 32 Schwingern in Andwil endet leider mit einem Defizit von Fr. 65.70. Das Eidg. Turnfest in Genf (mit Lorbeer), der Kreisturntag in Bürglen, der Einzel-turntag in Schönenberg und der Kant. Kunstturntag sind Höhepunkte. Der Verein beteiligt sich zum ersten Mal mit zwei Nummern an der Bundesfeier.

„Frau Schwarz stellt das Turnlokal wieder zu den alten Bedingungen (Fr. 20.–) zur Verfügung“.


1926 Alfred Gimmi löst Jakob Bär als Aktuar ab und Hans Bär wird neuer Kassier anstelle von Paul Bötschi. Über das Vermögen sind keine An-gaben vorhanden, jedoch wurde im vergangenen Jahr ein Vorschlag von Fr. 575.75 erwirtschaftet.

Kreisturntag Romanshorn, Kant. Schwingertag in Weinfelden, Turnfahrt nach Affeltrangen sowie vier Abendunterhaltungen sind im Jahresprogramm ent-halten.

„Die Schulden für das Reck werden bereits in diesem Jahr zurückbezahlt“.


1927 Ein ruhiges Jahr in allen Belangen. Keine Rücktritte und nur das Kant. Turnfest in Amriswil, wo in der letzten Stärkeklasse Rang 6 erturnt wird. Dazu drei Abendunterhaltungen mit dem Trauerspiel in 5 Akten „Bis zum Tode getreu“.


1928 Bestand: 17 Aktiv- und 63 Passivmitglieder. Alfred Gimmi löst Fritz Straub als Oberturner ab und für den zurücktretenden Kassier Hans Bär wird kein Nachfolger gefunden.

Wegen schlechtem Kassabestand (Fr. 307.60) und kleinem Aktivbestand keine Teilnahme am Eidg. Turnfest in Luzern. Am Kreisturntag in Berg und der Turnfahrt nach Amriswil, verbunden mit einem  Gruppenwettkampf im Stafettenlauf, wird teilgenommen. Familienabend mit Kindervorstellung.


1929 Am Kreisturntag in Schönenberg-Kradolf werden Marsch- und Feiübungen, sowie Pferd breit geturnt, dazu starten einige Einzelturner.

An drei Abendunterhaltungen und einer Kindervorstellung wird neben dem Turnprogramm, „Rosa von Tannenberg“ (5 Akte) und der Einakter „D’Frau hät Wösch“ gespielt. Der Saal ist immer zum Bersten voll.


1930 Das vergangene Jahr schliesst mit einem Vorschlag von Fr. 12.15 ab, Vermögen 459.35. Neuer Aktuar wird Karl Kobi, anstelle von Alfred Gimmi. Das Kant. Turnfest in Kreuzlingen wird mit 12 Turnern bestritten und bringt den 9. Rang. Auch einige Einzelturner sind erfolgreich. Die Turnfahrt führt auf den Ottenberg. Am Familienabend werden 2 Lustspiele aufgeführt, „Dä Tischliklopfer“ und „Dem über dem“.


1931 Am Kreisturntag in Neukirch-Egnach nimmt man mit 12 Turnern und auch im Einzelturnen teil. Eine Abendunterhaltung steht auch auf dem Programm.

Am 21. März feiert man das Jubiläum „ 50 Jahre Turnverein Heimenhofen“. Der Männerchor umrahmt die Jubiläumsfeier mit Liedern und Ehrenmitglied Heinrich Metzger verliest die von ihm verfasste Jubiläumsschrift. Die „alten Turner“ sind nachher bei Herr Kunz, der Gründungsstätte des Vereins eingeladen. Der Tag klingt am Abend bei Gesang und Tanz für alle Turner und Turnfreunde aus.


1932 Bestand 16 Aktiv- und 53 Passivmitglieder. Als neuer Präsident wählen die Turner Alfred Gimmi. Den Vorgänger Fritz Straub ernennt man zum Ehrenmitglied.

Vom Eidg. Turnfest im Aarau bringt man den Kranz 1. Klasse mit 140.25 Punkten nach Hause. Für dieses Turnfest spendet die Munizipalgemeinde

Fr. 200.–. Die Turnfahrt führt zu Fuss nach der Blidegg. Zwei Abendunter-haltungen mit dem Drama in 4 Akten „Kerker und Freiheit“ erbringen einen Reingewinn von Fr. 78.–.


1933 In diesem Jahr steht nur der Kreisturntag in Uttwil, mit Marsch- und Freiübungen, sowie dem Stafettenlauf und das Rangturnen, Sieger Alfred Gimmi, in turnerischer Hinsicht auf dem Jahresprogramm. Die Turnfahrt per Velo nach Urnäsch, führt nachher zu Fuss auf die Alp von Fritz Scheiben, oberhalb des Rossfall. Zwei Lustspiele an der Abendunterhaltung werden unter Mitwirkung des Männer- und des Kirchenchors aufgeführt.


1934 Kassier Hans Keller wird durch Franz Frommenweiler abgelöst. Der Kassabestand beträgt Fr. 708.73. Am Kant. Turnfest in Bischofszell erreicht man in der 4. Kat. den 15. Rang.

6. Rang über 4 x 100 m und 8. Rang in der Olympia-Stafette sind die Ausbeute am Kant. Spieltag in Frauenfeld. Stelzenhof ist Ziel der Turnfahrt. Nach Tanz und Jass kehrt man über Klarsreuti nach Heimenhofen zurück.


1935 Franz Frommenweiler tritt nach nur einem Jahr als Kassier zurück, es wird Walter Zingg gewählt. Am Kreisturntag in Sulgen startet die Sektion im Lauf und in den Freiübungen. Dazu sind vier Einzelturner im Einsatz. Turnfahrt per Velo nach Brülisau und nachher zu Fuss auf den hohen Kasten. Abendunterhaltung und Bundesfeier, zusammen mit Männer- und Kirchenchor, gehören auch in diesem Jahr zum Programm.

Es wird eine Kokosmatte angeschafft.


1936 16 Aktiv- und 58 Passivmitglieder gehören den Verein an. Am Eidg. Turnfest in Winterthur reichen die 141.3 Punkte für den Lorbeer 1. Klasse in der 8. Stärkeklasse. Ziel der Turnfahrt ist Landschlacht, natürlich zu Fuss. An der Abendunterhaltung wir anstelle eines Theaters ein Film vom Eidg. Turnfest 1932 in Aarau gezeigt.

Es finden Gespräche mit der Schulvorsteherschaft bezüglich Gründung einer Knabenriege statt.

Ein Fahnenfonds mit einen Einlage von Fr. 50.– wird gegründet.

Turnlokal: Mit E. Schwarz wird ein Mietvertrag für die Dauer von 5 Jahren abgeschlossen. Pro Jahr Fr. 70. –, inkl. Reparaturen, Reinigung und Beleuchtung.


1937 Karl Kobi tritt als Aktuar zurück, sein Nachfolger wird Karl Gimmi.

Da Karl Gimmi als Vertreter der Knabenriege gewählt wird, muss 1936 die Gründung erfolgt sein. In den Protokollbüchern ist aber nichts festgehalten. Im Herbst tritt Alfred Gimmi als Oberturner zurück und Karl Frommenwiler übernimmt dieses Amt. Die Kommission überarbeitet die Statuten. Nach eingehender Diskussion werden die neuen Statuten am 14. Mai angenommen und treten alsdann in Kraft.

Das Rangturnen, zusammen mit dem TV Erlen gewinnt Willy Meili. Unter dem Namen „Sauserbummel“ führt die Turnfahrt  mit Trommelklang und Gesang auf den Stelzenhof.

Die Abendunterhaltung wird mit dem Theaterstück „Dr Afrikaner“ und wie üblich mit einem Turnprogramm durchgeführt.


1938 ist geprägt durch Querelen um den Oberturner Karl Frommenwiler, um den es am kantonalen Turnfest in Weinfelden einen grossen Streit gibt. Genaues ist nicht bekannt, jedoch wird seinem Bruder Anton gleichentags der Austritt nahe gelegt. Darunter verblassen die turnerischen Leistungen dieses Jahres. Auf der andern Seite sind in diesem Jahr acht junge Turner in den Verein aufgenommen worden.

Die Turnfahrt soll in die Seegegend führen. Bei der Planung dieses Ausflugs macht der Oberturner noch den Vorschlag, „man könne ja an einem günstigen Ort noch etwas Weitsprung üben“.

Die Abendunterhaltung wird an vier Abenden zusammen mit dem Männerchor durchgeführt. Das Theater „Bergheimat“ wird in fünf Akten dargeboten. Der finanzielle Erfolg der 4 Aufführungen beträgt Fr. 31.–.


1939 Die Vereinsleitung wird mit Fritz Straub als Präsidenten und Fritz Scheiben als Oberturner neu bestellt. Auf dem turnerischen Programm steht der Kreisturntag in Amriswil, über dessen Erfolg nichts bekannt ist. Wir wissen jedoch, dass jeder Turner die Festkarte von Fr. 2.50 selbst bezahlen musste. Die Turnfahrt führte mit dem Velo nach Speicher und dann das letzte Stück zu Fuss auf den Gäbris. Der Kriegsbeginn beansprucht die Wehrmänner stark, viele Turner sind im Aktivdienst. Diesen Mitgliedern wird der Monatsbeitrag erlassen, Rekruten zahlen jedoch die Fr. 2.–  wie alle andern auch.


1940 Die Jahresversammlung findet an einem Sonntagnachmittag statt, um den Wehrmännern im Urlaub die Teilnahme zu ermöglichen. Diese sollen im Urlaub jeweils auch die Turnstunden besuchen.

Erstmals wird mit Berthold Schwarz ein Leiter für den VU (militärischer Vorunterricht) bestellt.

Turnfeste finden in diesem Jahr keine statt. Die Vereine Heimenhofen, Erlen und Oberaach führen aber zusammen ein Freundschaftsturnen durch. Auch die Turnfahrt wird mit andern Vereinen zusammengelegt. Turner von Heimenhofen, Erlen, Sulgen und Bürglen marschieren gemeinsam auf den Hummelberg, wo es einen Schüblig gibt.


1941 Hans Gimmi übernimmt das Amt des Oberturners. Sieben neue Mitturner verstärken den Verein. Sie nehmen bereits am Kreisturntag in Bürglen teil. Im Herbst messen sie sich im Rangturnen, der in einem 8-Kampf durchgeführt wird. Für die Maximalnote müssen im Hochsprung 1.25m, im Weitsprung 4.50m und mit der 5-kg-Kugel 8.10m erreicht werden. Das unentschuldigte Fehlen wird mit Fr. 4.–  gebüsst.


1942 Das Präsidentenamt geht an Hans Altwegg über. Am 25. Januar wird entschieden, dass am 7. und 14. Februar die Abendunterhaltungen durchgeführt werden. Die Vorbereitungszeit beträgt 14 Tage. Es wird ein Beduinentanz gezeigt. Die Länderkapelle kostet Fr. 60.–, wovon Emil Schwarz die Hälfte übernimmt. Der Eintrittspreis beträgt Fr. 1.50, ein Tombola-Los kostet 25 Rappen.

Der Kantonalturntag (während des Kriegs gab es keine Turnfeste) findet in Frauenfeld statt. 16 Mann führen Marsch- und Freiübungen vor. Der 10. Rang in der 3. Kategorie ist der mittelmässige Lohn der Anstrengung.

Es wird eine Stabhochsprung-Stange angeschafft!

  • 1942turnfestfrauenfeld

von links: Ernst Schmutz, Hermann Gimmi, Max Nater, Hugo Opprecht, Fritz Straub, Fritz Kobel, Heini Künzler, Eugen Fontana. Hinten Mitte: Paul Bär, ganz rechts: Werner Bötschi


1943 Bereits am 2. und 9. Januar werden Abendunterhaltungen durchgeführt. Durchführungsort ist unser Vereinslokal, das Rest. Schöntal. Weil dem Anlass grosser Erfolg beschieden ist, wird am Samstag, 9. Januar entschieden, am Sonntag gleich nochmals eine Unterhaltung abzuhalten.

8 Turner treten in den Verein ein. An der Jahresversammlung am 20. März wird entschieden, eine Jugendriege zu gründen (Diese war 1936 schon aktiv geworden, aber scheinbar ohne offizielle Gründung). Hermann Gimmi wird zum Jugendriegenleiter gewählt. An die Versammlung wurden auch die Passivmitglieder eingeladen, sie haben auch volles Stimmrecht.

Im Juli wird der Kreisturntag in Sulgen besucht. Im August findet die Turnfahrt auf den Hohen Kasten statt. Der Aufstieg erfolgt in der Samstagnacht. Deshalb gibt es das Nachtessen erst um 01.00 Uhr. Bereits um 04.00 Uhr ist Tagwache, danach Frühturnen und Morgenessen. Der Abmarsch zur Stauberen erfolgt um 06.00 Uhr. Der Kassier absolviert den ganzen Marsch mit Steinen im Rucksack.

„Winterangelegenheit (=Abendunterhaltung): Die Männerriege soll angefragt werden. Die Männerriege, die nur ein Glied unseres Vereins bildet, hat sich in allen Teilen zu fügen, sofern sie gewillt sind, uns mitzuhelfen“


1944 Jakob Niederer ist ohne Wortlaut fortgezogen. Er schuldet noch Bussen von Fr. 2.50, Monatsbeiträge Fr. 2.– und für die Statuten Fr. 0.50. Nach der Versammlung wird eine freiwillige Gesangstunde durchgeführt.

Die Turnfahrt wird am 3. Dezember auf den Ottenberg durchgeführt.


1945 Der Präsidentenstuhl geht an Hans Gimmi über. In diesem Jahr werden zwei Abendunterhaltungen durchgeführt, eine an zwei Abenden im Februar, die andere an drei Abenden im Dezember. Im Februar werden sogar jeweils zwei Theaterstücke dargeboten. Der Männerchor und erstmals auch die Jugendriege sind ins Programm eingebunden.

Der Kreisturntag findet in Sommeri statt. „Der Pferdsprung ging gut, mit Ausnahme von Fritz Kobel, der seinen störrischen Gaul nicht bezwingen kann“.

Die Turnfahrt bringt viele Überraschungen. Am Samstagmittag ist Abfahrt. Ziel ist der Säntis. Die Bahn bringt die 18 Turner nach Urnäsch. Da kein Postauto mehr auf die Schwägalp fährt, muss für die Fahrt ein Taxi geheuert werden. Erst am Abend wird der Aufstieg in Angriff genommen. Ankunft auf dem Säntis ist erst gegen Mitternacht. Dort angekommen, stellt man fest, dass nur vier Betten zur Verfügung stehen. Alle andern schlafen auf dem Fussboden.


1946 Auf Anregung von Heini Künzler werden die Ordnungsbussen und Verspätungsbussen abgeschafft“: Beschluss Jahresversammlung.

Der Verein hat nur noch 16 Aktivmitglieder. An das kantonale Turnfest in Amriswil gehen gar nur 8 Turner. Der Wettkampf der Nationalturner sowie der Festumzug finden am Montag statt.

Die Quartalsversammlung vom 9.8.1946 beschliesst, eine neue Fahne zu beschaffen. Es liegt eine Offerte der Firma Kurer aus Wil für Fr. 1'100 vor.

„Der Präsident stellt Fritz Kobel zur Rede, dass er seine Dummheiten nun endlich bleiben lassen soll, ansonst es uns lieber sei, wenn  er den Verein fernbleibe*, QV vom 7. Dez.


1947

Fahnenweihe 11. Mai 1947

An der Quartalsversammlung vom August 1946 hatte der Verein beschlossen, sich eine neue Fahne anzuschaffen. Die Fahne wird von der Firma Kurer, Wil in Damast gefertigt und kostet Fr. 1'100. Am 11. Mai 1947 findet die Fahnenweihe statt. Der Eintritt auf den Festplatz mit 1000 Plätzen unter freiem Himmel kostet Fr. 1.65. Als Patensektion amtet der TV Erlen. Zum Festumzug erscheinen neben den erwähnten Vereinen auch die Musikgesellschaft Sulgen und die Turnvereine Berg, Donzhausen, Eggethof, Oberhofen-Illighausen, Sulgen und Zihlschlacht.

Der Festredner Otto Brüschwiler erklärt den Anwesenden die Bedeutung und den Ursprung des Heimenhofer Wappens:

In Rot eine weisse Scheibe mit einem aufrechten schwarzen Löwen. Das Wappen ist rot-weiss, weil das die Farben Münsterlingens sind und Münsterlingen hatte bis 1798 durch alle Jahrhunderte hindurch das Niedergericht in Heimenhofen, das heisst, es war dort der unmittelbare Herr. Die Wappengestalt erinnert an die ältesten bekannten Zustände in Dorfe. Am 22. Januar 1288 verkaufte Ulrich von Altenklingen mit seinen beiden Söhnen dem Kloster Münsterlingen die Vogtei über den Hof Heimenhofen. An diesen ältesten bekannten Herrn Heimenhofen mahnt der aufrechte Löwe, der sich mit vertauschten Farben im Altenklinger Schilde findet. Am 28. Nov. 1292 erwarb Münsterlingen von Rudolf von Rheinegg der diesem gehörenden halben Hof Heimenhofen. Von Rudolf von Rheinegg hat das Wappen die Gesamtgestalt mit der weissen Scheibe in Rot, denn er führte einen stehenden roten Löwen auf seiner Scheibe in Schwarz“.

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Eidg. Turnfest Bern 1947:

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stehend von links: Hans Leumann, Hans Schmutz, Willi Bär, Heini Künzler, Willi Schenk,  Hans Gimmi, Ernst Haffa, Mitte: Eugen Fontana, sitzend: Werner Hagen, Alfred Kobel, Kurt Bär, Heinz Bär, Hans Burkard, Louis Häberli

 

Die Fahnenweihe bringt eine Verbesserung der finanziellen Situation. Die Sammlung für die Fahnen bringt Fr. 1'811.– und das Fest nochmals Fr. 805.- Reingewinn. An der Fahnenweihe wird ein Film gedreht.

Geturnt wird in diesem Jahr auch, schliesslich findet das Eidg. Turnfest in Bern statt. Der TV Heimenhofen turnt von Samstag bis Montag. Man wählt die Disziplinen Barren, Lauf und Reck. Die Bemühungen werden mit dem Lorbeer erster Klasse belohnt.

Nach den Anstrengungen der Festlichkeiten nimmt man als Turnfahrt den Thurberg zum Ziel. Allerdings wird der Fussmarsch manchmal unterbrochen, weshalb man nur bis Berg kommt und aus Zeitgründen dort umkehren muss.


1948 ist durch viele Unstimmigkeiten im Verein geprägt. Dem früher schon verwarnten Fritz Kobel wird per Abstimmung der Austritt nahe gelegt. Als Folge davon drohen drei weitere Turner mit dem sofortigen Austritt, wenn die Abstimmung nicht wiederholt werde.

Der Kreisturntag in Schönenberg bringt nur den 18. Rang. Erfolgreicher ist die Turnfahrt, die wieder auf den Säntis führt. Weil diesmal nicht über fehlende Betten berichtet wird, nehmen wir an, dass alle einen Schlafplatz gefunden haben.


1949         Der Verein zählt nur noch 15 Aktivturner. Diese nehmen am kantonalen Turnfest in Arbon teil. Man bestreitet die Disziplinen Barren, Marsch- und Freiübungen, Klettern und die Stafette. Der 10. Rang ist der gute Lohn.

Das Ziel der Turnfahrt ist das Schloss Eugensberg ob Salenstein. Mit dem Velo geht es nach Neuwilen und dann weiter zu Fuss. Das Ziel ist aber zu weit gesetzt. Man muss vorher wieder umkehren „wegen dem zu vielen Einkehren“.


1950 Heinz Bär übernimmt das Vereinspräsidium von Hans Gimmi. Im April findet ein Frühlingsschwinget in Andwil statt. Es wird ein grosser Erfolg, der viel Lob vom Verband und Fr. 444.­– Gewinn einbringt.

Im Juni nimmt man am Kreisturntag in Romanshorn teil. Resultate sind nicht bekannt. Die Turnfahrt per Velo aufs Hörnli nehmen 10 Turner unter den Sattel.